Mir fällt es schwer, mich mitzuteilen
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Hallo, ich grüße euch alle. Kennt ihr das auch? Man möchte gerne was schreiben. aber irgendwie geht es nicht.Ich sitze oft davor und weiß gar nicht, wie ich schreiben soll. Ich weiß, das ich sehr zum Rückzug neige.Damit habe ich zur Zeit sehr zu kämpfen. Ich wollte euch das nur schreiben.
hallo liebe Sibbdat,
bei einer Depression ist es nun mal so, dass man sich gerne
zurückzieht, Decke über den Kopf, nichts sehen, nichts
hören wollen, einfach nur seine Ruhe haben wollen.
Für eine Weile mag das gut sein, aber auf Dauer zieht
es uns noch mehr runter.
In solchen Phasen hilft mir ganz arg mein lieber Hund. Der
will raus in die frische Luft, und da kommst du auch mit
anderen Hundebesitzern leicht über die Hunde in Kontakt.
Oder wir schämen uns wegen unserem Leben, unseren Dep-
ressionen, fühlen uns wertlos, wer bin ich denn schon, habe
ich auch was zu sagen.
Hey liebe Sibbdat du bist wertvoll und du hast uns was zu
geben und zu sagen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Schade dass es keine Hunde auf Krankenschein gibt, .............
aber so ein Haustier könnte dir echt gut tun.
In der Depression allein leben zu müssen hat den Vorteil,
du hast deine Ruhe, kannst dich ausruhen wann du möchtest,
aber es fehlt der Ansprechpartner.
In einer Familie muss man sich schon anpassen, es ist lauter,
mehr los, Aktion...............aber man hat Ansprechpartner.
Unter dem Strich gesehen, gleicht es sich aber wieder aus.
Ein Hund vom Tierheim kostet nicht so viel, gut das tägliche
Futter.................die Zeit die er benötigt.............................
trotzdem, für uns Depris finde ich, ist so ein Hund das
optimale Haustier. ................................................
viele liebe Grüsse,
hund und bär
und vielleicht bald, hund und Sibbdat........................................
Liebe Sibbdat,
vielleicht hast du auch noch viel mit deiner Vergangenheit,
deinen Verletzungen zu kämpfen, bist da nicht frei.
Es braucht seine Zeit, bis dass alles verarbeitet ist, aber
natürlich blockiert das auch unser jetziges Leben, das ist
ja die Depression, diese Krankheit der Seele. Es möchte
vieles raus, die Seele sucht sich ein Ventil............................
Du fühlst dich wertlos, nicht geliebt, obwohl du wie wir
alle gerade Liebe suchen, fühlst dich unwürdig, schuldig,
ausgedrückt wie eine Tube...........................................................
nichts geht mehr.................leer........................................................
das ist die Depri in der wir stecken.
Aber gebe nicht auf, lass Licht rein in deine Seele, du bist
wertvoll, du bist geliebt, du musst dich nicht verstecken.
Wie oft werden wir auch unzufrieden, neidisch, auf Menschen,
denen es scheinbar besser geht, sehen nur noch das Schwarze..
das ist aber nicht die Wahrheit, weil das die Depression
alles verdunkelt, unsere Gedanken, unser Erleben, unsere
Erfahrungen.........................................................................................
aber...............wenn wir in der Therapie mit uns selbst, oder
einem guten Therapeuten bleiben, dann kann es wieder besser
mit uns werden. Es gibt Hoffnung................................................
Wir müssen aber dabei bleiben, nicht aufgeben, wenn das
Bleiben auch noch so schwer fällt.
viele liebe Grüsse in den Norden,
hund und bär aus dem Süden der Republik.
"du bist angesehen, weil jemand dich in Liebe ansieht."
hallo liebe Sibbdat,
das finde ich jetzt aber echt schade, dass in diesem Haus
keine Hunde erlaubt sind. Aber ich musste in meinem jetzigen
Haus auch vorher nachfragen.................................................
Aber liebe Sibbdat, vor Gott brauchst du überhaupt keine
Angst zu haben, das habe ich aber auch schon lernen müssen.
Weisst du, es ist alles letztendlich Gnade, und wir können
überhaupt nichts dazutun. Wenn wir einmal vor dem Vater
stehen, frägt er nicht, was hast du alles für mich getan.......
das würde ja nie ausreichen.....................................................
aber seine Gnade reicht aus, seine Gnade genügt.
Ich weiss, es wird oft anders verkündigt, und den Menschen
auch Druck gemacht, aber das ist so was von schlimm, unfair,
wie früher die Schriftgelehrten.
Liebe Sibbdat, das Gesetz verändert uns nicht, nur die Gnade,
die Liebe, und die Liebe ist das Grösste, und die Liebe kann
alle unsere Wunden heilen, die Verletzungen, die Ungerech-
tigkeiten.
Aber ich habe bei mir auch schon gemerkt, wie das christ-
liche Leistungsdenken oft noch so tief in meiner Seele sitzt.
Deshalb muss ich es mir jeden Tag neu sagen, und auch bei
Anforderungen auch mal ein klares "Nein" sagen.
Weisst du liebe Sibbdat, es ist oft viel einfacher für Gott
viel zu tun, und sagen zu können, was ich alles getan habe.
Und wie stolz kann man dabei werden, und wie mächtig
anderen gegenüber. Aber zugeben, auf die Liebe und Gnade
Gottes angewiesen zu sein, das macht uns eher demütig,
und nicht stolz und aufgeblasen.
Deshalb liebe Sibbdat, löse dich von allem Druck, lass es
aus deiner Seele raus, was man dir alles so "christlichen"
Druck und Forderungen auferlegt hat, dir ein schlechtes
Gewissen gemacht, dich ungerecht berhandelt haben,
Gott, der gütige Vater im Himmel ist so ganz anders.............
er ist der beste Therapeut den es gibt. Lass in mit seinem
Licht rein in deine Seele und schäme dich nicht. Lass dir von
ihm helfen, und heilen.
Und liebe Sibbdat, Angst ist nicht in der Liebe, je mehr
du dich von deinem guten himmlischen Vater liebhaben lässt,
um so mehr wird deine Angst vergehen.
Weisst du, es kommt gar nicht so arg auf uns an, es kommt
auf ihn an.
Ich wünsche dir ganz arg viel Liebe und Freiheit in deinem
Glauben, zu diesem guten Vater. Das heisst nicht, dass sofort
alles gut ist, aber er ist mit seiner Liebe und Gnade dir ganz
nahe, gerade an den schwierigen Tagen.
viele liebe Grüsse, es kommt auch nicht auf mich an,
hund und bär aus dem Süden der Republik.
Hallo Ihr zwei,
ja, mir fällt es auch oft schwer, mich mitzuteilen, zu sagen, wie es mir wirklich geht.
Ich will oft nicht zugeben, daß es mir schlecht geht.
Ich setze mich auch oft unter Druck und fühle mich wertlos, weil ich jetzt daheim bin und nicht mehr arbeite.
Aber ich pflege meine Mutter und betreue meinen Bruder. Das ist ja auch Arbeit- aber keiner sieht es und mir fehlt vielleicht die Anerkennung von außen. Und das "Rausstürmen" zur Arbeit und zu sagen: Leider muß ich jetzt weg.
Ich wollte im September einen Lehrgang machen als Hospizhelferin- mußte ihn absagen, weil mein Bruder sich das Bein brach und ich 2 Pflegefälle dann daheim hatte.
Und bei den Krankenhausbesuchen merkte ich, wie sehr mich das belastet, wenn ich schwerkranke Menschen sehe und wie ich dann an meinen todkranken Mann denken muß.
Vielleicht ist es für mich nicht gut, so was zu machen und ich setzte mich wieder unter Druck.
Ich muß lernen, dankbar zu sein und diesen neuen Abschnitt annehmen.
Danke fürs Lesen- und Bär, ich fühle mich immer gut, wenn ich Dich lese!
Liebe Malinda,
da kann ich jetzt gut nachvollziehen. Wir leben in einer Leis-
tungsgesellschaft, wo es in erster Linie nach Leistung, Geld,
Besitz, Schönheit geht. Wenn ich sehe was in dieser Richtung
alles so im Fernsehen läuft...........................................................
wie diese Medien unsere Gesellschaft prägen, und wie all-
gemein ein hoher Druck aufgebaut wird. Das Menschliche,
die Liebe, so wie ich es empfinde, ist nicht mehr so gefragt.
Also arbeiten, mit seinen Händen etwas tun können, sich mit
den Kopf etwas auszudenken, das ist ja erstmal was Gutes.
Nur dieses "noch mehr", noch besser, .......................................
Und was du tust liebe Melinda ist doch eine tolle Sache.
Du versorgst und pflegst deine Mutter und deinen Bruder,
das ist doch was. Ja es sieht niemand, und es ist auch kein
Geld verdient, aber es mussn doch jemand machen, und es
ist doch sehr wertvoll dass du das tust. Du investierst dein
Leben, deine Liebe...................das ist doch toll. wie du das machst.
Schäme dich nicht, dass du kein Geld mehr verdienst, es
ist nicht das Wichtigste im Leben. Es genügt vollkommen
was du tust, und wenn das mit den Krankenhausbesuchen
für dich schwierug ist, dann gehe da einfach nicht mehr
hin. Trotzdem bist und bleibst du wertvoll, lass dich von
anderen Menschen da nicht runterziehen................................
Stehe zu dir selbst, habe dich selbst lieb, es ist wichtig,
dass du glücklich und zufrieden mit dir selbst bist.
Das ist viel viel wichtiger und schöner, als aller Reichtum
dieser Erde.
Und ruhe dich auch mal aus, gönne dir die Ruhe, du hast es
dir verdient. Tue dir auch was Schönes........................................
du hast ein Recht auf dieser Erde zu leben und glücklich
zu sein. Schaue auf dich, nehme den Druck aus deinem Leben
heraus......................................
und wenn es dir selbst nicht gut geht, sage es, du musst dich
überhaupt nicht verstecken. Vielen Menschen hier im Forum
geht es mit den Depressionen auch nicht gut, und es kann
uns helfen, uns da auszutauschen. Weil auch viele Menschen
das mit den Depressionen nicht nachvollziehen, nicht ver-
stehen können.
viele liebe Grüsse an dich,
hund und bär.........................hund bringt nach wirtschaftlichem
Ermessen, auch nicht so die
Leistung, aber er ist für mich
persönlich ganz arg wichtig,
bringt mich an die frische Luft,
zum Lachen, zeigt mir seine Liebe..
Ja, Ihr habt recht.
Und ich komme ja zum Glück gut aus mit Geld und erhalte seit Mai die Betriebsrente.
Aber letztes Jahr schämte ich mich, weil ich so lange krankgeschrieben war. Ich ging sogar erst nachmittags mit dem Hund weg und ließ meinen Bruder morgens gehen, um die Leute glauben zu lassen, ich würde arbeiten.
Es dauerte lange, bis ich meinem Umfeld reinen Wein einschenkte und kostete mich große Überwindung, weil ich doch vorher so gut "funktionierte" und das mit meiner Mutter und Bruder lief nebenbei, neben der beruflichen Anspannung.
Erst in der letzten Zeit komme ich zu mir selbst und möchte jetzt die neue Situation als neue Chance nutzen- aber ich habe noch viele Rückschläge und dann ...
Aber ich bin froh, hier verstanden zu werden!
hallo liebe Malinda,
trotz vieler Rückschläge bleibe stark in dir selbst. Mache
dich mehr und mehr unabhängig was andere über dich denken,
reden............................
Oft wird so vieles nur dahergeredet, man ist neidisch, ober
flächlich, sieht nur das Äussere. Hey, der geht es ja gut,
jetzt schon in Rente, und ich......................................................
und dann legt man los..........................Cafeklatsch und Stamm-
tischgeschwätz........................................................................was
aber für andere ganz arg verletzend sein kann.
Liebe Malinda, du bist doch keine Maschine, du musst nicht
funktionieren wie eine Waschmaschine, die man nach Gebrauch
auf den Schrottplatz wirft.
Nein, du bist ein lieber Mensch, und du hast das Recht, das
man dich mit Würde und Anstand behandelt, du bist nicht
der letzte Hase. Behandle dich aber auch selbst so, mit
Würde, Anstand und Respekt......................................................
viele liebe Grüsse, auch an deinen Hund!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
von hund und bär.



Land
Hallo Bär, vielen Dank für deine lieben Worte. Die Idee mit dem Hund ist echt toll. aber leider geht das nicht, denn Tierhaltung ist bei uns nicht erlaubt. Aber ich wohne ja auch nicht alleine. Ich teile mir die Wohung mit einer guten Freundin. Durch sie werde ich sehr heraus gefordert, am Alltag teilzunehmen. Allerdings muß sie auch auf sich achten. Sie ist selbst auch nicht so stabil.. aber wir kennen uns schon recht lange und wissen gut miteinander umzugehen. Wenn ich am Tag auch viele Pausen mache, so versuche ich doch in kleinen Schritten meinen Tag zu strukturieren.Allerdings lerne ich dabei mehr das Lassen als das Tun. In der Regel nehme ich mir immer viel zu viel vor. Jetzt übe ich mich darin, einfach nur das zu tun, was jetzt gerade möglich ist.Ja, es stimmt. Da ist noch vieles aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Meine Ärztin hilft mir wirklich gut dabei.Aber die Prozesse müssen eben auch durchlebt werden.Neidisch auf andere, denen es besser geht, bin ich nicht Im Gegenteil. Ich habe vielmehr Angst davor, das ich mich während dieser Phasen vom Glaubensleben her nicht angemessen verhalte. Dann kommen oft Gedanken wie: Machst du es dir nicht zu einfach? Sie beten doch für dich. Willst du überhaupt die Heilung? Ich vermute, das es Anfechtungen sind. Aber es ist oft ganz schön heftig. Aber zum andern ist es ja auch eine Bewährung im Glauben. halte ich an Jesus fest trotz dieser Umstände? das ist wohl für jeden Christen die größte Herausforderung. Gut jetzt kommt noch dazu, das die Schilddrüsenwerte absolut im Keller sind. Meine Hausärztin hat mich gestern angerufen und für nächste Woche herbestellt.Eventuell ist auch mal ein Klinikaufenthalt dran.(wegen der Schilddrüse. Meine Hausärztin will im neuen Jahr nochmal eine Kur für mich beantragen.So, jetzt habe ich ja doch einiges geschrieben. Na, wer sagt es denn?
Ich grüße dich und deinen lieben Hund und alle, die das hier lesen. Gottes segen an euch...und an den Hund
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Sibbdat