Von Gott enttäuscht ! ?
Wie viele andere Christen hier mache auch ich mir immer wieder Gedanken darüber, wie es denn sein kann, das Gott in Bezug auf das Theama Heilung scheinbar solche Unterschiede macht bei uns Menschen.Wir Christen wissen doch, das er es könnte. Ein Wort von ihm würde reichen, und es gäbe weder Depressionen noch irgend welche anderen Erkrankungen.Es gibt massenhaft Zeugnisse von Heilungen. Heilungsgottesdienste gibt es wie Sand am Meer. Auch wenn wir jetzt alle Möchtegerneheiler und alle Scharlatane abziehen. Es bleibt dabei. Jesus kann uns heilen.Und er tut es auch heute noch.Doch warum sind wir noch nicht dabei? Glauben wir nicht genug? Denkt Jesus, wir müssten noch mehr leiden, es ist noch nicht genug? Hat Jesus Freude daran, wenn wir uns so quälen müssen? Wer als Christ in einer tiefen und vielleicht auch schon jahrelang andauerenden Depression steckt, dem sind solche Gedanken nicht fremd.Oder es taucht die Frage auf: Gott, was habe ich falsch gemacht? Welche Sünde habe ich begangen, das du mich so strafst? Wer mit Jesus lebt, kommt aucxh sehr schnell an die Grenzen seines Glaubens.Warum glaube ich denn, wenn Jesus meine Gebete doch nicht hört? Wenn das Leben mit Jesus genau so ein Leben mit Qual ist wie ein Leben ohne Jesus, dann sehe ich keinen Sinn darin, an ihn zu glauben. Ich habe in den letzten Tagen sehr viel im Hebraerbrief das 11. Kapitel gelesen. Da heißt es ua. Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.Und in den weiteren Versen heißt es dann: Durch den Glauben hat... und dann werden viele Personen des alten und des neuen Testamentes genannt. Durch den Glauben hat Abel...durch den Glauben hat Abraham...durch den Gluben hat... und und und..Ich streife das jetzt nur kurz. aber es lohnt sich, das nochmal genau nachzulesen. Ich denke an die Menschen der verfolgten Kirche, die im Untergrund leben müssen, weil sie sich zu Jesus bekennen. Um des Glaubens willen, um Jesu willen nehmen sie das auf sich. Warum glauben wir? Wozu glauben wir? Bis zu welcher Grenze sind wir bereit zu glauben? Was ist das Ziel unseres Glaubens? Was läßt Menschen trotz widriger Lebensumstände am Glauben an Jesus festhalten? Was steckt dahinter? Ihr merkt, das ich hier einfach so schreibe, wie es mir gerade kommt.Diese Gedanken bewegen mich. Ich möchte diese Gedanken gerne weiterführen.
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Kommentare
Welch große Ehrlichkeit aus
Welch große Ehrlichkeit aus Deinen Zeilen spricht.
Ich plage mich seit längerer Zeit mit diesen Gedanken....
Danke dafür!
Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
Hallo Don
Danke für deinen Kommentar. Ja, mir liegt das schon so lange auf meinem Herzen. Weißt du, ich bin davon überzeugt, wenn unser Glaube uns nicht in diesen Tiefen tragen kann, dann ist er nichts wet. Ja, ich wage das so klar zu schreiben. Wir brauchen keinen Glauben, der uns auf Jenseuits vertröstet und dann sagt: In der Zwischenzeit mußt du sehen, wie du klar kommst. Und ich bin auch davon überzeugt, das Jesus von uns nicht erwartet, das wir ihm einfach dumm und blind wie irgend einem Guru folgen. Ich glaube, Jesus erwartet von uns, das wir seine Tragfähigkeit ausprobieren. Wie tief runter reicht die Tragfähigkeit Gottes? Gott ist uns nicht böse, wenn wir das wissen wollen. Die ganze Bibel ist voll von Gottes Versprechen, das er uns nicht allein läßt, das er uns trägt. Klar, kann man sgaen, wenn du ihn nicht hörst, liegt vielleicht Schuld in deinem Leben. Klar,das kann auch mal sein. Und wenn es denn so ist, dann bekannt man diese Schuld vor Gott und der Zugang zu ihm ist wieder frei. Aber es gibt eben auch Bereiche, in denen ich unverschuldet nicht mehr wahrnehmen kann, das Gott noch da ist. Ja, und wenn ich in diesen Bereich hineingerate, was dann? Was soll ich dann tun? Wer hilft mir da wieder raus. Habe ich dann die Grenze meines Glaubens erreicht.Will ich vielleicht noch glauben, aber es geht nicht mehr, weil kein Gott mehr da ist? So kann es manchmal aussehen.Soweit kann es manchmal kommen. Das ist die Nacht der tiefsten Anfechtung. Und genau hier entscheidet es sich, ob dieser Jesus wirklich das hält, was er verspricht. Und es gibt hier nur zwei Möglichkeiten. Ja oder Nein! Entweder wir haben es mit dem Gott der Bibel zu tun oder wir haben nicht mit dem Gott der Bibel zu tun. Ich will nicht, das Gott alle meine Wünsche erfüllt, aber ich will, das er mich trägt und mir seinen Frieden gibt, ganz egal, in welcher Situation ich gerade bin. So, das ist jetzt schon so was wie ein weiterer Blogeintrag geworden. Soviel sollte es gar nicht werden. Aber wes des Herz voll ist, dem geht der Mund über. LG
Sibbdat