Der Ansatz ist, Gedanken (Kognitionen) zu ändern, oder einfacher ausgedrückt,
erworbene, krankmachende, falsche Gedankengänge zu erkennen und zu korrigieren.
Ein solcher Gedanke wäre zum Beispiel: „Ich bin nichts wert. Alles was ich mache ist falsch. Niemand mag mich.“
Durch Veränderungen von negativ ablaufenden Gedankenketten, lässt sich die Grundstimmung sowie das eigene Verhalten ändern.
Die kognitive Verhaltenstherapie wird bei vielfältigen psychologischen Störungen eingesetzt. Sie hat eine hohe Erfolgsquote und wird von speziell ausgebildeten Ärzten oder Psychotherapeuten durchgeführt und umfasst in der Regel 20- 40 Therapiestunden.
Es gibt Einzel- und Gruppensitzungen, je nach Art und Schwere der Erkrankung.
Im Zusammenspiel mit einer medikamentösen Behandlung sind beispielsweise bei Depressionen sehr hohe Heilungschancen gegeben.
Die Vorgehensweise bei der Verhaltenstherapie ist wie folgt.
In der ersten Phase informiert der Therapeut den Patienten über Ziele und Ablauf der Behandlung, sowie über deren wahrscheinliche Dauer. Der Patient erhält seine Diagnose und wird umfassend über seine Erkrankung informiert. Der Patient bekommt Informationen und Literatur über seine Erkrankung ausgehändigt.
In der zweiten Phase erfolgt eine Selbst-Reflektierung des Patienten. Dies geschieht in Form von Stimmungs-Tagebüchern. In diese trägt der Patient mehrmals am Tag zu festgelegten Zeiten seine augenblickliche Stimmung in Form von Schulnoten ein.
Auf diese Weise fallen ihm Zusammenhänge zwischen Gedanken, Erlebnissen und seinen augenblicklichen Stimmungen auf.
Aus der Auswertung der Tagebücher ergibt sich in der dritten Phase nun ein Handlungsansatz, der dem Patienten Lösungswege, für bisher für ihn schädliche Handlungen aufzeigt.
Um zu verhindern, dass der Patient sich nun in ein Schneckenhaus zurückzieht, wird in der vierten Phase begonnen ein Aktivitätsplan zu erstellen.
Dazu gehören kurze Spaziergänge, kleine Belohnungen, zum Beispiel eine Tasse Kaffee in der Stadt.
In Phase fünf wird mit destruktiven Gedankengängen aufgeräumt und mit dem Patienten neue gedankliche Abläufe und Handlungsweisen eingeübt.
In der letzten Phase wird sogenannte Rückfallprophylaxe betrieben.
Der Patient wird mit sogenannten Frühwarnzeichen einer wiederkehrenden Depression vertraut gemacht, ihm wird ein Notfallplan an die Hand gegeben, um auf eventuelle Rückfälle gezielt und sicher eingehen zu können.


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