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Trauer-Gruppe

In der größten Freude und im größten Leid sind wir in der Regel allein.
Diese Gruppe ist für diejenigen gedacht, die um einen lieben Menschen trauern und sich mit anderen austauschen möchten.
Niemand muss in seiner Not alleine sein, auch Du nicht!

Ohne meine Eltern

Ich bin schon lange auf der Suche nach Menschen, die mich verstehen. Mein Mann und meine Kinder unterstützen mich, soweit es ihnen möglich ist, aber wirklich helfen können sie mir nicht. Die Trauer um meine Eltern haben eine schwere Depression ausgelöst.

Zwar bin ich in ärztlicher Behandlung und suche einen Traumatherapeuten, aber mich wirft immer wieder der Gedanke an meine Eltern zurück.

Meinen Vater habe ich 1997 und meine Mutter 2006 verloren, beide litten an der gleichen Erkrankung. Ich habe noch 5 Geschwister, von denen ich mittlerweile nur noch enttäuscht bin.

Ich muss soviel tun und erledigen, aber mir fehlt die Kraft. Zeitweise raffe ich mich auf, aber meistens schiebe ich alles bis auf die letzte Minute.

FreundInnen, in dem Sinne habe ich nicht (mehr). Ich dachte lange, ich habe viele Freunde, habe immer geholfen und dann wurde ich nicht mehr gebraucht und habe faktisch den berühmten A-Tritt bekommen. Das Helfer-Syndrom wurde mir von meinen Eltern in die Wiege gelegt und sie haben es uns auch immer vorgelebt, aber jetzt, wo ich Hilfe brauche ....

Es tut gut mal was raus zu lassen, ohne das Gefühl zu haben, dass man aufdringlich ist.

Zeit

Es ist nun schon so viel Zeit vergangen die ich ohne ihn gelebt habe.
Ich kann es jedoch immer noch nicht begreifen oder fassen, dass er nicht mehr da ist.

Ich weiß, dass er gewollte hätte, dass ich ohne ihn weiter lebe und ein für mich gutes Leben führe. Er war so ein lieber Mensch.
Er hatte sicher auch Fehler wie jeder Mensch.

Ich fühle mich wie gelähmt und schaffe es einfach nicht das Gefühl in einem Traum zu leben aus dem ich nur durch viel Schlaf aufwachen brauch zu beseitigen. Es geht eben nicht mehr. Ich kann noch so viel schlafen er wird dennoch nicht wieder kommen.

Ich muß ihn auch irgendwann gehen lassen und eben mein Leben auch weiter leben. Ich vermisse ihn aber immer noch jeden Tag so sehr.

Immer wieder habe ich das Gefühl, dass er jeden Moment zur Tür rein kommen  oder mich rufen wird.

Ich weiß einfach nicht wie ich mit den Gefühlen umgehen soll.
Zu diesen Gefühlen kommen dann auch noch Gefühle der Schuld indem man sich vorwirf was man alles nicht getan oder welche Fehler man in der gemeinsamen Zeit begangen hat.

Ich wünsche mir so sehr die Zeit mit ihm zurück.
Warum ist das alles nur passiert ?
Warum kann es nicht nur ein Traum sein ?

Bild von Malinda

Der Tod kann ein Freund sein

In unserem Haus sind schon fünf Menschen gestorben.
Meine Oma, mein Vater, mein Bruder, meine Tante und mein Mann.
Drei von ihnen konnte ih begleiten, bei meinem Bruder war meine Mutter dabei.
Mein Bruder hatte Hirntumor und wurde mit 29 erlöst, mein Mann starb mit 48 an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er wollte und durfte zu Hause sterben.

Ich wollte Sterbebegleiterin werden, aber das Hospiz lehnte ab, es wäre noch zu früh.

Bild von anni1900

Breite Deine Flügel aus

 Für alle die trauern.

Thea Eichholz-Müller hat nach dem Tod ihres Mannes eine CD mit Liedern rausgebracht, in denen sie ihre Gefühle während des Sterbens ihres Mannes verarbeitet hat.
Mir hat diese CD sehr geholfen - hilft sie noch immer. 
www.gerth.de/index.php

Bild von anni1900

Danke, dass es Dich gab!

Ich möchte von unserem Verlust schreiben, um allen Trauernden Mut zu machen. Wir haben unseren Sohn verloren. 9 Wochen vor der Geburt. Durften ihn in die Arme schließen, doch da war schon kein Leben mehr in ihm. Ich hatte immer Angst davor einen toten Menschen zu sehen, aber es war, als wenn er schliefe - so friedlich und sanft und so weich. Er war in ein kuscheliges Kissen gewickelt und "schlief". Das ist jetzt bald 5 Jahre her. Es gibt Tage, da habe ich nach wie vor das Gefühl mir sei ein Teil aus dem Herzen gerissen. An diesen Tagen möchte ich einen Spiegel neben seinen Zwillingsbruder stellen - nur um zu sehen, wie es wäre. Das tut weh. Sein Bruder ist behindert, nicht schwerst (wo ist da die Grenze). Körperlich, aber mittlerweile kann er mit Schienen laufen und seine anderen beiden Brüder animieren ihn zu Vielem. Durch einen "Zufall" fiel auf, das sein Herz nicht mehr schlug, der Ultraschall war nicht geplant und es gab auch keinen Grund - das CTG 1 Stunde vorher war bestens. Doch der Arzt wollte dennoch einen machen. Da war ich schon fast 5 Wochen im Krankenhaus gewesen mit einem bedrohlichen Befund für beide Kinder und wir sollten eine Entscheidung fällen, ob wir im Notfall das Risiko ein Kind zu verlieren zu Gunsten des anderen eingehen wollten. -- GOTT SPIELEN? -- Jede Minute, die wir gewonnen hatten war kostbar gewesen. Wir hätten auch beide verlieren können. Einerseits ein Trost und andererseits auch ein ständiges vor Augen führen was passiert ist.

Bild von Sonnenblume

Tod meiner Schwester

Ich habe im Oktober 2009 meine Schwester verloren und ich bin immer noch nicht darüber hinweg.
Ich war bis zum letzten Atemzug an ihrer Seite und es schmerzt mich noch immer sehr wenn ich an sie denke. Ich zünde jeden Tag eine Kerze vor ihrem Bild an und rede mit ihr...irgendwie tut mir das gut!! Ich rede mit ihr als ob sie anwesend wäre. Leider kann ich nicht so oft an ihr Grab und sie besuchen,weil es zu weit weg ist und das macht mich auch traurig.
Es ist schön das man hier darüber schreiben kann.
Liebe Grüße Sonnenblume

Bild von Marsella73

Du bist Willkommen

Hallo 1903!

Ich habe gerade gesehen, dass Du unsere Trauer-Gruppe bereits gefunden hast und auch schon etwas geschrieben hast. Darüber freue ich mich und bei der Gelegenheit wollte ich Dich willkommen heißen.

Ich hoffe, dass es Dir hilft, wenn Du über die Trauer um Deinen Vater schreiben kannst.
Fast Jeder von uns hat schon liebe Menschen verloren. Wenn man selber langsam älter wird, ist der Tod plötzlich allgegenwärtig.
In ganz jungen Jahren hat man mit dem Tod meist nichts zu tun. Je älter man wird, desto öfter werden wir von ihm begleitet.
Wenn es die Eltern, Geschwister oder einen nahen Familienangehörigen trifft, ist es natürlich besonders schlimm.

Das Lied "Nur zu Besuch" von den Toten Hosen hören mein Mann und ich auch sehr oft.
Der Text ist sehr gelungen und enthält besonders, wenn man einen schweren Verlust zu verdauen hat, viel Wahres.
Wir sind Gäste auf der Erde und nur "zu Besuch".

Ich würde mich freuen, wenn Du durch die Gemeinschaft im Forum und auch hier in der Trauer-Gruppe Gleichgesinnte findest, die Dir helfen können, Deinen schweren Verlust zu verarbeiten.

Schreibe so viel wie Du magst! Du bist nicht allein!

Liebe Grüße
Marsella73

Ohne ihn

Ohne ihn

Ohne ihn weiter zu gehen fällt mir so schwer.
Wie oft rufe ich in Gedanken: Wo bist du, komm wieder her.

Wie oft kreisen meine Gedanken um ihn.
Ich liebe ihn und brauche seinen Rat, ich brauche seine so freundliche und liebenswerte Art.

An seiner Familie, an uns hat er nie gespart.
Er war immer für mich da.
Ich liebe dich Papa.

Ich werde dich nie vergessen.
DU wirst solange ich lebe ein Teil von mir in meinem Herzen sein.

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