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"Helen"

3 Antworten [Letzter Beitrag]
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Darla
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Erfahrener Nutzer

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Deutschland
Beigetreten: 26.03.2011

Ich habe neulich den Film "Helen" gesehen. Kennt den Jemand?

Vorsicht in manchen Fällen könnte er auch triggern. Ich habe ihn in Etappen gesehen, habe eine Woche gebraucht!

Trotzdem finde ich, er ist der beste Film, der je über das Thema Depression + Familie gedreht wurde. Ein großes Lob an die Regisseurin Sandra Nettelbeck und die Crew!

Hier der Link zu dem Film

wwws.warnerbros.de/helen/


Flipp, du mein verrückt knuffeliges Hasentier
03.09.2001 - 22.11.2010
Spüre all deine Liebe, die du mir gegeben, und die mir nun bleibt, mein ganzes Leben!
Toulouse 01.02.2011 - 17.04.1011
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Don Limpio
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Einfach glänzend...

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Spanien
Beigetreten: 07.01.2010
Ich habe mir den Film auch

Ich habe mir den Film auch gerade angesehen.

Er hat mich tief berührt.

Ich kann den Film allen empfehlen, die zum ersten Mal mit dem Thema Depression in Kontakt kommen.
Er hilft sowohl den Betroffenen selbst zu verstehen, was los ist und ist auch für Angehörige eine große Hilfe ein Verständnis für die Krankheit Depression zu bekommen.

Absolut zu empfehlen!!!


Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
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Liu
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Deutschland
Beigetreten: 27.11.2010
Trotz der vielen guten

Trotz der vielen guten Kritiken über diesen Film war ich stellenweise enttäuscht davon.

Ashley Judd stellt die Krankheit Depression sehr authentisch dar.
Da konnte ich mich in vielen Szenen wiederfinden.
Auch das Gefühl von Unverständnis, das sie scheinbar zu spüren glaubte - obwohl ihr Mann sehr bemüht war, sie zu verstehen - ist typisch für eine Depression.

Jeder, der schon mal "weggesperrt" war, kennt dieses Gefühl, dass einen nur die anderen ebenfalls "Weggesperrten" wirklich verstehen können. Im Film "Helen" übernimmt diese Rolle die Musikstudentin Mathilda, mit der Helen auch noch eine Beziehung eingeht und sowas wie eine Zweck-Wohngemeinschaft.

Man sieht ein paar Szenen, die plausibel machen, wie sehr Mathilda ebenfalls unter der Krankheit leidet und schiebt ihr damit automatisch die Rolle der "Versteherin" zu.

Auf mich hinterlässt das aber den Eindruck, als hätte Mathilda in diesem Film vor allem diese Rolle inne. Wo bleibt sie selber dabei?

Zwei- oder dreimal fragt Helen Mathilda, wie es ihr geht. Aber Helen reagiert nicht, als sie offensichtlich erkennen müsste, wie es in Mathilda aussieht.

Die Helferrolle ist mir drum in dem Film zu einseitig, so als würde nur Helen Verständnis verdienen.

Gut gemacht fand ich die Rolle der Angehörigen. Man spürte ihre Hilflosigkeit und auch ihr „Nicht mehr können“. Ich fands gut dargestellt, dass man auch deren Belastung erkennen konnte. 

Was mir in dem Film ganz besonders abgegangen ist, war die Behandlung und Unterstützung mit Psychotherapie. Diese Behandlungsmethode wurde mit keinem Wort erwähnt. 

Es gab Medikamente. Als die nicht so wirkten, wie sie sollten, gabs als Alternative nur noch die EKT (Elektrokrampftherapie).
Als Helen sich dann endlich entschlossen hatte, sich der EKT zu unterziehen, war ich geschockt, wie die Behandlung dargestellt wurde. Ich kann mich täuschen, aber meiner Meinung nach wurde sie so dargestellt, als wäre Helen dabei bei Bewusstsein gewesen.
So wird eine EKT heutzutage aber nicht mehr durchgeführt. Sie findet unter Kurznarkose statt. 

Schlimm fand ich das Ende des Films: Mathilda bringt sich um.

Wieso bekam sie eigentlich nie die Hilfe, die man Helen sogar gerichtlich aufzwingen wollte?
Weil sie die helfende „Nebenrolle“ hatte? 

Mathildas Suizid machte auf mich den Eindruck, als bräuchte man noch jemanden, der darstellt, wie lebensgefährlich diese Krankheit ist (was sie ja auch ist. Und Helens Selbstmordversuch ist ja gescheitert). 

Helen geht mit Mathildas Hund zurück zu ihrem Mann und zu ihrer Tochter.

Schlussszene: glückliche Familie mit Hund am Strand!
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute?
Da fehlte mir der Tiefgang. 

Mein Fazit: die Krankheit an sich ist gut dargestellt. Aber für jemanden, der sich den Film ansieht, um die Krankheit wirklich zu verstehen, ich weiß nicht, ob’s mit dem Film wirklich gelingen kann.

Die meisten Kritiker sagen „ja“.

Ich als Betroffene, die grad mitten drin steckt, kanns mir nicht so recht vorstellen.

(Darf ich überhaupt hier so kritisch über den Film schreiben?)

Es gibt keinen Mangel an Wundern,
aber am Sich-Wundern-Können

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Liu
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Deutschland
Beigetreten: 27.11.2010
Was ich zu dem Film noch

Was ich zu dem Film noch fragen wollte:

In dem Film wurden mehrmals Szenen dargestellt, in denen sowohl Helen als auch Mathilda in ihrer depressiven Phase ihre Wohnung verwüstet haben.

Das hat mich sehr gewundert.
Ich habe das bei Bekannten mit Borderline mehrmals erlebt.
Aber bei "reinen" Depressiven kenn ich das überhaupt nicht.

Ich persönlich wäre in der depressiven Phase gar nicht in der Lage, solch ein Chaos anzurichten. Ich bin viel zu erschöpft dazu. Ich könnte die Kraft dafür gar nicht aufbringen.

Kennt ihr das von euch, dass ihr Dinge um euch werft etc.?

Es gibt keinen Mangel an Wundern,
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