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Therapien

Was ist kognitive Verhaltenstherapie?

Der Ansatz ist, Gedanken (Kognitionen) zu ändern, oder einfacher ausgedrückt,
erworbene, krankmachende, falsche Gedankengänge zu erkennen und zu korrigieren.
Ein solcher Gedanke wäre zum Beispiel: „Ich bin nichts wert. Alles was ich mache ist falsch. Niemand mag mich.“
Durch Veränderungen von negativ ablaufenden Gedankenketten, lässt sich die Grundstimmung sowie das eigene Verhalten ändern.

Die kognitive Verhaltenstherapie wird bei vielfältigen psychologischen Störungen eingesetzt. Sie hat eine hohe Erfolgsquote und wird von speziell ausgebildeten Ärzten oder Psychotherapeuten durchgeführt und umfasst in der Regel 20- 40 Therapiestunden.
Es gibt Einzel- und Gruppensitzungen, je nach Art und Schwere der Erkrankung.

Im Zusammenspiel mit einer medikamentösen Behandlung sind beispielsweise bei Depressionen sehr hohe Heilungschancen gegeben.

Die Vorgehensweise bei der Verhaltenstherapie ist wie folgt.

Lichttherapie und Depressionen

Eine gute Möglichkeit Depressionen zu behandeln ist die Lichttherapie.
Bei diesem inzwischen wissenschaftlich anerkannten Verfahren, wird der Patient sehr hellem cirka 10.000 Lux starkem, blendfreiem Licht ausgesetzt. Wobei ein Lux etwa der Leuchtstärke einer Kerze entspricht.

Dabei schaut er wahlweise für 30 Minuten direkt oder für etwa 2 Stunden indirekt in die Lichtquelle. Bevorzugte Zeit für die Anwendung ist unmittelbar nach dem morgendlichen Erwachen.
Wichtig ist dabei lediglich, dass das Licht auf die Netzhaut fällt.

Wie wirkt die Lichttherapie?
Jede Depression wird durch eine zu hohe Konzentration des Neurotransmitters Melantonin und somit einem Mangel an Serotonin, dessen Abbauprodukt das Melantonin ist, im Gehirn ausgelöst.
Es ist nachgewiesen, dass besonders in der zweiten Nachthälfte Melantonin im Gehirn produziert wird.

Wenn die Lichttherapie unmittelbar nach dem Erwachen durchgeführt wird, wird die Produktion von Melantonin fast schlagartig eingestellt. Es kommt dadurch zu einem positiven Stimmungsumschwung.
Symptome wie Angst, Denk- und Gefühlshemmung, Schlaf-, Konzentrations- und Verhaltensstörungen lassen nach.

Antidepressiva

Antidepressiva sind eine Gruppe von Medikamenten mit höchst unterschiedlicher Wirkungsweise.
Doch verfolgen alle das gleiche Ziel.
Sie sollen eine Verbesserung und Steigerung des Antriebes bewirken.

Wie geschieht das?
Im menschlichen Gehirn spielen Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter eine sehr wichtige Rolle.
Sie überbringen Botschaften, die unser Befinden betreffen, an „Empfänger“.
Diese „Empfänger“ und „Sender“ nennt man Synapsen. Die Botenstoffe heißen Serotonin, Noradrenalin und Dopamin.
Stark vereinfacht gibt es drei Störungen dieser Botenstoffe, die Depressionen auslösen können.
Es gibt Störungen der aussendenden Stelle, es gibt eine Störung der Stelle, an der die Botenstoffe andocken und es gibt ein Zuviel oder Zuwenig an Botenstoffen.
Wieder stark vereinfacht gibt es jetzt drei Gruppen von Medikamenten.
Eine Gruppe wirkt auf die aussendende Synapse, eine auf die Andockstelle, und eine Gruppe reguliert die Menge der Botenstoffe im Gehirn.
In Wirklichkeit ist das wesentlich komplizierter, doch um ein Grundverständnis der Wirkungsweise der Medikamente zu bekommen, ist dieses Beispiel sehr anschaulich.

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