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Seelenspiegel

Im Spiegel meiner Seele,

ist sie da, mit kindergroßen wachen Augen,
kennt kein Gestern und kein Morgen,
flattert lautlos, wie ein Schmetterling,
sucht sich ihren Weg und weiß garnicht, wohin.

vergisst das Suchen, möchte nicht mehr Trauen
was seelenlose Menschen ihr mal beigebracht,
befreit sich eine Lage nach der anderen,
von ihrer blindverklebten Kindersicht.

zappelt wie der erste Schwimmer,
durch jede Schicht hindurch zu sich,
hat Kraft gekostet und sammelt fleißig,
was übrig blieb, Teil um Teil, ein Puzzle auf.

füge Form und Rundung,
immer wieder neu zusammen
"Wer bin ich" und "was sollte ich mal sein"?
ging da wohl ein nichtgewolltes Bündnis ein.

erkenne ich noch "mich" im Spiegelbild?
Vielleicht sind irgendwann die vielen Teile,
in die rechte Form verbracht, dass ich fühle,
wie meine Natur mich mal, in meiner Haut gedacht.

Ich hatte vor zu Reimen, doch fiel mir keiner ein.
drum ließ ich's einfach bleiben, weil kein Reim muss sein.