Schmerzen können depressiv machen.
Besonders bei Erkrankten mit chronischen Schmerzen besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken.
Mit dazu beitragen dürfte sicherlich auch, dass Patienten mit chronischen Schmerzen großen seelischen Belastungen ausgesetzt sind, die sie oftmals daran hindern, in normaler Weise am Alltag teilzunehmen.
Durch die erfolgende Isolation von der Umwelt aber auch durch die permanent hohe Belastung können sich Depressionen entwickeln.
Fast 65 % aller depressiv Erkrankten klagen beim ersten Arztbesuch über Symptome wie Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, sowie über Verspannungen.
Viele geben an, vorrangig wegen ihrer Schmerzsymptomatik den Arzt aufgesucht zu haben.
Ein anderer Teil klagte über Symptome wie Appetitlosigkeit, Schlafmangel oder Schwindel.
Trotz dieser Zahlen denkt nur etwa jeder dritte Arzt daran, seine Patienten zu Symptomen der Depression zu befragen.
Weniger bekannt dürfte dagegen die Tatsache sein, dass Depressionen auch Schmerzen auslösen.
In einer amerikanischen Studie wurden 70 Frauen mit Depressionen und etwa halb soviel Nichtdepressive untersucht und befragt.
Etwa die Hälfte der depressiven Frauen gab an, unter leichten Schmerzen zu leiden.
Je stärker die Intensität der Depression ausgeprägt war, umso höher war der Grad des Schmerzes.
Um zu überprüfen, ob die empfundenen Schmerzen auch objektiv nachzuweisen sind, entnahmen die Ärzte den Probandinnen Blut zur Untersuchung.
Bei Schmerzen werden im Blut bestimmte Substanzen freigesetzt. Die Werte waren bei allen depressiven Frauen erhöht.
Mitverantwortlich für die Häufung von schmerzhaften Erkrankungen bei Depressiven wird auch der Mangel an Schlaf, verursacht durch Schlafstörungen, gemacht.
Doch auch Ängste, das Gefühl zu Versagen und andere Streßfaktoren können Auslöser sein.


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