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Depressionen und Panikattacken

Sie kommt ohne jede Vorwarnung und ohne jeden Grund.
Das Herz schlägt plötzlich rasend, Schweiß perlt auf der Stirn, man zittert am ganzen Körper, hat Atemnot, ein beklemmendes Gefühl im Brustkorb, hyperventiliert, sieht manchmal nichtvorhandene Dinge oder Personen und fühlt sich mehr als unwohl.
Man hat das Gefühl, nicht man selbst zu sein, oder neben sich zu stehen.
Symptome einer typischen Angst- oder Panikattacke, die zwar alle miteinander auftreten können, aber nicht müssen.

Im ursprünglichen Sinne ist Angst eine Schutz- und Erhaltungshandlung unseres Körpers.
In früheren Zeiten, als die Nahrungsbeschaffung oft mit direkter Lebensgefahr verbunden war, und man sich sein Essen mit Pfeil und Bogen jagen musste, war die Angstattacke oft lebensrettend.
Sie brachte uns in Sekundenbruchteilen in die Lage, mit aller zu Verfügung stehenden Energie vor einem Angreifer zu flüchten oder uns zum Kampf zu stellen.

Dazu wurden im Gehirn verschiedene sogenannte Indolamine ausgeschüttet, zu denen auch das Adrenalin und Serotonin gehören.
Unter anderem wird die Verfügbarkeit der körpereigenen Kräfte dadurch wesentlich erhöht, gleichzeitig hat man ein vermindertes Schmerzempfinden und verfügt über ein besseres Hör- und Sehvermögen.
Man ist bereit für Flucht oder Angriff.

Im Gegenzug zu dieser wünschenswerten und positiven Reaktion unseres Körpers gibt es noch die Angststörung, bei der die obengenannten Symptome ohne jeden äußeren Anlass ausgelöst werden.
Den Betroffenen ist oft nicht klar, dass die in Ihrem Körper wahrgenommen Reaktionen Teil dieser Angststörung sind.
Vielmehr haben Betroffene den Eindruck kurz vor einer Herzattacke zu stehen, jeden Moment den Verstand zu verlieren, überzuschnappen oder etwas absolut Irrationales zu tun.

Ausgelöst werden Angstattacken oft durch emotionale und gedankliche Fehlinterpretationen körperlicher Wahrnehmungen.
Zum Beispiel verstärkt die Angst vor einem Herzinfarkt die Symptome der Angstattacke.
Man achtet verstärkt auf Angstsymptome und erwartet schon die entsprechende Reaktion darauf.
Bei einigen Kranken können sich diese Panikattacken auch über einen längeren Zeitraum erstrecken, dann aber mit abgeschwächten Angstreaktionen.

Angstattacken gehen oft mit anderen psychischen Störungen einher. Wie zum Beispiel Depressionen, Phobien oder dem Posttraumatischen Belastungssyndrom.
Aber auch Drogen wie Cannabis und LSD können Angststörungen auslösen. Bei den letztgenannten Auslösern können die Symptome auch nach einem Absetzen der Rauschmittel als chronische Erkrankung erhalten bleiben.

Wenn Sie selbst von Angststörungen betroffen sind, holen Sie sich Hilfe. Sie werden sehen, dass sich Ihre Angststörungen schon nach kurzer Zeit in Wohlgefallen auflösen werden, wenn sie richtig behandelt werden.