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Warum antwortet mir denn keiner?

1 Antwort [Letzter Beitrag]
KleinePrinzessin1805
Offline
Lebt sich ein
Beigetreten: 19.11.2011

Auf meinen gestern erstellten Beitrag kriege ich keine Antworten. Hab ich was falsch formuliert oder sowas ? Bitte lest meinen Beitrag und helft mir!

LG

Bild von Astrantia
Astrantia
Offline
Forenurgestein 250 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 28.09.2010
Hallo Prinzessin, ich

Hallo Prinzessin,
ich antworte dir jetzt, weil es mir vorkommt, als wärest du sehr verzweifelt. Wundere dich aber bitte nicht, wenn am nächsten Tag nicht sofort jemand andwortet. Viele Leute haben ihre eigenen Probleme und können gerade nicht antworten. Oder sie wissen nicht was sie zu deinem Problem schreiben können und lassen es dann lieber sein. Ja, vielleicht war es etwas falsch von dir vormuliert, für mich hat es sich so gelesen, als wolltest du dich im Forum erstmal umschauen. Aber das macht ja nichts.
Ich möchte dich warnen, dich nicht zu sehr in die Depression deines Vaters hereinziehen zu lassen. Auch deine Mutter ist wohl sehr gefährdet. Natürlich wollt ihr euch für ihn aufopfern und ihm helfen. Aber dabei dürft ihr auf keinen Fall vergessen auch auf eure eigenen Bedürfnisse zu achten. Ansonsten kann es schnell passieren, dass es euch selbst sehr schlecht geht und dann könnt ihr deinem Vater erstrecht nicht mehr behilflich sein. Achtet darauf, dass es euch trotz allem noch einigermaßen gut geht. Somit habt ihr dann genug Kraft die ihr mit deinem Vater teilen könnt. Was Bär geschrieben hat finde ich übrigens gut. Versucht ihn daran zu erinnern, dass ja die Therapie in der Klinik erfolg bei ihm hatte. Er sieht jetzt alles total schwarz und hoffnungslos. Ihr solltet ihn zeigen, dass es nicht so ist. So wie er gerade die Welt sieht existiert sie nicht. Er sieht nur die schlechten Seiten, weil nur dies gerade in seinem Kopf platz haben. Versucht ihn das auszureden und ihm der Wirklichen Welt wieder nahe zu bringen. Zeigt ihm, dass es auch gute Dinge gibt, und dass ihm eine Therapie und/oder Medikamente helfen können. Manchmal hilft es einem Depressiven, wenn man ihm klarmacht, dass die Gefühle, die er jetzt hat zwar sehr schlimm sind, aber dass sie auch vorbeigehen und dass er auch wieder glücklich sein kann. Es ist ein schwerer Weg, den man als Depressiver gehen muss. Ein Rückschlag wie der nach dem Klinikaufentalt deines Vaters gehört dazu. Das heißt aber noch lange nicht, dass man aufgeben muss.
Ich hoffe du und deine Mutter finden bald wieder einen Zugang zu ihm.
Viele Grüße von Astrantia