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Depressionen und dem Alkohol so schlimm, er haut von zu Hause ab und betrinkt sich in ner Bar, er nimmt sich die Ersatzschlüssel seines Vaters und betrinkt sich in seiner Wohnung usw, usw. Dazu eben die Depressionen. Mit ihm ist nix anzufangen. Er weist sich aber selber nicht in die Klinik ein (man kann einen wohl nicht einweisen lassen?) und lässt sich nicht helfen. Wir wissen nicht mehr was wir machen sollen.
Hallo Imleylo,
ist das mit Deinem Schwiegervater immer so oder tritt dass irgendwie Phasenweise auf?
Du scheibst Ihr wisst nicht mehr ein noch aus....
Macht er denn noch was anderes außer trinken und die Medikamente nicht zu nehmen. Ohne das jetzt kleinreden zu wollen....
Ich meine, gefährdet er sich oder Andere in irgendeiner Weise?
Und dann noch herzlich Willkommen hier!
Gut dass Du den Mut gefunden hast zu fragen.
Vielleicht können wir Dir alle gemeinsam weiter helfen....
LG
Don
Hallo Imleylo,
das klingt nach einer bipolaren Störung, ohne das ich hier eine Diagnose abgeben will.
Aber die wechselnden Phasen lassen dies eventuell vermuten.
Wie ist er denn, wenn es ihm gut geht?
Und die zweite Frage.
Warum rappelt er sich an den schlechten Tage denn überhaupt auf und bleibt nicht auf dem Sofa?
Muss er denn aufstehen oder will er es unbedingt?
Weißt Du, Alkohol ist ein scheinbarer Helfer bei Depressionen.
Ich habe mich selbst jahrelang mit Alkohol therapiert.
Eigentlich ohne es zu merken oder zu wollen.
Mir ging es nach ein paar Glas einfach besser.
Naja, am Ende hätte mich das Zeug fast umgebracht....
Irgendwie müsste Dein Schwiegervater begreifen, dass er krank ist. (Gibt es denn eine Diagnose von einem Arzt?) und das ihm die Medikamente besser helfen als der Alkohol.
Und auch nur dann, wenn er sie auch in den guten Zeiten nimmt.
Was meinst Du?
Gäbe es einen Weg dorthin?
Vielleicht ein befreundeter Therapeut oder ein guter Seelsorger in einer christlichen Gemeinde oder so etwas in der Art?
Oder Jemanden, dem er wirklich vertraut?
Also wirklich als allerletzten Schritt, kann man prüfen lassen, ob er noch Herr über seine Entscheidungen ist.
Doch vorher sollte man erst alle anderen Optionen ausschöpfen.
Da haben wir gleich mehrere Sachen auf dem Tisch.
Zum einen müsstest Du verstehen lernen, was eine Depression ist und was sie mit einem Menschen macht.
Das würde ich gern in einem Extra-Thread klären, wegen der Übersichtlichkeit.
Machst Du bitte einen auf dazu...?
Das ist wirklich wichtig!
Und dann müsste man versuchen, dass Problem mit Deinem Schwiegervater zu lösen.
Wie, weiß ich selbst noch nicht so ganz, aber mir fällt bestimmmt noch was ein.
Gib mir mal ein bisschen Zeit....
Als erstes würde ich seinen Arzt vom richtigen Stand der Dinge unterrichten.
Er hat wahrscheinlich ein völlig falsches Bild von der Lage, wenn Dein Schweigervater schauspielert.
Das muss aber mit dem Ziel geschehen, den Arzt wirklich sachlich zu sagen was los ist.
Mal ganz losgelöst von all den unangenehmen Emotionen, die Dein Schwiegervater bei Dir auslöst. Einfach sachlich berichten.
Und dann wäre es wichtig, jemanden zu haben, dem Dein Schwiegervater vetraut.
Jemand, von dem er auch eine unangenehme Wahrheit annimmt.
Am besten Jemand aus der Familie....
Vielleicht könnt auch der Arzt nochmal ernsthaft mit ihm reden?
Gibt es da jemanden?
Hallo Imleylo,
ich bin selber depressiv, trinke jedoch nie. Warum ich Dir antworte, in meiner Familie hatte ich eine nette Tante. Vermutlich war sie, wie ich erblich belastet mit einer Depression. Das hat früher kaum ein Arzt festgestellt. Sie trank sehr viel. Mich hat das als junge Frau sehr belastet. Ich bin irgendwann zu einer Selbsthilfegruppe für Angehörige von Alkoholikern gegangen, weil ich selber nicht weiter wußte. Da gabs gute Gespräche und mir wurde einiges deutlicher.
Was ich sagen möchte, ist ihr müsst auf Eure eigene Kraft nun aufpassen.
So schlimm es Eurem Schwiegervater auch ist, ihr müsst nun auch für Euch was tun, wenn er sich mit dem Trinken umbringt. Tabletten und Alkohl ist in Kombination nicht toll. Er muss aber selber drauf kommen, das kann schwer sein.
Ich wünsche Euch Kraft!
Liebe Imleylo,
erstmal auch ein herzliches Willkommen hier. Nachdem ich
die Geschichte mit deinem Schwiegervater gelesen habe,
entsteht in mir der Eindruck, dass er sich schon fast auf-
gegeben hat, in Nikotin und Alk. noch Trost und Liebe sucht.
Man müsste wieder einen Sinn für ihn finden, dass er mor-
gends wieder gerne aufsteht................................................
wie wäre es denn wieder mit einem Hund....................................
oder wenn seine Frau mehr zu Hause wäre, mit ihm Dinge
unternehmen könnte, anstatt zu arbeiten...............................
oder ist man auf das Geld angewiesen?
Wenn ein Mensch einen Sinn, eine Aufgabe im Leben gefunden hat, kann
das wirklich Kräfte freisetzen. Ohne Sinn, ohne Aufgabe
kann das alles aber sehr zermürbend sein.
liebe Grüsse,
Bär mit Hund



Danke für die schnelle Antwort.
Also es tritt immer Phasenweise auf. Meistens so in den Wintermonaten oder wenn ihn etwas belastet ("jetzt", es war im Oktober, fing es durch den Tod des Hundes an). Er geht auch nicht mehr arbeitet. Er kriegt schon lange Rente auf Grund der Krankheit. Er macht Arbeiten am Haus, aber wenn es so schlimm ist, kann er sich nicht zu etwas aufrappeln. Und meine Schwiegermutter ist viel arbeiten - sie ist selbstständig.
Er gefährdet sich schon. Die Ärzte haben gesagt, wenn er so weiter macht geben sie ihm noch 5-8 Jahre oder so. Letztens hat er mal wieder so viel getrunken und es war wohl wieder schlimm (ich war nicht dabei), da hat ihn meine Schwägerin in die Psychiatrie gebracht. Die haben ihn dort nur behalten weil er 1,2 Promille hatte und wurde nächsten Tag wieder entlassen. Und bleiben wollte er auch nicht. Aber so kann es ja nicht ständig weitergehen. Es ist ja auch ne riesen Belastung für die Familie...