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5 Antworten [Letzter Beitrag]
LeonH
Offline
Lebt sich ein
Beigetreten: 28.01.2012

Hallo miteinander,

bin zufällig auf dieses Forum gestoßen; werde mich wohl mal beteiligen im "Forum für Christen".

Kurz zu mir: männl., Anfang 40, 2009 Diagnose Depression, Medikation (Citalopram, später dann Venlafaxin); ps.-somatische Beschwerden (besonders morgens Unruhezustände, Herzrhythmus-Störungen und das Gefühl, dass mir ein Dinosaurier auf der Brust steht); Konzentrationsstörungen; Arbeiten ging gerade noch so, mehr nicht. Habe Familie. 2010/2011 ambulante Verhaltenstherapie; Medikamente abgesetzt im Sommer 2011; seit Dez. 2011 wieder ähnliche Probleme...

Das mal nur kurz; muss mich gleich mal um die Kinder kümmern - mehr später.

Bis bald.

LeonH

P.S.: Sind Münchner hier??

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bär
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Forenurgestein 3.700 Beiträge

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Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
herzlich willkommen Leon..

hallo lieber Leon,

ich komme jetzt nicht aus München, aber aber aus aus dem Süden, aus

dem Schwabenland. Aber meine grosse Tochter wohnt in München.

Schön dass du uns gefunden hast.

Ich finde es toll, wie du dich um deine Kinder kümmerst. Mir ging das

genauso, meine Kinder gaben mir ganz viel Kraft in meiner Depression,

Kraft um durchzuhalten, nicht aufzugeben.

Ich wünsche dir hier, dass du Anregungen bekommst, Hoffnung, Mut,

nicht aufzugeben.......................................................................................

Schreibe, lese hier mit, gemeinsam können wir eine Depression besser

bewältigen, alss alleine. Wir wissen hier alle, wie unendlich schwer es sein

kann, mit einer Depri zu leben. Auch wenn geteilte Ratlosigkeit eine

gemeinsame Ratlosigkeit ist.

Mir geht es genaus so wie dir, am frühen Morgen sind die Depressionen

am schlimmsten...................................................................................

im Laufe des Tages wird es langsam besser.

Deshalb lasse ich mir morgends mehr Zeit, und es hilft mir, den Tag mit

Sport zu beginnen. Das ist jetzt aber nur mal meine persönliche 

Variante........................

In diesem deinem Alter spielt vielleicht auch noch die "Midlifekrise" eine

Rolle, was das Ganze noch möglicherweise verstärkt.

viele liebe Grüsse,

hund und bär.

 

LeonH
Offline
Lebt sich ein
Beigetreten: 28.01.2012
Update

Hallo Hund und Bär,

danke für die einfühlsamen Zeilen.

Kurz als Update: War am Montag bei meinem neuen Hausarzt und habe wohl ein ziemlich erbärmliches Bild abgegeben. Hat mich sofort wieder auf 150mg Venlafaxin gesetzt und mir "wenn Sie es brauchen" Lorazepam gegeben.

Ich gehe noch zur Arbeit, habe aber deutliche Konzentrationsprobleme. Nach der ersten Einnahme von Venlafaxin (nach über halbjähriger Medikamentenfreiheit) waren auch schon die Nebenwirkungen wieder da (Zittern, verstärktes Schwitzen) - aber alles das ist besser als die ekelhaften Zustände morgens, das Herzstolpern und die Enge in der Brust den ganzen Tag. Hoffe, dass es bald gut anschlägt.

Da ich in einem ziemlich stabilen familiären und beruflichen Umfeld lebe, war kein besonderer Auslöser erkennbar; mein Hausarzt meinte deshalb, das ganze spiele sich in der Hirn-Chemie ab, weshalb man eben medikamentös gegensteuern müsste. Er meinte "Man nimmt doch auch nicht einem Diabetiker sein Insulin".

Freue mich auf weitere Austausch hier im Forum.

LG, Leon

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Glimmender Docht
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Forenurgestein 150 Beiträge

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Deutschland
Beigetreten: 25.06.2010
Stoffwechselstörung

Hallo Leon,

ich finde es echt gut, dass Du nicht lange gewartet hast, sondern möglichst zügig zum Arzt gegangen bist, um Deine Situation zu schildern. Es wird eben nicht von selbst besser, ist auch nicht (nur) durch den Willen zu steuern. Mein Neurologe hat mir erklärt, dass es sich bei vielen Depressionsformen um eine Stoffwechselerkrankung der Nerven handelt, die einfach durch Medikamente behoben werden muss. Den Spruch mit dem Diabetiker und dem Insulin habe ich hier im Forum auch schon häufiger gebraucht.......mit wenig Erfolg.

Ich nehme seit einigen Jahren 20mg Citalopram und zum besseren Schlafen 25 mg Doxepin am Abend. Damit komme ich sehr gut zurecht. Lorazepam 1mg  habe ich auch als "Nothelfer" vom Hausarzt bekommen, damit ich Panikattacken sofort begegnen kann. Ich weiß, dass diese Dinger nicht ganz ungefährlich sind und abhängig machen können, aber ich denke, ich habe das gut im Griff.
Ob ich die Depressionen je wieder loswerde, darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich bin zufrieden, dass ich damit umgehen kann und sie mich nicht zu sehr behindern.
Ist das nicht auch etwas, worüber man sich freuen kann?

Dir alles Gute, und dass es bald wieder aufwärts geht!

LG
Ruth

Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind (Jes.8,23)

LeonH
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Lebt sich ein
Beigetreten: 28.01.2012
Kurzes Update

Hallo alle,

vielen Dank für Eure netten Zeilen. Bin nun schon knapp zwei Wochen wieder "auf Drogen" (Venlafaxin 150mg); das Lorazepam habe ich kaum angerührt, weil ich sowieso den ganzen Tag müde bin. In der ersten Woche habe ich mich gefühlt wie ein Zombie mit Parkinson, dem man das Gehirn rausgeschossen hat - zittrig wie unter Strom und z.T. völlig verplant...
Jetzt - am Ende der zweiten Woche - geht's schon besser; jedenfalls keine Herzprobleme mehr, aber immer noch bleierne Müdigkeit und leichte Konzentrationsprobleme. Wäre froh, wenn ich die Dosis bald halbieren könnte. Bin nächste Woche beim Neurologen - mal sehen, was er mir Feines aus seinem Giftschrank mitgibt...

Liebe Grüße allerseits

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bär
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Forenurgestein 3.700 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Medikamente.....

Lieber Leon,

ich hatte jetzt auch wieder einen Rückfall, und musste meine Me-

dikamente erhöhen, du siehst, du bist hier nicht alleine. Aber

schön, dass es dir wieder etwas besser geht.

Weisst du, es sind nicht nur die Tabletten, es ist die Depression,

plus unsere Medikamente. Leider brauchen die ihre gewisse

Vorlaufzeit, aber nach einer gewissen Zeit, hat man die Ein-

stellungsphase überwunden. Klappt nicht immer, man muss

wieder neu ausprobieren, aber lieber Leon, was sollen wir

denn sonst machen. Bei allen guten Therapien, wenn es hart

auf hart kommt, helfen in erster Linie nun mal die Tabletten.

Wenn man einigermassen stabilisiert ist, und sich wieder mehr

konzentrieren kann, dann kann auch wieder eine Therapie in

Frage kommen.

Aber schön, dass du ein gutes und stabiles Familien- und Ar-

beitsumfeld hast, das hilft enorm viel.

Wünsche dir jetzt mal ganz feste, dass diese Herzbeschwerden

und die Müdigkeit nachlassen, du ganz langsam wieder aufatmen
kannst, schäme dich nicht, und mache dich nicht selbst klein,

versuchen wir es so anzunehmen wie es ist.

viele liebe Grüsse,

hund und bär.