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Im falschen Körper

Keine Antworten
Xar
Offline
Lebt sich ein
Beigetreten: 11.11.2011

 Depression, Vereinsamung, Soizidgedanken. 
Folgen die aus dem Gefühl entstanden, im falschen Körper zu sein.
Jeden Tag, 365 Tage im Jahr, seit meiner frühsten Kindheit.
Als Kind reagierte ich auf diese Gefühle in dem ich mich isolierte. Als ich 8/9 war begann ich eine kurze Rebelion, ich versuchte mich mit anderen Kindern anzufreunden und zu sein wie ich mich fühlte, doch ich stieß auf Ablehnung weil ich anders war. Ich wurde zum Außenseiter und oft das Ziel von Mobbing. In der 8. Klasse brach ich nach einer Sportstunde unter dem immer heftiger werdenen Mobbing zusammen. Ich wechselte auf eine andere Schule, und dann wieder auf eine andere. Ich hatte erkannt das ich psychisch krank war, doch anstatt den Mund auf zu machen, behielt ich es für mich. Ich versuchte mein körperliches Geschlecht zu akzeptieren, passte mich an und fand in der Berufsausbildung Freunde( doch niemanden ließ ich nah an mich ran/ mied Körperkontakte und war immer gut drauf, ging auf zu viele Partys und tötete mit Alkohol meinen Frust ab). Alles fühlte sich falsch an, ich begann mich zu hassen und auch alle anderen. Im dritten Jahr hatte ich täglich Soizidgedanken. Zerschlug Spiegel und Geschirr. Ich schlug mich selbst um so meinen inneren Schmerz zu überdecken, bis ich blaue Flecken bekam. Als ich es nicht mehr aushielt, wählte ich. Springen oder mir Hilfe suchen. Ich redete endlich mit meiner Mum, dann mit Freunden und machte schließlich eine 2 jährige Therapie. Die Zeit war hart, nach jeder Sitzung brauchte ich 2/3 Tage um mich wieder eingermassen zu fangen. Doch ich wusste nun das ich nicht psychisch krank war. Ich war nur ein Irrtum der Natur, bei dem Körper und Geist nicht das gleiche Geschlecht bekommen hatten. Ich wollte eine Umwandlung. Doch diese wurde abgelehnt, stattdessen schlug man weitere Therapien vor, unter mir absurden Begründungen. Ich brach die Sitzungen auf der Stelle ab als ich das hörte, fühlte mich missverstanden und verraten. Seit dem ist fast ein Jahr vergangen.
Ich lebe vor mich hin, verfalle in alte Muster, was ich aber nicht will. Ich habe Angst. Angst mich zu verlieren. Angst total abzustürzen wenn ich in einer depressionsphase gefangen bin.

 Es wird immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht. Hermann Hesse