Ich würde ja gerne mein Leben hier reinsetzten.
Ich habe immer alles auf Etappen aufgeschrieben, hätte aber immer das Datum dazusetzen sollen.
Aber ich weis nicht ob ich euch das antun kann, es ist in meinem PC auf 4 DIN A4 Seiten verteilt, das gibt einen ellenlangen Beitrag hier drinn.
Wenn ihr es trotzdem lesen wollt, dann sagt mir Bescheid, dann setzte ich es rein.
Liebe Grüße Distel
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben





Liebe Distel,
es sind doch viele Seiten, vielleicht kannst du es etwas kürzen.
Mir darfst du es ruhig persönlich senden, unter Nachrichten.
Jeder im Forum der es auch lesen möchte, könnte sich ja bei dir
melden, und du sendest es dann wieder persönlich.
Ich lese persönliche Lebensgeschichten immer recht gerne, weil
es so viele verschieden Formen von Depris gibt, wie Menschen die
darunter leiden. Gut, manches kann man schon grob zusammenfassen,
aber jeder Mensch erlebt seine Depri oft anders.
Und doch versucht die Depri bei allen, die Lebensqualität zu mindern,
und da denke ich, müssen wir gegensteuern.
Wir Depris haben auch ein Recht zu leben, zwar mit Einschränkungen,
aber wir wollen alle so gut wie möglich leben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
viele liebe Grüsse,
bär mit hund
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Mit sechzehn Jahren habe ich meinen ersten Mann kennen gelernt.
Nach Außen war er am Anfang ein hilfsbereiter Mensch dem niemand Gewalt zugetraut hätte. Denn er schlug fast immer gezielt zu, so dass keine blaue Flecken oder Verletzungen im Gesicht oder Hals zu sehen war, keiner hätte mir geglaubt dass er so gewalttätig war.
Ich musste dann eine Ausrede für die Öffentlichkeit erfinden, wie das passiert ist.
Es gab Tritte im Schwimmbad, im Auto hat er während der Fahrt mir mit voller Wucht mit der Rückhand auf den Mund geschlagen,
es hat fürchterlich geblutet, die Reaktion von ihm war: "warum hälst du auch nicht das Maul."
Das sind jetzt nur einige Beispiele.
Liebe Grüße Distel
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
3. Teil
Ab 1998 versuchte mich ein neu eingestellter Stellvertreter für meinen Chef, als schlecht arbeitende Mitarbeiterin hinzustellen, weil ich ihm auf einige Fehler hinwies, die er gemacht hatte.
Aber als ihm das nicht gelang, unterstellte er mir Betrug mit der Arbeitszeitkarte. Da das nicht stimmte, konnte er es nicht nachweisen, aber er drehte es so dass es die ganze Abteilung mitbekam.
Und keiner der Kollegen stand mir zur Seite, weil die meisten von ihm abhängig waren.
Ich bekam Magenschmerzen, stark vermehrte Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, wenn ich morgens zur Arbeit musste.
Nachts konnte ich nicht mehr schlafen worauf ich dann tagsüber so müde wurde das ich öfters am Arbeitsplatz einschlief.
Ich schaffte mein Arbeitspensum nicht mehr, man nahm mir die Leitung der Geschäftsstelle ab und steckte mich in die Ablage.
Die Symptome der Krankheiten wurden immer stärker und die Fehlzeiten häuften sich dementsprechend.
Im Februar Einweisung ins Schlaflabor um nach den Ursachen der Schlafstörungen zu suchen. Das Ergebnis war, das alles nervlich bedingt sei.
Im Frühjahr 2000 bekamen wir noch massiven Ärger mit unseren damaligen Vermieter, wir suchten nach einer neuen Wohnung was uns auch recht schnell gelang.
Aber erst stand uns noch im Mai die Renovierung und Umzug meiner jüngsten Schwester bevor.
Wärendessen bekam ich dann eine Gallenkolik und musste dringend ins Krankenhaus und wurde operiert. In dieser Zeit ist der Mann meiner jüngsten Schwester eine Woche nach ihrem Umzug gestorben.
Im August mussten wir dann umziehen.
Ich probierte nach dem Umzug wieder zu arbeiten, was ich aber nicht lange unter diesen Bedingungen aushielt.
Es fand dann eine Unterredung statt, mit Betriebsrat, Personalchef, mein Abteilungsleiter und sein Vertreter . Es sollten die Anschuldigungen besprochen werden.
Die damit endete das ich als Märchentante und Lügnerin hingestellt wurde. Das gab mir dann den Rest, ich wurde, dann, weil mir die Nerven einfach durchgingen, sehr laut und habe die Unterredung einfach abgebrochen.
Ich war dann wieder krankgeschrieben, worauf dann am 20 Dezember 2000 die Kündigung kam mit eine Auslauffrist bis zum 30.06.01 und ich nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen brauche, das sie als sehr groszügig hinstellten und das nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Ich schaltete dann einen Rechtsanwalt ein, der das alles für mich erledigte und holte noch einen Monat Fristverlängerung und eine gute Abfindung raus.
Im Januar bis April 2001 Aufenthalt in einer Tagesklinik, in der ich dann mit Gesprächstherapie und Medikamenten behandelt wurde.
Mir ging es danach sehr gut
Ich habe mich dann kurz vor dem Ende der Kündigungsfrist arbeitslos gemeldet, fand dann schnell eine Arbeitstelle, konnte sie am 01.10.2001 antreten.
Dann kam nach 14 Tagen der nächste Schlag. Meine jüngste Schwester rief mich an und teilte mir mit, dass unsere Schwester mit einer Gehirnblutung im Krankenhaus liegt. Sie war im Koma, ist zwar noch operiert worden, aber sie wachte nicht mehr auf. Ich war ab den dritten Tag bis zu ihrem offiziellen Tod fünf Tage jeden Tag am ihrem Bett.
Sie war Organspenderin und die Giftstoffe mußten erst aus den Organen sein um sie zu spenden.
Durch diesen Schlag wieder krank und anschließend wieder arbeitslos.
Im Februar meldete ich mich dann übers Arbeitsamt an einem EDV Kurs an.
Es machte großen Spaß und ich kam auch ganz gut mit.
Doch dann fing es wieder an, erst war ich einen Tag krank, ich hatte Durchfall, dann kam eine Erkältung, von da an war ich wieder länger krank.
Konnte morgens nicht aufstehen, weil ich sehr müde war, obwohl ich da nachts noch keine Schlafstörungen hatte, zumindest war es mir nicht bewusst.
Die Schule meldete mich dann beim Arbeitsamt ab, da das Lernziel bei dieser langen Fehlzeit nicht mehr erreicht werden konnte, das war ungefähr Mitte – Ende Mai 2002
Von da an ging es mir fast nur noch schlecht., wieder Schlafprobleme und Alpträume
Hinzu kamen dann noch die körperlichen Beschwerden, Kreuzschmerzen im Lendenwirbelbereich, Schmerzen in der Schulter, Ellenbogen, in den Händen, was vom Halswirbel kommt wo ein starker Verschleiß an den Knorpeln vorliegt,( Gelenksatrose) und Migräneanfällen,
morgens sehr starker Unruhe und Zittern.
Hinz kamen zwanghafte Horrorvorstellungen von Unfällen und schweren Krankheiten der Familie und Freunde.
Hatte Todesangst, wollte nicht einzuschlafen, hatte Angst zu sterben. Das hatte ich schon in meiner Kindheit.
Ich ging nur noch aus dem Haus, nur wenn es unbedingt erforderlich war und wenn dann nie alleine.
Die Bilder meiner schlimmen Kindheit und die meiner beiden gescheiterten Ehen, eine wegen Alkohol, die zweite wegen Gewalt, kommen mir auch immer öfters wieder.
Ich war ab Ende November 2002 dann 2 Wochen in der Psychiatrischen Klinik in Schlüchtern.
Dann Januar 2003 für ca. 2 ½ Monate in der Tagesklinik in Gelnhausen, doch die Behandlung hat auch nicht lange angehalten. Im Nov/Dez habe ich es dann noch mal in der Tagesklinik in Gelnhausen probiert, was ich aber nicht mehr geschafft habe. Ich war dann mittlerweile so am Boden zerstört, dass ich nicht mehr garantieren konnte, dass ich mir wirklich nichts antun würde in meiner großen Verzweiflung.
Also meldete ich mich Mitte Dezember 2003 stationär in der Psychiatrischen Klinik in Schlüchtern wieder an. War dann dort bis Mitte Januar 2004.
Dort litt ich mit jedem Patienten mit.
Auch träumte ich oft noch von meiner toten Mutter, die ich nach über 13 Jahre immer noch sehr vermißte. Mein Schwitzen belastete mich auch so sehr das ich davon Alpträume bekam.
Eines Nachts träumte ich von einem Vater dem ich verziehen hatte und ich dann ein sehr gutes und inniges Verhältnis hatte.
Als ich dann aufwachte war ich unsagbar traurig dass ich nie so einen Vater hatte, denn dieser Mann hatte so gar nichts mit meinem Vater gemein, er glich sehr meinem Mann.
Auch machte ich mir Sorgen um meinen Mann. Zwei Wirbel sind bei ihm kaputt, er hat ständig Schmerzen. Außerdem hat eine unheilbare Augenkrankheit die irgendwann zur Blindheit führen kann.
Trotz seinen eigenen Problemen stand mein Mann in dieser ganzen Zeit voll hinter mir, obwohl es bestimmt nicht leicht war für ihn. Dafür und wegen vielen anderen Sachen liebe ich ihn immer noch so wie am Anfang.
Aber er hat zwischendurch immer wieder angefangen zu trinken und ich habe ihm immer wieder geglaubt, wenn er sagte, er trinkt nicht mehr.
Zwischendurch habe die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragt und bekomme sie seit Juni 2003 auf Zeit. Die ich dann immer wieder auf Antrag verlängert bekommen habe.
Die Talfahrt war hier zu Ende, es ging in ganz kleine Schritten aufwärts, aber es dauerte noch lange.
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Aber last euch dadurch nicht abringen immer wieder zu versuchen mit Menchen darüber zu reden, es hilft nur reden und dann auch selber mitzuarbeiten, an auch sich zu arbeiten.
Auch wenn ich ein par mal durch die Hölle gehen mußte, und im Moment ein wenig gebeutelt bin durch ein anderes ehenmals sehr großes Forum , trotzdem ich habe es geschafft wieder zu leben und
Es ist zu schaffen.
Viele Liebe Grüße Distel
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Hallo Distel,
wenn es Dir nichts ausmacht, möchte ich Dich mal ganz herzlich umarmen und drücken. Zumindest virtuell! 
Danke für das Mitteilen Deiner Geschichte! 
Ralf
Machs wie Gott - werde Mensch
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
liebe Distel,
möchte mich auch bedanken für deinen Mut.................................
Bin noch gar nicht ganz durch, im Nachdenken......................
weisst du, ich bin etwas langsamer, bin auch Beamter.................
liebe Grüsse
bär mit hund hund ist schneller wie ich........................
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Ein Wunder, dass Du noch stehst!
Fühl Dich auch von mir in den Arm genommen...
Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Ralf nein, es macht mir nichts aus, ich nehme die Umarmung dankbar an. 
Lieber Bär, nicht nur Beamte sind langsam im Denken, aber die, die langsam sind, denken intensiver nach.
Don Limpio, ja das habe ich mich oft gefagt, werde ich wieder aufstehen können, es gab Zeiten, da habe ich nicht daran geglaubt, aber es kommt immer anders als man denkt
Ich danke euch für eure Antwort, ja es war eine schlimme Zeit.
Aber ich weis es auch zu schätzen wie gut es mir jetzt geht, so gut wie noch nie in meinem bisherigen Leben.
Und ich bin sehr dankbar, dass es das Schicksal doch noch gut mit mir gemeint hat und das Leben, dass ich jetzt leben darf, geschenkt hat.
Und durch das andere Forum weis ich, dass es noch sehr sehr viel schlimmere Geschichten gibt, da denke ich manchmal, mir ist doch noch viel erspart geblieben.
Wie viele müssen das alles allein durchstehen, haben niemand an ihrer Seite, wie ich es während der Deprihölle hatte.
Und ich wollte damit zeigen, man kann es schaffen wenn man leben will, aber man muß es wirklich wollen und dann auch an sich arbeiten.
Vielleicht kann ich anderen damit mehr Mut machen um weiter durchzuhalten, wenn sie grade denken, es geht nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr.
Menschen, die bis jetzt keine Hilfe in Anspruch nehmen wollten, es vielleicht doch zu tun, denn man muß nicht alles ohne Hilfe schaffen, sich auch trauen zu sagen:
OK ich brauche Hilfe. Ich weis dass es für viele sehr sehr schwer ist, dass zuzugeben.
Und ich habe noch einen Kampf gewonnen, mein Mann trinkt seit über 1 Jahr keinen Tropfen Alkohol mehr.
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Liebe Distel,
oh je, da hast du ja viel mitmachen müssen, in deinem Leben,..........
Leider beginnt vieles im eigenen Elternhaus, wo man eigentlich
Annahme, Liebe, Geborgenheit finden sollte.
Und was musst du erleben, unkontrolliertre, schwer verletzende Ereignisse. Gefühe der Angst, der Minderwertigkeit und der Hilflosigkeit. Und diese Gefühle gehen mit dir, und in allen
schwierigen Lebenssituationen kommen sie immer wieder hervor....
bis hin zur Depri............................................
Aber jetzt freue ich mich ganz arg für dich, dass es dir besser geht,
und du neues Selbstvertrauen hast.
Dein Lebenshaus steht fest, und die Fennster und Türen sind am
richtigen Platz. Mag es hier und da noch hereinregnen, dann weisst
du, was du tun musst.
Das wünsche ich dir ganz arg, viele gute Jahre, und dass dein Mann
nicht mehr zur Flasche greift,.................................................
viele liebe Grüsse
ein immer noch nachdenklicher bär mit hund
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben



Land
Meine Mutter arbeitete zum Teil Nachts, um morgens zu schlafen während wir in der Schule waren.
Und das alles nur weil etwas nicht richtig war oder er einfach schlechte Laune hatte.
Doch die Angst, wenn er das überlebt hätte, dass er sich dann rächt an mir oder an meiner Mutter, war zu groß.
Als ich dann acht Jahre alt war kam dann noch meine jüngste Schwester auf die Welt. Als Älteste musste ich natürlich auf sie aufpassen, sie zum Teil wickeln, füttern und spazieren fahren.
Er sagte: "sei froh das ich nicht aufstehen konnte, sonst hättest du das nicht überlebt."
Er hätte es auch gemacht, davon bin ich heute noch überzeugt.
Als mein Vater dann nicht mehr in die Kneipe gehen konnte, musste ich dann immer seinen Weinvorat im Laden oder auch Abends in einem Lokal besorgen. Meine Mutter hatte deswegen oft kein Geld um etwas zu Essen zu kaufen. Also gab es Schläge wenn kein Alkohol da war oder wenn es nicht genug zu Essen gab.
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor unserem Vater weiterhin schützen könnte..
Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf. Denn es waren die ersten Jahre wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte. Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiterschlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst. Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint. Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war zu groß.
Ende der Kindheit. Ich weis, dass es viel schlimmere Erlebnisse gibt, dass einige noch mehr ertragen mußte, doch für mich war es die Hölle und besser wurde es auch nicht, aber dass kommt im 2. Teil Lieben Gruß Distel
Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen