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Ich würde ja gerne mein Leben hier reinsetzten.

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Matzi
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Ich  habe immer alles auf Etappen aufgeschrieben, hätte aber immer das Datum dazusetzen sollen.
Aber ich weis nicht ob ich euch das antun kann, es ist in meinem  PC auf 4 DIN A4 Seiten verteilt, das gibt einen ellenlangen Beitrag hier drinn.
Wenn ihr es trotzdem lesen wollt, dann sagt mir Bescheid, dann setzte ich es rein.
Liebe Grüße Distel

Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen

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bär
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Liebe Distel, es sind doch

Liebe Distel,

es sind doch viele Seiten, vielleicht kannst du es etwas kürzen.

Mir darfst du es ruhig persönlich senden, unter Nachrichten.

Jeder im Forum der es auch lesen möchte, könnte sich ja bei dir

melden, und du sendest es dann wieder persönlich.

Ich lese persönliche Lebensgeschichten immer recht gerne, weil

es so viele verschieden Formen von Depris gibt, wie Menschen die

darunter leiden. Gut, manches kann man schon grob zusammenfassen,

aber jeder Mensch erlebt seine Depri oft anders.

Und doch versucht die Depri bei allen, die Lebensqualität zu mindern,

und da denke ich, müssen wir gegensteuern.

Wir Depris haben auch ein Recht zu leben, zwar mit Einschränkungen,

aber wir wollen alle so gut wie möglich leben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

viele liebe Grüsse,
bär mit hund

 

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Matzi
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Mein Leben vorher und nacher, bin jetzt 59 Jahre
 Ich setze es in Teilabschnitten rein.
 
1. Teil meine Kindheit
Mein Vater war ein sehr starker Alkoholiker, er trank Wein und Schnaps, ging ständig in Kneipen und vertrank seine Rente (er war Frührentner). 
Meine Mutter arbeitete zum Teil Nachts, um morgens zu schlafen während wir in der Schule waren. 
Mein Vater war, wenn er getrunken hat sehr gewalttätig und er war fast jeden Tag betrunken.
Er schlug meine Mutter oft grün und blau, auch vor uns Kindern macht er keinen Halt. Er schlug mit allem was er in die Hand bekam, Schürhaken, Gürtel, Kochlöffel oder schmiss mit Gegenständen nach uns. 
Und das alles nur weil etwas nicht richtig war oder er einfach schlechte Laune hatte. 
Besonders eine Nacht war sehr, sehr schlimm, ich weis nicht wie es angefangen hat. 
Ich bin in der Nacht wegen des lauten Krachs meiner Eltern wach geworden und mein Vater war krank. Vielleicht wollte er Alkohol haben und meine Mutter konnte ihm keinen geben, weil wir nichts hatten, das weis ich nicht mehr genau.  Plötzlich nahm er eine volle Wasserflasche und warf nach ihr. Er hat sie zum Glück nur am Bein getroffen, aber es hat fürchterlich geblutet. Das Bein war eine offene Wunde. 
In dieser Nacht hatte ich zum ersten Mal Mordgedanken meinem Vater gegenüber. Wenn ich schon etwas älter gewesen wäre (ich war gerade sieben Jahre alt) hätte ich wahrscheinlich versucht ihm etwas anzutun. 
Doch die Angst, wenn er das überlebt hätte, dass er sich dann rächt an mir oder an meiner Mutter, war zu groß. 
Diese Nacht ging meine Mutter das erste Mal von meinem Vater weg. Sie ging mit uns (bis dahin nur zwei Kindern) zu Bekannten.  Doch nach langen Betteln von Seitens meines Vaters und weil er krank war, ging sie wieder zurück zu ihm.  Was natürlich ein großer Fehler war, denn es ging weiter wie bisher. 
Meine Mutter musste, wenn er Sex haben wollte immer bereit sein, was oft einer Vergewaltigung gleich kam.  Da wir alle im einem Zimmer schliefen, bekam ich das immer mit. 
Als ich dann acht Jahre alt war kam dann noch meine jüngste Schwester auf die Welt.   Als Älteste musste ich natürlich auf sie aufpassen, sie zum Teil wickeln, füttern und spazieren fahren. 
Mit zwei Jahren ist sie dann in ein Auto gelaufen, was sie glücklicherweise gut überstanden hat. Zu meinem Glück war mein Vater damals so krank das er ans Bett gebunden war, sonst hätte er mich totgeschlagen.
 Er sagte: "
sei froh das ich nicht aufstehen konnte, sonst hättest du das nicht überlebt."
Er hätte es auch gemacht, davon bin ich heute noch überzeugt. 

Als
mein Vater dann nicht mehr in die Kneipe gehen konnte, musste ich dann immer seinen Weinvorat im Laden oder auch Abends in einem Lokal besorgen.  Meine Mutter hatte deswegen oft kein Geld um etwas zu Essen zu kaufen. Also gab es Schläge wenn kein Alkohol da war oder wenn es nicht genug zu Essen gab.
Kurz vor meinem dreizehnten Geburtstag sagte ich zu meiner Mutter, das ich es zu Hause nicht mehr aushalte und Angst hatte das er uns doch irgendwann einmal totschlägt, das ich in ein Kinderheim möchte. 
Meine Mutter stimmte dem auch zu, denn sie wusste, dass auch sie uns nicht vor unserem Vater weiterhin schützen könnte..
Meine Mutter ging mit uns zum Jugendamt und innerhalb zwei Tagen waren wir alle drei im Heim.  Vorher habe ich meinem Vater ins Gesicht gesagt, dass ich ihn hasse.  Habe mich aber so hingestellt das er mich nicht fassen konnte und ich wusste wir kommen ja jetzt gleich weg. Aber er wusste vorher nichts davon. Er hätte dass nie zugelassen. Er hätte uns wahrscheinlich so zugerichtet dass wir nirgends mehr wohin hätten gehen können.  Ich habe nicht erfahren wie es meiner Mutter ging als sie ohne uns wieder nach Hausen kam, ich kann es mir nur vorstellen.
Meine Schwestern kamen nach drei Monaten wieder nach Hause, ich bin in dem Heim geblieben.  Aber auch das ging für die beiden nicht lange gut, die ältere der beiden kam auch wieder ins Heim, aber in ein anderes, die jüngste blieb zu Hause, denn sie war sein Liebling. 
 
Dann war ich von Mutter und Geschwister getrennt. Doch aus Angst vor meinem Vater nahm ich das alles in Kauf. Denn es waren die ersten Jahre wo ich ohne Angst vor schlimmen Schlägen leben konnte. Ich wusste zwar, dass er meine Mutter weiterschlagen würde und ich hatte auch sehr große Angst um sie und ich habe sie und meine Schwestern so sehr vermisst. Ich habe viele Nächte vor Sehnsucht geweint. Doch meine Angst dass er mich irgendwann so lange schlagen würde bis ich nicht mehr rühren würde, war zu groß. 
  
Nach zwei Jahren ging ich wieder nach Hause. Da mein Vater nur noch im Bett lag, dachte ich, es könne ja nicht mehr so schlimm ein. Doch auch von da aus machte er uns das Leben noch zur Hölle.  Wenn das Essen ihm nicht schmeckte, wurde es gegen die Wand geschmissen Da meine Mutter ihn sauber machen musste, gelang es ihm immer noch ihr weh zu tun. Als ich sechzehn Jahre alt war wurden wir erlöst. Er ist nach drei Schlaganfällen gestorben. Doch meine Mutter war seelisch und nervlich am Ende. Sie wollte sich das Leben nehmen. Zum Glück konnten wir es verhindern. (Sie ist dann  durch eine Gehirnblutung 1986 mit 67 Jahren gestorben.)
Ende der Kindheit.

Ich weis, dass es viel schlimmere Erlebnisse gibt, dass einige noch mehr ertragen mußte, doch für mich war es die Hölle und besser wurde es auch nicht, aber dass kommt im 2. Teil

Lieben Gruß Distel

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Matzi
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Der Versuch erwachsen zu werden
2. Teil
 
Mit sechzehn Jahren habe ich meinen ersten Mann kennen gelernt
.
Aber auch er war ein Trinker, aber nicht gewalttätig, aber er gab mir nicht den Halt, den ich versuchte in meinem Leben zu finden, wir waren fünf Jahre zusammen, davon zwei Jahre verheiratet. 
Die Mutter von ihm war ebenfalls Alkoholikerin und  da wir bei ihr wohnten und er nicht mit mir in eine eigene Wohnung ziehen wollte, war das nur noch wiederlich und ich trennte mich vom ihm.
 
Doch die Ehe war noch harmlos gegen die zweite Ehe.
Mein zweiter Mann trank zwar keinen Alkohol doch er war sehr gewalttätig. Auch er schlug zu wie mein Vater, nur wenn was nach seiner Meinung nicht in Ordnung war, ob Essen, Haushalt, egal er fand immer einen Grund um zuzuschlagen, und wenn ich versuchte mich zu wehren, ging es erst recht los. Ich durfte mich nicht mal mit Worten wehren. 

Nach
Außen war er am Anfang ein hilfsbereiter Mensch dem niemand Gewalt zugetraut hätte. Denn er schlug fast immer gezielt zu, so dass keine blaue Flecken oder Verletzungen im Gesicht oder Hals zu sehen war, keiner hätte mir geglaubt dass er so gewalttätig war.
Er klemmte mir die Beine zwischen die Tür und Rahmen drückte zu so fest er konnte. Er nahm meinen Kopf und schlug ihn gegen die Wand.
 
Der Sex war nur grausam, ich musste immer wenn er wollte oder er ließ mich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich fühlte mich, als hätte er mich vergewaltigt. Ich habe dann wie ein Brett im Bett dabei gelegen und habe alles über mich ergehen lassen 
Auch ein Nasenbeinbruch habe ich ihm zu verdanken. Ab da verlies ihn seine kontrollierte Gewalt und gab mir eine Kopfnuss auf die Nase. 
Ich musste dann eine Ausrede für die Öffentlichkeit erfinden, wie das passiert ist.

In der Öffentlichkeit demütigte er dann mich wo er nur konnte, auch Gewalttaten passierten dann in der Öffentlichkeit. Es hatten einige Leute mitbekommen, doch es hatte sich keiner eingemischt um mir zu helfen.  
Es gab Tritte im Schwimmbad, im Auto hat er während der Fahrt mir mit voller Wucht mit der Rückhand auf den Mund geschlagen,
es hat fürchterlich geblutet, die Reaktion von ihm war: "warum hälst du auch nicht das Maul."
 Das sind jetzt  nur einige Beispiele. 
. 
Ich habe noch während der Ehe meinen jetzigen Mann kennengelernt, Ein Mann der mich von Anfang an nicht mehr aus dem Kopf ging. Ich wollte es erst nicht wahrhaben, dass ich mich in ihn verliebt habe, ich war ja verheiratet, es durfte also nicht sein.  Doch die Liebe war größer und da mein zweiter Mann immer schlimmer wurde, gestand ich ihm meine Liebe und bei ihm war es genauso.
Dann, als mein Exmann begriff, dass ich jetzt von ihm weggehe, hat er mir dann aus Rache gestanden, dass er mich nach Strich und Faden betrogen hat.
Doch das konnte mich nicht mehr verletzen, nur als ich erfahren hatte, mit wem er es alles getan hatte, habe ich mich nur noch  vor ihm  geekelt
 

Ich zog also bei mein jetzigen Mann ein.  Er hatte mich buchstäblich aus der Hölle rausgeholt, (er hat mir auch beigestanden, als ich meinem damaligen Mann sagte, dass ich von Ihm trennen werde, denn ich hatte Angst dass er ausrastet und mich wieder schlägt.)

Am Anfang merkte ich es nicht, dass auch er ein Problem mit dem Alkohol hatte, denn ich war viel zu sehr verliebt. Auch war er jünger als ich.(fünf Jahre). Ich stellt ihn nach einem bösen Krach vor die Wahl, der Alkohol oder ich. Er hatte sich für mich entschieden.

Es ging ein Jahr lang sehr gut. Es war der der erste Mann der mich achtete, meine Wünsche respektierte auch in Punkto Sex. 
Er traute mir auch etwas zu, ermutigte mich im Beruf. Ich bekam durch ihn viel mehr Selbstvertrauen. Durch ihn nahm ich mich eine leitende Stelle an, die ich mir sonst nie zugetraut hätte. Und ich habe meine Arbeit auch gut gemacht. 

Doch er wurde immer wieder rückfällig. Da er aber mich nie geschlagen hatte, mich nie mit schlimmen Worten beschimpft hatte, wie mein Vater und mein zweiter Mann, auch mich nicht gedemütigt hatte, bin ich bei ihm geblieben und habe um ihn gekämpft gegen den Alkohol. 
Es wurde die Liebe meines Lebens. Und es begannen für mich, trotz seinem Alkoholproblem, die schönsten Jahre seit ich lebe bis Ende 1997.

Liebe Grüße Distel

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Matzi
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Beigetreten: 17.11.2010
Die Deprihölle begann

3. Teil
Ab
1998 versuchte mich ein neu eingestellter Stellvertreter für meinen Chef, als schlecht arbeitende Mitarbeiterin hinzustellen, weil ich ihm auf einige Fehler hinwies, die er gemacht hatte.

Aber als ihm das nicht gelang, unterstellte er mir Betrug mit der Arbeitszeitkarte. Da das nicht stimmte, konnte er es nicht nachweisen, aber er drehte es so dass es die ganze Abteilung mitbekam.

Und keiner der Kollegen stand mir zur Seite, weil die meisten von ihm abhängig waren.

Ich  bekam Magenschmerzen, stark vermehrte Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Schweißausbrüche, wenn ich morgens zur Arbeit musste.

Nachts konnte ich nicht mehr schlafen worauf ich dann tagsüber so müde wurde das ich öfters am Arbeitsplatz einschlief.

Ich  schaffte mein Arbeitspensum nicht mehr, man nahm mir die Leitung der Geschäftsstelle ab und steckte mich in die Ablage.

Die Symptome der Krankheiten wurden immer stärker und die Fehlzeiten häuften sich dementsprechend.

Im Februar Einweisung ins Schlaflabor um nach den Ursachen der Schlafstörungen zu suchen. Das Ergebnis war, das alles nervlich bedingt sei.

 

Im Frühjahr 2000 bekamen wir noch massiven Ärger mit unseren damaligen Vermieter, wir suchten nach einer neuen Wohnung was uns auch recht schnell gelang.

Aber erst stand uns noch im Mai die Renovierung und Umzug meiner jüngsten Schwester bevor.  

Wärendessen bekam ich dann eine Gallenkolik und musste dringend ins Krankenhaus und wurde operiert. In dieser Zeit ist der Mann meiner jüngsten Schwester eine Woche nach ihrem Umzug gestorben.

Im August mussten wir dann umziehen.
Ich probierte nach dem Umzug wieder zu arbeiten, was ich aber nicht lange unter diesen Bedingungen aushielt.

Es fand dann eine Unterredung statt, mit Betriebsrat, Personalchef, mein Abteilungsleiter und sein Vertreter . Es sollten die Anschuldigungen besprochen werden.
Die damit endete das ich als Märchentante und Lügnerin hingestellt wurde. Das gab mir dann den Rest, ich wurde, dann, weil mir die Nerven einfach durchgingen, sehr laut und habe die Unterredung einfach abgebrochen.
Ich war dann wieder krankgeschrieben, worauf dann am 20 Dezember 2000 die Kündigung kam mit eine Auslauffrist bis zum 30.06.01 und ich nicht mehr zur Arbeit zu erscheinen brauche, das sie als sehr groszügig hinstellten und das nach 22 Jahren Betriebszugehörigkeit.

Ich schaltete dann einen Rechtsanwalt ein, der das alles für mich erledigte und holte noch einen Monat Fristverlängerung und eine gute Abfindung raus.


Im
Januar bis April 2001 Aufenthalt in einer Tagesklinik, in der ich dann mit Gesprächstherapie und Medikamenten behandelt wurde.

 Mir ging es danach sehr gut

Ich habe mich dann kurz vor dem Ende der Kündigungsfrist arbeitslos gemeldet, fand  dann schnell eine Arbeitstelle, konnte sie am 01.10.2001 antreten.

Dann kam nach 14 Tagen der nächste Schlag. Meine jüngste Schwester rief mich an und teilte mir mit, dass unsere Schwester mit einer Gehirnblutung im Krankenhaus liegt. Sie war im Koma, ist zwar noch operiert worden, aber sie wachte nicht mehr auf. Ich war ab den dritten Tag bis zu ihrem offiziellen Tod fünf Tage jeden Tag am ihrem Bett.
Sie war Organspenderin und die Giftstoffe mußten erst aus den Organen sein um sie zu spenden.
Durch diesen Schlag  wieder krank und anschließend wieder arbeitslos.
Im Februar meldete ich mich dann übers Arbeitsamt an einem EDV Kurs an.

Es machte großen Spaß und ich kam auch ganz gut mit.

Doch dann fing es wieder an, erst war ich einen Tag krank, ich hatte Durchfall, dann kam eine Erkältung, von da an war ich wieder länger krank.

Konnte morgens nicht aufstehen, weil ich sehr müde war, obwohl ich da nachts noch keine Schlafstörungen hatte, zumindest war es mir nicht bewusst.

Die Schule meldete mich dann beim Arbeitsamt ab, da das Lernziel bei dieser langen Fehlzeit nicht mehr erreicht werden konnte, das war ungefähr Mitte – Ende Mai 2002

Von da an ging es mir fast nur noch schlecht., wieder Schlafprobleme und Alpträume
Hinzu kamen dann noch die körperlichen Beschwerden, Kreuzschmerzen im Lendenwirbelbereich, Schmerzen in der Schulter, Ellenbogen, in den Händen, was vom Halswirbel kommt wo ein starker Verschleiß an den Knorpeln vorliegt,( Gelenksatrose) und  Migräneanfällen,  

morgens sehr starker Unruhe und  Zittern.
Hinz kamen zwanghafte Horrorvorstellungen von Unfällen und schweren Krankheiten der Familie und Freunde.

Hatte Todesangst, wollte nicht einzuschlafen, hatte Angst zu sterben. Das hatte ich schon in meiner Kindheit.

Ich ging nur noch aus dem Haus, nur wenn es unbedingt erforderlich war und wenn dann nie alleine. 

Die Bilder meiner schlimmen Kindheit und die meiner beiden gescheiterten Ehen, eine wegen Alkohol, die zweite wegen Gewalt, kommen mir auch immer öfters wieder.

Ich war ab Ende November 2002  dann 2 Wochen in der Psychiatrischen Klinik in Schlüchtern.

Dann Januar 2003 für ca. 2 ½  Monate in der Tagesklinik in Gelnhausen, doch die Behandlung hat auch nicht lange angehalten.  Im Nov/Dez habe ich es dann noch mal in der Tagesklinik in Gelnhausen probiert, was ich aber nicht mehr geschafft habe.  Ich war dann mittlerweile so am Boden zerstört, dass ich nicht mehr garantieren konnte, dass ich mir wirklich nichts antun würde in meiner großen Verzweiflung.

Also meldete ich mich Mitte Dezember 2003 stationär in der Psychiatrischen Klinik in Schlüchtern wieder an.  War dann dort bis Mitte Januar 2004.
Dort litt ich mit jedem Patienten mit.

Auch träumte ich oft noch von meiner toten Mutter, die ich nach über 13 Jahre immer noch sehr vermißte. Mein Schwitzen belastete mich auch so sehr das ich davon Alpträume bekam. 
Eines Nachts träumte ich von einem Vater dem ich verziehen hatte und ich dann ein sehr gutes und inniges Verhältnis hatte.

Als ich dann aufwachte war ich unsagbar traurig dass ich nie so einen Vater hatte, denn dieser Mann hatte so gar nichts mit meinem Vater gemein, er glich sehr meinem Mann. 

Auch machte ich mir Sorgen um meinen Mann. Zwei Wirbel sind bei ihm kaputt, er hat ständig Schmerzen. Außerdem hat eine unheilbare Augenkrankheit die irgendwann zur Blindheit führen kann.

 

Trotz seinen eigenen Problemen stand mein Mann in dieser ganzen Zeit voll hinter mir, obwohl es bestimmt nicht leicht war für ihn.  Dafür und wegen vielen anderen Sachen liebe ich ihn immer noch so wie am Anfang. 

Aber er hat zwischendurch immer wieder angefangen zu trinken und ich habe ihm immer wieder geglaubt, wenn er sagte, er trinkt nicht mehr.  

Zwischendurch habe die Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragt und bekomme sie seit Juni 2003 auf Zeit. Die ich dann immer wieder auf Antrag verlängert bekommen habe. 
Die Talfahrt war hier zu Ende,  es ging in ganz kleine Schritten aufwärts, aber es dauerte noch lange. 

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Matzi
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Beigetreten: 17.11.2010
Ich fing an den Kopf nach oben zu strecken
4.  und letzter Teil
Nach dem letztem Klinikaufenthalt Januar 2004 habe ich auf einen Platz in der Tagesstätte gewartet, den ich dann im Mai 2004 auch bekommen habe, erst für 3 mal die Woche, mehr habe ich am Anfang nicht geschafft.
Habe nach einem Jahr das bis zur ganzen Woche geschafft, aber nur 6 Stunden täglich.
Und seit dieser Zeit war ich auf dem Weg der Besserung und habe mich immer mehr stabilisiert.
Fing dann an stundenweise in der Behinderten Werkstatt zu arbeiten.
Machte dann seit Juni 2005 eine berufliche Rehahmaßnahme im Berufsbildungsbreich, was mir sehr viel Spaß machte.
 
Seit November 2006 arbeitete im Altenzentrum in Rodenbach, erst als Praktikantin, nach großen Anfangschwierigkeiten hatte ich mich dort gut eingearbeitet.
Mein Selbstwertgefühl hat sich wieder verbessert. 
Ich habe gelernt meine Meinung und Interessen anderen gegenüber stärker zu vertreten und auch dafür einzustehen.
Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, kann ich mich wieder besser zu wehr setzen und auch dabei sachlich bleiben, was mir vorher sehr schwer gefallen ist und das auch mit sehr viel Bauchweh, mir war dann immer richtig schlecht.
Mir war dabei immer noch bisschen unwohl, aber wenn dann alles ruhig über die Bühne gelaufen ist, ging es mir wieder gut und ich war stolz auf mich dass ich es gemacht habe, denn was mich gekränkt hatte, belastet mich, also muss ich es richtig stellen.
Seit März 2007 ist nun meine EU-Rente auf Dauer bewilligt worden.
 
Einiges musste ich in der Zeit noch verkraften.
2 meiner 4 Katzen, eine 2003, die nächste 2007, mussten wegen schwerer Krankheit eingeschläfert werden.
Das Schlimmste war im Oktober 2007 der Tod meiner Schwiegermutter. Sie war für mich nicht nur eine Schwiegermutter, sondern eher wie eine Mutter zu mir, sie hatte schwer leiden müssen bis sie sterben durfte. Sie hat mir wirklich mein Mutter ersetzt.
 
Ich hatte das jetzt alles, zu meiner Überraschung, sehr gut verarbeitet. Ich habe schon manchmal gedacht ich schaffe das nicht mehr. Habe aber mir selbst gesagt, wenn ich jetzt nicht durchhalte, geht alles wieder den Bach runter und falle wieder weit zurück. Als hieß es, Zähne zusammenbeißen und durchhalten.
Und es hat sich lenzten Ende gelohnt. Ich hatte am Freitag den 14.12.07 meinen Vertrag unterschrieben.
Und hatte somit meinen festen Platzt in der Verwaltung. Das war wie ein ganz großes Weihnachtsgeschenk für mich.
Und ich bin sehr stolz auf mich, das ich alles was ich mir Schritt für Schritt vorgenommen habe, auch geschafft habe.
Ich habe sogar mehr geschafft als ich mir erhofft habe. Ich habe auf dem Arbeitsplatz genau das gefunden was zu mir passt, mache die Vertretung in der Kassenverwaltung, mit viel Verantwortung, womit ich am Anfang überhaupt nicht gerechnet hätte.
  
Im Februar 2010 ging es leider einen Schritt zurück, das war sehr hart für mich
Der Weg zur meinem Arbeitsplatz wurde im Winter 2009 zu einer Totour durch Busverspätung, dadurch meinen Zug oft nicht bekommen, bedeutete 1 Stunde Warte zeit, oder der hatte Verspätung, des Öfteren war er auch ausgefallen.
Weil ich dadurch sehr belastet war, habe ich viel Fehler bei meiner Arbeit gemacht und einige Aufgaben einfach vergessen.
Ich habe daraufhin die Konziquenz gezogen und im Einvernehmen den Arbeitsvertrag aufgelöst.
War dann wieder in der Werkstatt des BWMK, aber nur 3 Tage in der Woche und für 2 Tag im Seniorenzentrum in meinem Wohnort.
Ich wartete darauf die ganze Woche dort arbeiten zu können und auch ich hoffe bis zum offiziellen Rentenbeginn auch dort bleiben.
Die Wartezeit und meine Geduld hat sich wieder mal gelohnt, ich arbeite jetzt seit dem 16. Juli die ganze Woche dort, wieder sind es allgemeine Verwaltungsarbeiten und zusätzlich im Kassenbereich zur Unterstützung der Hauptamtlichen Verwaltungsangestellte, meine Arbeitszeit beträgt im Durchschnitt 30 Stunden die Woche.
Bin sogar zeitweise ganz alleine in der Verwaltung und der Betrieb läuft noch.
Habe nur 4 Minuten zu Fuß zur Arbeit und fühle mich dort sehr gut angenommen, es ist ein sehr gutes Betriebsklima, wobei der Heimleiter sehr viel dazu beiträgt, er ist ein sehr ruhige und besonnener Mensch mit dem man immer reden kann, er nimmt sich Zeit für seine Mitarbeiter.
Also war es nur ein Schritt zurück um einen neuen Anlauf zu starten.
 
Aber all das hätte ich ohne professionelle Hilfe, Ärzte, Kliniken, Tagestätte und Behinderten-Werkstatt alleine nicht geschafft. Das hat zwar alles ca. 10 Jahre gedauert, ich dachte auch manchmal dass ich nie mehr ins Leben zurückfinde. Doch jeder kleine Fortschritt machte mir neuen Mut
Dazu hatte ich ein sehr gutes Umfeld, mein Mann, meine Familie, gute Freunde und teilweise gute Kollegen und dazu noch viel viel Glück.
Ich schätze dass hat nicht jeder alles zusammen und es kostet sehr viel mehr Kraft. Aber auch dann sollte man sich nicht aufgeben und sein Ziel weiter verfolgen auch wenn es mal Rückschläge geben sollte
Und was ich ganz wichtig finde: Es ist keine Schande sich einzugestehen, OK ich brauch Hilfe, und sie auch in Anspruch zu nehmen.
Im Gegenteil ich finde es eher ein gefährliche, dass andere sogenannte Freunde oder Bekannte sagen: Komm du schaffst das auch alleine und dann passiert die Katastrophe die man hätte verhindern können.
Wartet nicht zu lange mit der Behandlung, denn wenn man rechtzeitig Hilfe in Anspruch nimmt,
muss es nicht so lange dauern wie bei mir.
 
Und redet mit eurem Partner, mit der Familie, sie können nicht wissen warum ihr so schlecht drauf seid, warum ihr traurig seid, oder gleich bei jeder Kleinigkeit ausrastet, oder euch nur noch einigelt,
an nichts mehr Spaß habt, der normale Arbeitsalltag euch überfordert,
und nichts auf die Reihe kommt.
Besorgt euch Infos aus dem Internet und gebt sie euren Angehörigen zu lesen, denn diese Krankheit kann niemand, ohne sich informieren, verstehen, wir Betroffenen doch oft selbst nicht.
Sucht auch das Gespräch mit den Kollegen denen ihr vertraut und mit euren Vorgesetzten.
Ich glaube dass oft mehr Verständnis gezeigt wird, als man vermutet.
Auch wenn ich jetzt schlechte Erfahrungen gemacht habe und da jetzt sehr vorsichtig geworden bin mit Vertrauen zu jemanden auszubauen, es fällt mir sehr schwer und ich halte mich auch sehr zurück und lasse mir da sehr viel Zeit. Die Zeit wird es zeigen ob es mir wieder gelingen wird, im Moment bleibt es so wie es ist.
Aber last euch dadurch nicht abringen immer wieder zu versuchen mit Menchen darüber zu reden, es hilft nur reden und dann auch selber mitzuarbeiten, an auch sich zu arbeiten.
Auch wenn ich ein par mal durch die Hölle gehen mußte, und im Moment ein wenig gebeutelt bin durch ein anderes ehenmals sehr großes Forum , trotzdem ich habe es geschafft wieder zu leben und
euch wünsche ich allen, die den Weg noch vor sich haben, viel, viel Kraft und Glück dazu.
Es ist zu schaffen.

Viele Liebe Grüße Distel

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Ralle
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Sei gedrückt

Hallo Distel,
wenn es Dir nichts ausmacht, möchte ich Dich mal ganz herzlich umarmen und drücken. Zumindest virtuell!
Danke für das Mitteilen Deiner Geschichte!
Ralf

Machs wie Gott - werde Mensch

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bär
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liebe Distel, möchte mich

liebe Distel,

möchte mich auch bedanken für deinen Mut.................................

Bin noch gar nicht ganz durch, im Nachdenken......................

weisst du, ich bin etwas langsamer, bin auch Beamter.................

liebe Grüsse

bär mit hund              hund ist schneller wie ich........................

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Don Limpio
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Einfach glänzend...

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Ein Wunder, dass Du noch

Ein Wunder, dass Du noch stehst!

Fühl Dich auch von mir in den Arm genommen...


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Ralf nein, es macht mir

Ralf nein, es macht mir nichts aus, ich nehme die Umarmung dankbar an.

Lieber Bär, nicht nur Beamte sind langsam im Denken, aber die, die  langsam sind, denken intensiver nach.

Don Limpio, ja das habe ich mich oft gefagt, werde ich wieder aufstehen können, es gab Zeiten, da habe ich nicht daran geglaubt, aber es kommt immer anders als man denkt

Ich danke euch für eure Antwort, ja es war eine schlimme Zeit.
Aber ich  weis es auch zu schätzen wie gut es mir jetzt geht, so gut wie noch nie in meinem bisherigen Leben.
Und ich bin sehr dankbar, dass es das Schicksal doch noch gut mit mir gemeint hat und das Leben, dass ich jetzt leben darf, geschenkt hat.
Und durch das andere Forum weis ich, dass es noch sehr sehr viel schlimmere Geschichten gibt, da denke ich manchmal, mir ist doch noch viel erspart geblieben.
Wie viele müssen das alles allein durchstehen, haben niemand an ihrer Seite, wie ich es während der Deprihölle hatte.

Und ich wollte damit zeigen, man kann es schaffen wenn man leben will, aber man muß es wirklich wollen und dann auch an sich arbeiten.

Vielleicht kann ich anderen damit mehr Mut machen um weiter durchzuhalten, wenn sie grade denken, es geht nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr.
Menschen, die bis jetzt keine Hilfe in Anspruch nehmen wollten, es vielleicht doch zu tun, denn man muß nicht alles ohne Hilfe schaffen, sich auch trauen zu sagen:
OK ich brauche Hilfe. Ich weis dass es für viele sehr sehr schwer ist, dass zuzugeben.

Und ich habe noch einen Kampf gewonnen, mein Mann trinkt seit über 1 Jahr keinen Tropfen Alkohol mehr.

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Liebe Distel, oh je, da hast

Liebe Distel,

oh je, da hast du ja viel mitmachen müssen, in deinem Leben,..........

Leider beginnt vieles im eigenen Elternhaus, wo man eigentlich

Annahme, Liebe, Geborgenheit finden sollte.

Und was musst du erleben, unkontrolliertre, schwer verletzende Ereignisse. Gefühe der Angst, der Minderwertigkeit und der Hilflosigkeit. Und diese Gefühle gehen mit dir, und in allen

schwierigen Lebenssituationen kommen sie immer wieder hervor....

bis hin zur Depri............................................

Aber jetzt freue ich mich ganz arg für dich, dass es dir besser geht,

und du neues Selbstvertrauen hast.

Dein Lebenshaus steht fest, und die Fennster und Türen sind am

richtigen Platz. Mag es hier und da noch hereinregnen, dann weisst

du, was du tun musst.

Das wünsche ich dir ganz arg, viele gute Jahre, und dass dein Mann

nicht mehr zur Flasche greift,.................................................

viele liebe Grüsse

ein immer noch nachdenklicher bär mit hund