Ich bin neu und stelle mich kurz vor
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Hallo zusammen.
Ich leide schon seid ein paar Jahren an Depressionen. Ich suche deshalb regelmäßig meinen Hausarzt auf, professionelle Hilfe habe ich mir noch nicht geholt. Ich trau mich einfach nicht. Weil ich dann so tief in mich hinein gehen müsste, um die ursache für die Depression zu finden. Woran es liegen könnte weiß ich, aber ob dass die Gründe sind, weiß ich nicht zu 100%. Es gibt Tage, da geht es mir richtig gut. Und dann kommen wieder Tage, wo man mich am besten nicht anspricht, weil ich sofort in Tränen ausbreche und nicht weiß wieso. Meine Arbeit leidet sehr darunter. Habe viele Krankenscheine :( Ich bin einfach am Ende.
Ich bin 23 Jahre alt und komme aus NRW. Es wäre schön, hier nette Leute kennen zu lernen. Vlt. kann man sich ja gegenseitig zuhören und evtl. auch helfen und tips geben.
Danke fürs "zuhören"
Hallo Gabby,
willkommen, ich bin auch erst seit ein paar Tagen hier im Forum, das ich zufällig entdeckt habe und ziemlich gut fand.
Mich hat eine mittelschwere Depression mit Anfang 40 eingeholt; das war vor drei Jahren. Mein Hausarzt hat damals sofort mit Medikamenten angefangen und mich zum Neurologen geschickt. Der Weg ist wohl der, dass man den Patienten zuerst medikamentös stabilisiert und dann eine Psychotherapie (in meinem Fall Verhaltenstherapie) anschließt.
Auch ich hatte Angst, in der Therapie Dinge zu erfahren, die unangenehm sind. Da gerade in der Verhaltenstherapie sehr gegenwartsbezogen gearbeitet wird, wird da nicht ständig in der Vergangenheit gebohrt. Allerdings schaut man sich natürlich an, wie und in welchem "Bedingungsgefüge" man aufgewachsen ist, aber auch, wo konkret in der Gegenwart "Auslöser" vorhanden sind.
Diese Angst vor den eigenen Untiefen hatte ich damals so formuliert: Neben mir steht ein heißer Dampfdruck-Kochtopf, in dem alles mögliche brodelt. Ich will den aber gar nicht aufmachen, weil ich Angst habe, dass mir das alles um die Ohren fliegt (was über kurz oder lang auch passieren würde, wenn ich weiter nur danebenstehe...); meine Therapeutin hat gesagt: "Wir machen den Topf nicht auf - wir nehmen den Topf erstmal vom Herd und lassen ihn langsam abkühlen; wenn dann keine Gefahr mehr besteht, schauen wir hinein".
Vielleicht macht Dir das etwas Mut? Nimmst Du Medikamente? Ich gewöhne mich gerade - wieder einmal - an mein Venlafaxin.
LG, Leon
Liebe Gaby,
von mir auch ein herzliches Willkommen hier im Forum, und
dass du dich hier angenommen und wohl fühlen kannst.
Also ich stelle fest, dass die Ärzte und Therapeuten auch nicht
perfekt sind, und unterschiedliche Aussagen machen. Also ich
nehme auch schon jahrelang Medikamente, aber gross geschadet
haben sie mir eigentlich nicht. Gut es gibt Anfgangs und Um-
stellungsprobleme...............................................................
aber mit diesen kann ich jetzt persönlich leben.
Einige Medikamente machen schon dick, aber nicht alle.
Medikamente können stabilisieren, aber nicht heilen. Aber um
eine Therapie durchzustehen ist es schon gut, eine gewisse
Grundstabilität zu haben.
Ansonsten bin ich der Meinung, jeder soll das für sich persön-
lich in der Depression tun, was ihm gut tut, hilft, heilt.
Ob jetzt Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie usw., auf das
kommt es letztendlich nicht an, sondern dass das Beste für dich
getan wird, liebe Gaby.
Einen guten Therapeuten zu haben ist ganz arg wichtig, ein
Therapeut der sich in den ganzen Therapien gut auskennt,
und das anwendet, was für den betreffenden Menschen gut ist,
der nicht auf nur eine Therapie schwört. Da ist mir der Charakter
meines jetzigen Therapeuten sehr wichtig geworden.
Ich wünsche dir liebe Gaby, dass du einiges hier im Forum
findest, was dir weiterhelfen kann. Schreibe mit, lese mit,
deine Musik........Bilder......................und vielleicht findest
du hier auch gute Freunde, Freunde die uns in unserer Depri
verstehen, können auch sehr hilfreich sein.
Du schreibst, dass du gerade ziemlich am Ende bist liebe
Gaby.............
weisst du eigentlich, warum du unter den Depris leiden musst..
es kann ja viele verschiedene Ursachen haben. Ein Fluss hat
ja auch mehrere Quellen.
Negative Erfahrungen in deiner Kindheit, Abehnung, übermässige Anforderungen an dich, Überforderungen, Stress,
.................................................
es ist gut das zu wissen, damit du weisst, wo die Hilfe ansetzen
muss.
viele liebe Grüsse,
hund und bär.
Liebe Gabby,
das freut mich jetzt so für dich, dass du im Chat lange dich mit
einem Menschen austauschen konntest, und es dir so gut getan
hat. Obwohl ich Beamter bin kenne ich auch die Schwierigkeiten
mit dem Einschlafen und Durchschlafen. Oft lese ich noch vorher
etwas, um auf bessere und gute Gedanken zu kommen, und
danach höre ich mir eine Entspannungs-CD an. Mir persönlich
hilft das sehr. Es ist eine Muskelentspannung mit Musik nach
Jacobsen. Du spannt die Muskel an, und entspannst sie wieder,
und so wird der ganze Körper entspannt.
Ich kann das nachfühlen, wenn man in der Nacht schlecht schläft,
und morgends wie gerädert aufwacht...............................
das ist echt ganz arg schlimm. Gut, so abwechselnd kalt und
warm duschen hilft schon etwas.........................................aber so richtig hellwach
wieder ich doch nicht mehr.
aber das anzunehmen, diese Einschränkungen in der Dep-
ression, diese Grenzen, die einem die Depri setzt, das ist
schon sehr schwer, und rückt uns auf den Boden, und wir
fühlen uns oft minderwertig, nichts mehr wert, getrauen uns
manchmal nicht mehr aus dem Haus.
Doch trotzdem sind wir wertvolle Menschen. Mir hat einmal ein
Arzt gesagt, Menschen mit Depression sind sehr sehr wertvolle
Menschen, weil sie auch oft so eine Tiefe haben.
Das ist auf der einen Seite gut, aber wiederum machen wir uns
oft zuviele unnötige Gedanken, Sorgen................................
die oft nie eintreten...............verrückt.
Deshalb liebe Gabby sei gut zu dir, gehe persönlich sehr liebe-
voll mit dir um, habe dich selbst von Herzen lieb.
Und ich wünsche dir einen ganz festen und tiefen Schlaf.
liebe Grüsse,
hund und bär. hund kann immer und über-
all schlafen, der hat die Ruhe
weg, da könnte man fast neidisch
werden...........aber er kriegt den
Kühlschrank noch nicht alleine auf...



Land
Hey Leon,
danke, dass du mir geantwortet hast. Ich habe früher regelmäßig Schlafzabletten genommen, weil ich keine Nacht schlafen konnte. Jetzt zur zeit nehme ich keine Tabletten regelmäßig ein. Wenn es ganz schlimm wird, nehme ich nach Bedarf Oxazepam. Mein Arzt sagte mir aber auch, dass es kein Medikament ist, was man über einen längeren Zeitraum einnehmen sollte.
Ich möchte auch keine Medikamente nehmen. Weil ich gehört und gelesen habe, dass viele Medikamente dick machen könnten. Und das möchte ich nicht. Ich habe 21 kg abgenommen, die ich aufgrund meiner Depression, Stoffwechselerkrankung und das futtern zugenommen hatte.
Ich werde auch öfter im Chat sein, wie jetzt gerade. Es ist nur nichts los :( Möchte gerne mit Leuten ins Gespräch kommen. Deine Dampfdruck Kopftopf geschichte.... es hat mich ins grübeln gebracht. War hilfreich, danke.
Lg