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Hallo zusammen

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-Savanna-
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Lebt sich ein

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Deutschland
Beigetreten: 14.12.2010

Hallo zusammen,

ich habe mich hier angemeldet um aus meinem Leben zu erzählen, vielleicht um Hilfe zu erhalten oder einfach nur um mal alles los zu werden...
Als ich 1984 zu Welt kam schien noch alles gut zu sein, mein Vater amerikaner hier in deutschland stationiert meine Mutter hausfrau und mein grosser Bruder ein Jahr älter, uns schien es gut zu gehen. Dann zogen wir um, mit der Familie nach Amerika da mein Vater dort weiter als Ausbilder in der Army arbeiten sollte.. Ich erinnere mich das wir in Lawton, Oklahoma wohnten, wir hatten ein schönes Haus mit Garten und 2 Hunden.
Als dann meine Mutter ins Krankenhaus kam wegen einem Geschwür im Unterleib änderte sich die Situation für mich grundlegend, damals war ich gerade im Kindergarten...
Ich saß mit meinem Vater eines Tages auf der Couch und sah fern als er plötzlich meine Hand nahm und sie zu sich auf den schoss zog, er streichelte damit seinen Genitalbereich, drückte meine Hand fest um sein Glied und bewegte sie vor und zurück...
dort wird meine Erinnerung schwarz ... zum Glück wahrscheinlich. Dann eine andere Erinnerung.. ich sitze bei uns in der Garage ich habe Angst hinein zu gehen obwohl mein Vater nach mir ruft, er will das ich ins Haus komme, doch ich verstecke mich... fürchte mich.
dann wieder schwarz bis zur nächsten Erinnerung..
Ich wache Nachts auf weil ich dringend auf´s Klo muss, dort angekommen sehe ich durch das Fenster Lichter wie von der Polizei oder einem Krankenwagen.. damals wusste ich nicht das sie vor unserer Haustür standen, weil mein Vater meinen Bruder und mich alleine gelassen hatte... hätte ich nur aufgemacht...wieder schwärze..
Meine Mutter ist aus dem Krankenhaus wieder da, ich liege wach im Bett und fürchte mich, quäle mich ob ich es ihr erzählen soll, vielleicht kann mama mir ja helfen also gehe ich zu ihr, zum Glück ist sie alleine im Zimmer, ich sage zu ihr: Mom, daddy hat mich da angefasst und mich festgehalten. Ich zeige ihr wo. Sie sieht mich an und sagt: Du hast nur schlecht geträumt geh wieder schlafen.
... Schwärze...
Das nächste an das ich mich erinnern kann ich das wir umziehen, ich komme gerade in die Grundschule, doch nur mein Bruder meine Mutter und ich ziehen um weil mein Vater zuviel getrunken hat und meine Mutter geohrfeigt hat, sie liess sich scheiden und wir zogen nach Deutschland zurück, zu meinen Grosseltern.
Ich fand 2 sehr gute Freunde dort, wir gingen zusammen zur Grundschule und spielten Nachmittags immer zusammen. Meine Mutter war den ganzen Tag Arbeiten da sie ja jetzt alleine für uns sorgen musste. Ich erinner mich an einen Tag als mein Bruder mich von meinen freundinnen regelrecht fort trug weil ich noch abspülen musste. Meinem Bruder ging es dort nicht gut, er fand keinen anschluss doch das wusste ich erst später. Ich war so sauer auf ihn an diesem Tag und sagte ich hasse ihn, er weinte sich in den schlaf, ich hörte es weil wir das zimmer teilten.
Dann zogen wir wieder um, ich war noch in der Grundschule, meine Mutter hatte eine neue Arbeit gefunden und wollte näher dort wohnen. Ich fand keine Freunde mehr. Mein Bruder schon.
Ich war alleine, frustriert und depressiv bis ich, bereits in der Realschule einen Freund fand. Er war damals 34, obdachlos, ein Punk doch ich liebte ihn über alles, er war meine erste Liebe, für ihn lief ich weg. Meine Mutter suchte mich vergebens, ich kam und ging in unsere Wohnung, für Kleidung, ne warme Dusche, bis es eines Abends eskalierte der Streit mit meiner Mutter, ich schlug sie.. lief fort und kam nie wieder. Den ganzen Dezember war ich auf der Strasse mit meinem Freund, wir sind von Bayern nach Köln und wieder zurück mit dem Zug schwarz gefahren, bis mich die Polizei aufgriff und mich in ein Heim nach Kempten in Bayern brachte.
Zweimal versuchte ich aus dem Heim wegzulaufen, das erste mal fand mich die Polizei und brachte mich zurück.. das zweite mal kam ich freiwillig wieder weil ich nichts zu Essen fand. Nach einiger Zeit musste ich mit meinem Freund schluss machen, ich sah ein das ich bei ihm keine Zukunft hätte, keinen Schulabschluss keine Wohnung usw. Mit meiner Mutter hatte ich nur Kontakt wenn ein Hilfeplangespräch anstand. Im Heim war ich sehr depressiv,ein Selbstmord versuch, schnitte in Armein und Beinen fielen auf... ich bekam Anti-depressiva und musste zu einer Therapeutin.
Ein Hilfeplangespräch ist mir besonders in Erinnerung geblieben, damals glaubte ich meine Mutter würde mir endlich glauben was damals mein Vater gemacht hatte, alle betreuer und das Jugendamt wussten es alle Glaubten mir nur meine Mutter bisher nicht, sie konnte oder wollte es nicht glauben.
Mit 18 zog ich aus dem Heim, zu meinem derzeitigen Freund, ein wunderbarer Mensch, Markus, er war damals 24. Wir waren 3 Jahre zusammen er kümmerte sich um mich da ich erst keine Ausbildung fand und danach nur eine Schulische Ausbildung ohne Vergütung, nach dieser Ausbildung konnte ich jedoch nie in dem Beruf arbeiten, nur Absagen auf Bewerbungen wenn überhaupt eine Antwort kam..
Ich wurde immer depressiver, langweilte mich.. wir machten Schluss und ich zog nach Siegburg, NRW, zu einem bekannten das ging aber auch nur ein halbes Jahr gut, dann zog ich wieder zurück, kam wieder mit Markus zusammen, trennte mich wieder von ihm als ich nachdem er einen Urlaub von mir brauchte erfuhr das er in einem Online Rollenspiel jemand aus england kennengelernt hatte und zu ihr geflogen ist um sie zu treffen... Ich zog zu einem Freund, in den osten Bayerns, es wurde mehr als freundschaft doch die Situation war äußerst schwierig da seine Exfreundin noch im Selben haushalt lebte... Die Situation eskalierte wegen einer nichtigkeit.. mangelnde Zigaretten kombiniert mit alkoholkonsum führte zu einer prügelei zwischen der Ex und mir...
Da ich noch Kontakt zu Markus hatte rief ich ihn am nächsten Tag an und bat ihn mich zu holen, das nächste Jahr verbrachte ich Arbeitslos bei ihm, nicht einmal Zeitarbeitsstellen bekam ich und so verfiel ich immer mehr dem Internet vorallem aber dem Onlinespiel FFXI. Ich aß nur noch einmal am Tag, trank fast garnichts mehr war 18 Stunden Online uns schlief den Rest der Zeit, bis ich Stephan aus diesem Spiel, persönlich traf. Er nahm mich auf gab mir Hilfe indem er alles Verstand was ich erlebt hatte, half mir indem er mit mir zu einer Stelle ging von der Psychisch Kranke Menschen betreut werden, durch betreutes Wohnen. Ich war zweimal seitdem in Klinischer behandlung man sagt ich hätte eine Persönlichkeitsstörung vom typ Borderline, was auch immer das heissen mag...
Stephan stand immer an meiner Seite, lies mich nie fallen und würde es auch heute nicht tun. Seit 3 Monaten arbeite ich jetzt in einer Werkstatt für Psychisch Kranke Menschen. Es sollte nun eigentlich bergauf gehen mit mir, sollte man meinen.
Kürzlich habe ich erfahren das mein Vater nun im Gefängnis sitzt weil er das selbe bei seiner neuen Familie, meiner Halbschwester getan hat. Meine Mutter.. sie glaubt mir jetzt ja. Jetz wo er hinter Gittern ist. Jetzt nach all dem, und nicht mir. Sie will sich bei mir entschuldigen, lol das glaube ich sofort, ich kann mir vorstellen wie scheisse sie sich jetzt fühlt und doch kann ich ihr nicht verzeihen, nein. Das kann ich nicht. Wie heisst es doch so schön in einem bekannten Lied: "It´s too late to apologize..."
Mir geht es noch immer nicht gut. Trotz all der Hilfe dich ich bekam, trotz jemandem an meiner Seite der mich nie aufgeben würde. Meine Gedanken kreisen Nacht für Nacht: "Bitte Gott, nimm mich fort von hier, ich möchte dies alles nicht mehr ertragen, ich möchte diese schmerzen in meiner Seele nicht mehr spüren. Bitte Gott, lass mich sterben!"
Ich weiss nicht ob diese Gedanken normal sind, ich weiss nur, ich möchte den Schmerz in meiner Seele nicht mehr ertragen.

Alles erdenklich Gute wünscht euch eure -Savanna-

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bär
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Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Savanna,oh, da hast du

Liebe Savanna,

oh, da hast du aber schon brutal viel mitmachen müssen, in deinem

noch jungen Leben. Und alles fing mit deinem Vater an, der dich

schrecklich missbraucht hat, und das tut natürlich aber ganz arg

weh.

Aber erstmal herzlich willkommen in diesem Forum, und danke

für deinen Mut, die Geschichte aufzuschreiben. Ich wwünsche dir,

dass du hier sehr viel Liebe erfährst, Liebe, damit deine vielen

Wunden anfangen können zu heilen.

Du schreibst, du kannst deiner Mutter nicht verzeihen, das  ist

natürlich irgendwo verständlich. Sie hat dich ja auch hängenlassen,

..........................................................................................................

Du hast tiefe Verletzungen in deiner Seele, die dich Tag und

Nacht plagen, warum, wieso, weshalb...........................................

Die Ursache, dein Vater......................................................

die Zukunft..........................eine Chance für dich sehe ich darin,

dass du noch jung bist. Klar, für alles was man dir angetan hat,

liebe Savanna, kannst du nichts.

Aber vielleicht liegt eine Chance in der Zukunft, dass du zu einem

Leben findest, dass schön ist......................ja ich weiss, ...............

aber warum eigentlich nicht.................................

Du bist doch eine wertvolle Person, du hast ein Recht zu leben,

und glücklich zu leben. Wie das im einzelnen aussehen könnte....

was wäre denn das für ein Leben, das dich glücklich machen

würde................................wo man vielleicht mal ganz langsam

Schritte wagen könnte, ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,dass du dadurch auch

die Fesseln der Vergangenheit besser ertragen könntest..............

und dass diese unheimliche Leere in deinem Inneren, neu gefüllt

und erfüllt werden kann...

liebe Grüsse,

Bär mit Hund

 

 

 

 

 

 

Leben ganz arg viel Liebe erfährst. So viele Wunden wurden dir

schon zugefügt, und jetzt musst du dir noch selber Wunden zufügen.

Wie kann man diesen Kreislauf beenden?

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Matzi
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Deutschland
Beigetreten: 17.11.2010
Liebe Savanna, das Leben hart

Liebe Savanna, das Leben hat dich aber schon sehr hart rangenommen und grade  von dem Menschen von dem du erhofst Hilfe zu bekommen, glaubt dir nicht, ich kann es mir gut vorstellen, dass du durch die Hölle gegangen bist.
Bei mir gibt es auch drei Monster, denen ich nie verzeihen kann, der 1. mein Erzeuger, der 2. mein zweiter Mann und der 3. ein ehemaliger Chef, der das ganze durch Mobbing ausgelößt hat.
Aber ich habe es abgeharkt, es war mein Leben vorher, kann es nicht mehr rückgängig machen.
Ich habe auch mein ganze Leben in mehren Teilen immer aufgeschrieben und mal symbolisch eine Brief an meinen Ex geschrieben und ihn dann im Fluß ertränkt in Gedanke habe ich meine Ex mit untergehen sehen.
Mir hat das sehr geholfen.

Ich habe auch nach mehreren Therapien in Tageskliniken und stationärem Aufenhalt, eine sehr gute Unterstützung vom Behindertenwerk für psysichkranke Menschen bekommen.
Ich habe aber als erstes einen Platz in der Tagestätte erhalten, um überhaupt wieder eine Tagesstrucktur zu erhalten, habe mit drei Tagen in der Woche angefangen.
Die  Behindertenwerkstatt hat mich  zusammen mit dem Fachdienst für berufliche Integration  aufgebaut, sie haben mich so weit gebracht dass ich in der Verwaltung eines Seniorenzentrum  wieder  arbeiten kann.
Aber mit Erwerbsminderungsrente im Hintergrund.

Bitte halt weiter durch, es dauerte eine längere Zeit bis du so gefestigt, dass du sagen kannst, jetzt geht es mir wirklich besser und es auch anhält.
aber glaube mir es wird sich lohnen.
Du bist im Gegensatz zu mir noch sehr sehr jung, ich bin über 30 Jahre älter als du, du hast noch so viele Jahre vor dir, habe Geduld mit dir und  gib nicht auf.
Arbeite weiter mit dem Behindertenwerk zusammen, das wird dir helfen wieder auf die Beine zu kommen, auch wenn du jetzt zweifeln solltest, dass du es nicht schaffen kannst, glaube an dich, in dir steckt mehr als du jetzt sehen kannst.
Ganz liebe Grüße Matzi

Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen

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Liu
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Beigetreten: 27.11.2010
Liebe Savanna, ich kann mich

Liebe Savanna,

ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschlieen: ja, das Leben hat dich hart mitgenommen.

Dass du deiner Mutter nicht verzeihen kannst, dass sie dir nicht geglaubt hat, was dein Vater dir angetan hat, kann ich nachvollziehen.
Würde jemand meinen Mädels das antun, was dir angetan wurde, ich weiß nicht, wozu ich dann fähig wäre.

Und ich hab mich immer über Mütter geärgert, die über solch schlimme Taten hinwegsehen, die so tun, als würds nicht passieren. Solche Mütter waren in meinen Augen immer Mittäterinnen.

Aber als ich deine Geschichte gelesen habe, da ist mir ein neuer, ein anderer Gedanke gekommen..

Als dein Vater dich missbraucht hat, war deine Mutter im Krankenhaus. Deine Mutter hat dich und deinen Bruder - ich nehme an, in bestem Vertrauen  - der Obhut eures Vaters überlassen.

Später hat sie von dir erfahren, was dir dein Vater angetan hatte.
Und hat dir nicht geglaubt.

Ich versuche mal, durchzudenken, was deine Mutter bei deinen Erzählungen gefühlt haben muss.

Ihr wurde bewusst gemacht, dass sie dich einem Menschen überlassen hat, der dir Schreckliches angetan hat. Sie trug somit eine "Mitschuld" - und zwar ohne es zu ahnen (im Gegensatz du den Müttern, die es mitkriegen und trotzdem zulassen).

Sie konnte und leider wollte sie es einfach nicht wahrhaben, was dir da angetan wurde. Sie hatte diese Seite an ihrem Mann bis dahin nie erlebt. Seine Brutalität wurde ihr erst bewusst, als sie ihr selber angetan wurde.

Sie wollte nicht wahrhaben, dass ihrem kleinen Mädchen solch schlimme Dinge angetan wurden.

Sie wollte und konnte es nicht "wahr" haben.

Drum hat sie dir nicht glauben können.

Ich spekuliere da nur. Schließlich kenne ich weder dich noch deine Mutter.

Deine Mutter sucht das Gespräch mit dir.
Gib ihr die Chance dazu.

Frag sie, wie es ihr dabei ergangen ist, als du ihr vom Missbrauch deines Vaters dir gegenüber erzählt hast. Inzwischen weiß sie, dass dein Vater zu solche einer Tat fähig ist.

Ich bin mir fast sicher, dass deine Mutter sehr darunter leidet, dass sie dir nicht geglaubt hat.

Liebe Savanna, du hast schon so viel durchgemacht in deinem Leben.

Verbitterung deiner Mutter gegenüber hat es dir nicht leichter gemacht. Diese Verbitterung schadet nicht nur deiner Mutter. Sie schadet vor allem dir.

Such das Gespräch mit deiner Mutter.
Vielleicht könnt ihr euch irgendwann wieder annähern.
Vielleicht kannst du ihr sogar irgendwann verzeihen.

Verzeihen ist ein gutes Gefühl.
Es macht freier.

Verzeihen geht aber nicht "einfach mal so".

Wir beten im Vater unser: "Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."

Ha, wenns bloß so einfach wär, dass wir unseren Schuldigern vergeben.

Nein, es ist nicht leicht, zu vergeben. Aber wir sollten unseren Schuldigern doch zumindest die Chance geben, sich zu entschuldigen.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem nicht leichten Lebensweg.

Liu





Es gibt keinen Mangel an Wundern,
aber am Sich-Wundern-Können

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-Savanna-
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Lebt sich ein

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Deutschland
Beigetreten: 14.12.2010
Danke

Erstmal vielen Dank für eure Ratschläge und die Anteilnahme, vielen Dank. Ihr habt mir erstmal einiges zum Nachdenken mitgegeben.
Das mit meiner Mutter ist sehr schwer zu ertragen, das stimmt. Ich kann mir sehr gut vorstellen wie sie sich jetzt fühlt, doch verschafft mir das keine genugtuung. Das Wissen, sie glaubt mir jetzt, das es ihr leid tut, verschafft mir kein besseres Gefühl. Mir fällt es schwer über mich hinaus zu wachsen um ihr verzeihen zu können.
Es stimmt, ich kann noch nicht glauben das mehr in mir steckt als ich ahne, denn ich fühle mich schon uralt und erschöpft, woher soll man die Kraft nehmen an etwas schöneres, Gutes zu glauben und hin zu arbeiten. Natürlich die Vergangenheit ist vorbei und was die Zukunft bringt kann man nicht wissen.
Meine Gedanken sind noch ziemlich durcheinander deswegen verzeiht auch hier das durcheinander.
Nochmal vielen lieben Dank an euch,
-Savanna-

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Don Limpio
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Einfach glänzend...

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Spanien
Beigetreten: 07.01.2010
Hallo Savanna, "Bitte Gott,
Hallo Savanna,
"Bitte Gott, nimm mich fort von hier, ich möchte dies alles nicht mehr ertragen, ich möchte diese schmerzen in meiner Seele nicht mehr spüren. Bitte Gott, lass mich sterben!"
Dieses Gebet habe ich auch schon mehrfach gebetet.

Auch ich fühle mich nicht in diese Welt passend.
Wirklich!
Es gibt so Vieles, gerade im zwischenmenschlichem Bereich, dass ich nicht verstehe und trotz Erklärung nicht nachvollziehen kann.

Auch ich wurde missbraucht.
Zwar nicht sexuell doch ich wurde geschlagen.

Ich kann mich noch heute an die erste Ohrfeige erinnern, als wenn es gestern gewesen wäre.
Dieser Moment veränderte alles und beendete schlagartig meine Kindheit.

Auch meine Mutter ließ mich im Stich. So war auf jeden Fall damals meine Sicht.

Mehr als einmal sind wir vor meinem Vater zu den Eltern meiner Mutter geflohen, die ein paar 100 Km entfernt wohnten.
Ich habe meine Mutter förmlich angefleht nicht zurück zu gehen, doch sie ging wieder zu ihm und ich musste mit.

Heute bin ich 41 Jahre alt.
Ich habe immer gedacht, ich könnte meinem Vater nie vergeben.
Doch mit meinem heutigen Wissen, ist mir klar, dass mein Vater auch nur ein "Produkt" seiner Eltern war und konnte ihm vom ganzen Herzen vergeben.
Wirklich wahr!
Dummerweise kann ich es ihm nicht mehr sagen, er lebt nicht mehr.

Es war emotional ein gigantischer Befreiungsschlag.
Wie ein schwerer Rucksack mit Steinen, der plötzlich von meinen Schultern fiel.

Das war aber ein langer Prozess, der damit beginnt, es zumindest für möglich zu halten, diesem Menschen zu vergeben.

Wenn Du willst können wir Dich ein Stück auf Deinem Weg dorthin begleiten.

Schreib einfach, wenn Du magst...

Herzlich Wilkommen hier!

Don

Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
Bild von bär
bär
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Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Savanna, Don hat recht,

Liebe Savanna,

Don hat recht, vergeben fällt ganz arg schwer, aber der Rucksack

des Lebens wird schlauerweise leichter. Natürlich musst du aber

erst alles aus dir rauslassen, schreie deinen Vater an, gehe an

eine stille Stelle, schreie deine Mutter an, was sie mit dir gemacht

hat.

Mit dem Verstand dann zu vergeben, ist nicht schwer. Aber die

Gefühle kommen lange nicht hinterher. Mein Vater, der die ganze

Familie und auch mich sehr gewalttätig immer verklopft hat, ich

wollte sie alle schützen, war aber noch zu klein dazu......................

Jahre habe ich gebraucht, um alles rauszuschreien, alles rauszu-

lassen, aber noch vor seinem Tod konnte ich ihm vergeben, und

es hat ihm tatsächlich auch leid getan.

Lass deine Wut raus........................................schreie so lange, bis

es draussen ist, auch wenn es lange dauert.

Auch wenn du im Moment noch keine Kraft hast, und du dich uralt

vorkommst, träumen kannst du...............................Und träume

davon, wie du dein Leben in Zukunft leben möchtest, ...................

Ich wollte z.B. nie Familie, weil ich dass was ich in der Familie

als Kind erlebt habe, sowas w´von schrecklich war.

Dann wurde ich als ich so 23 Jahre alt war, immer wieder in eine

Familie eingeladen.......................und es war für mich eine ganz andere

Welt, wie die so miteinander umgegangen sind, Liebe nicht nur

ein Wort war, wie die ihre Kinder erzogen haben.

Das hat mir soviel Mut gemacht, zu einer eigenen Familie. Gut,

ich mache auch meine Fehler, obwohl ich alles anders machen

wollte..............................................................................

Aber wenn du in diesem Forum hier liest wirst du merken, dass

viele von uns in der Kinderzeit ganz schlecht Erlebnisse hatten,

was uns zu, Teil heute noch prägt.

Aber wir wollen dir einfach Mut machen, es gibt Wege, trotzdem

wieder einigermassen gerne und glücklich zu leben.....................

 

viele liebe Grüsse,

Bär mit Hund.                                 Hund kommt aus Tierheim, und

                                                  wurde in seiner Familie immer ge

                 schlagen und getreten, hatte vor jedem Besen Angst.

                 aber jetzt bei mir, nach einiger Zeit, gar nicht mehr.

          Liebe und Zeit heilen viele Wunden, und das wünsche ich dir

so arg, dass deine Lebenswunden langsam anfangen zu heilen.