hallöle
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
moin zusammen,
dann stelle ich mich auch mal vor.
bin über dieses forum gestolpert weil ich selbst an depressionen leide, und mir infos suche.
Ich leide derzeit sehr stark unter depressionen.... und suizidgedanken plagen mich im moment einfach überstark, depressionen kenne ich ja schon, und habe sie meistens irgendwie überwunden (wenn man es so nennen kann). zur zeit ist es so das mich jeder misserfolg sofort aus der bahn wirft, selbst der kleinste. Freunde habe ich keine mehr, wo ich allerdings selber für gesorgt habe, habe nun nur noch meine familie, und selbst die haben es noch nicht spitz bekommen wie ich eigentlich leide, denn nach aussen hin bin ich immer der glückliche lebensfrohe mensch. wie es in mir aussieht weiss keiner, und ich schaffe es auch nicht mich jemandem anzuvertrauen. wobei ich sehr wohl weiss das es nötig währe und ich dringend hilfe brauche. ich habe mir es selber erst eingestanden "das es so nicht weitergehen kann". aber ich finde keinen weg aus diesem teufelskreis. denn es wissen und es tuhen sind zwei verschiedene paar sachen. ich weiss das ich "krank" bin, denn ich wahr mal anders.
ich habe keine sozialen kontakte mehr, wenn es viel ist gehe ich einmal im monat aus dem haus, und dann auch nur weil es unbedingt sein muss.
das ist doch kein leben mehr, das ist im grunde nur noch ein dahinsiechen.
Ja hallo lieber Rupold!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!,
schön dass du den Mut gefunden hast hier zu schreiben. Ich
hoffe du fühlst dich hier wohl und kriegst gute Anregungen,
und da darfst alles fragen, was dir auf dem Herzen liegt.
Schön auch, dass du langsam anfängst, zu dir und zu deinen
Depris zu stehen. Mir ging es auch lange so wie dir. Habe ver
sucht es zu verschweigen, wollte es mir selbst nicht eingestehen,
du und ich habe mich so was von geschämt. Das war aber jetzt
aus meiner Erfahrung heraus, der falsche Weg. Da verlierst du
echt alle sozialen Kontakte, und diese Kontakte auch Familie,
sind bei einer Depression auch ganz wíchtig.
Und Rupold, ich weiss nicht, ob du schon bei einem Arzt warst.
Es gibt nämlich verschiedene Ursachen einer Depression.
Zum einen sind das körperliche Störungen, dass in deinem
Gehirn ein Botenstoff fehlt. Da kann es zur Heilung helfen,
wenn du ergänzende Medizin dafür bekommst. Auf der anderen
Seite führen auch psychische Probleme zur Depression, wie
Stress, Verletztungen, nicht verarbeitete Erinnerungen.....
hier können dir Therapien (Verhaltenstherapien helfen.)
Aber nur ein Arzt kann dies durch eine genaue Untersuchung herausfinden............, je früher, um so besser. Du und sehr viele Menschen leiden heute unter Depressionen, das hat mit
unserer übermodernen, schnellen, gnadenlosen Welt und den
schnellen Medien zu tun.
Auch dass du dich nicht gerade magst, Selbstmordgedanken hast, ist ein 'Teil deiner Depression.
Aber lieber Rupold, DU bist DU, du wurdest in diese Welt hineingeboren, hast ein Recht zu leben, glücklich zu sein, Liebe zu empfangen und Liebe zu geben.
Verstecke dich nicht, sei ehrlich zu dir selbst, ich durfte es
selbst erfahren, auch mit Hilfe der heutigen Möglichkeiten,
kann man es lernen, einigermassen mit den Depris zu leben.
Bei manchen Menschen sind die Depressionen nur vorrübergehend, und verschwinden nach einer Behandlung wieder, bei anderen Menschen dauert es länger, und die Depris kommen zurück.
Aber im Gegensatz zu Krebs, sind die Heilungschancen bei Depressionen besser, und ich möchte dir Mut machen, Schritt
für Schritt vorwärts zu gehn.
viele liebe Grüsse,
bär vom forum, oder forumsbär.........................................
...
lieber Rupold,
da wünsche ich dir echt den Mut, mit der Ärztin
ganz offen darüber zu reden. Ich hoffe sie ist eine Fachärztin, weil nur die können eine
klare Diagnose stellen.
Rede mit deiner Freundin, wenn du es nicht tust, könnte deine Freundschaft zerbrechen, und das möchtest du doch nicht. Du darfst dich auch einmal schwach zeigen, und genau genommen, ist das wieder eine Stärke.
Nehme die Gelegenheiten wahr, es ist dein Leben,
du sollst glücklich werden, in diesem Leben,
wenn du alles unter den Teppich kehrst, fängst du an zu stolpern.
Natürlich ist es nicht einfach, du aber viele haben es schon geschafft, und gönne dir auch was in deiner Depri, mache dir mal selbst eine Freude, das hilft auch. Nehme dich an,
so wie du bist, und nicht wie du gerne sein
würdest............................
Oh, ich wünsche dir so was von Mut,
so was von einem Lebenswillen,
vielleicht sogar einen Neubeginn,
klar, es kostet dich jetzt was, aber glaube mir, dein lebenslanges Leiden wird aufhören.
liebe Grüsse,
bär
Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!
Auch ich kann Dir nur zu mehr Offenheit raten.
Einmal Deiner Ärztin gegenüber und ganz besonders Deiner Freundin gegenüber!
Ich habe es damals nicht getan, weil ich nicht wusste, dass ich Depressionen habe.
Vier Wochen nach Diagnosestellung verließ sie mich.
Da habe ich lange und schwer dran gekaut. Besonders mit Depressionen...
Depressionen sind heilbar.
Mir geht es heute gut, als wenn ich nie krank gewesen wäre.
Es war aber ein langer Weg bis hierher.
Aber hab Mut!!!
Es lohnt den Weg zu gehen. Du bekommst Dein altes Leben wieder.
Rechne aber auch mit Rück- und Fehlschlägen.
hallo Don,
ich möchte auch so gern wieder gesund sein.
normal sein ,das wäre schön! mit menschen reden,rausgehen uvm.
aber es geht immer noch nicht. ich schaff es nicht auf menschen zuzugehen so sehr ich es auch möchte. kann nur mit meiner vertrauensperson.(mein mann,dem ich gott sei dank alles erz kann)
er ist ne grosse hilfe im alltag,aber er kann auch nicht alles weg machen. inzwischen leidet er bissle drunter aber er redet mit anderen angehörige von betroffene.ich muss auch leider vieles lernen,weil ich vieles nicht kannte nur vom hören.
Ja ich weiss, wir Depris haben es manch,al schwer, Kontakte zu halten. Auf der einen Seite brauchen wir sie, auf der anderen Seite, fehlt uns manchmal der Mut und die Kraft.
Weisst du, lieber Rupold, es gibt auch Menschen, die unsere Depris nicht versteheh, so eine allgemeine Meinung haben, und manchmal in unseren Augen echt dumm daherreden. Manchmal versuche ich aufzuklären, manchmal lasse ich sie reden.
Wichtig ist, das wir zu uns und unseren Depris stehen. Früher dachte man, es gibt nur
körperliche Krankheiten, und alles was nicht stimmt, hat nur körperliche Aspekte.
Heute weiss man, dass auch die Seele krank sein
kann, und es gibt so viele Möglichkeiten zur
Behandlung. Mit der Zeit wirst du merken, Rupold, was dir gut tut, und was nicht.
Und ich wünsche dir weiterhin viel Mut und Vertrauen, gerade auch was deine Zukunft anbetrifft.
Neues wagen, nicht nur verzagen.
das wünsche ich dir weiterhin.
bär mit hund
Kann es sein, dass Du aus dem norddeutschen Raum stammst, weil Du uns mit einem "moin" begrüßt hast? Dann sind wir ja schon zwei im schönen Norden (in dem es auch Werder Bremen gibt, die Lieblings-Fußballmannschaft vom Bär.....).
Ich freue mich für Dich, dass Du den Mut gefunden hast, Dich Deiner Freundin anzuvertrauen: das war der erste, überaus wichtige Schritt. Er darf Dir in all dem Gefühlschaos eine Bestätigung sein, dass Du das Leben noch im Griff hast, zwar nicht so, wie Du Dir das wünscht, aber Du bist kein willenloses Bündel Mensch, zu nichts mehr fähig!
Und Du bist auch nicht mit Deinem Problem allein auf der Welt, obwohl unser Gefühl uns das manchmal suggeriert. Ich habe mal was ganz Mutmachendes zum Thema "Schwermut" (ein anderes, viel schöneres Wort für diese Krankheit) gelesen: Menschen, die unter Schwermut leiden, haben "Mut zur Schwere". Das ist doch etwas sehr Positives in all dem Negativen.
Auch ich möchte Dir wirklich empfehlen, Deine Hausärztin um eine Überweisung zu einem Neurologen/Psychotherapeuten zu bitten. Für mich hat das damals, vor 14 Jahren, mein Mann getan: er hat bei einem Psychotherapeuten angerufen, weil er sah, wie ich litt! Dieser Arzt hat sich dann erst einmal telefonisch mit mir in Verbindung gesetzt und gefragt, ob ich Hilfe von ihm wünsche. So hatte ich es ein bißchen leichter, die Sache anzugehen! Und, glaub mir, es tut nicht weh! Du brauchst ja auch niemanden davon zu erzählen, wenn Du Dich deswegen schämen solltest. Ich habe auch erst viel später meine Umgebung wissen lassen, was mit mir los ist, aber die in meinem Leben wichtigsten Menschen wußten es. Und haben mich gehalten und ausgehalten.
Ich wünsche Dir ganz viel Mut, aber ich möchte Dir auch Mut machen: so schwarz, wie es jetzt aussieht, bleibt es nicht!!!!!!!!
Herzliche Grüße
Ruth



ja, ich war beim arzt wegen körperlicher beschwerden... habe auch medikamente bekommen, laut der aussage meiner ärztin währe es eine versteckte deppression, was auch immer das heissen mag. nehme diese nun seit 4 wochen, habe auch in 2 tagen wieder einen termin bei ihr, aber ich weiss jetzt schon das ich es nicht schaffen werde da offen mit ihr drüber zu reden.
ich vermeide dieses thema, und verleugne es ihr gegenüber auch.
aber ich werde heute abend noch versuchen mit meiner freundin darüber zu sprechen, und das fällt mir wahnsinnig schwer... habe aber mittlerweile auch gesehen das es vielen anderen auch so geht, und daraus schöpfe ich auch ein wenig mut.
mich wundert schon das sie es mit mir überhaupt noch aushält, ein gewisses maß an gefühlskälte ihr gegenüber zeige ich auch schon eine ganze weile, ich verstehe mich da auch selber nicht...
andererseits wenn ich nicht langsam mal ein wenig aus mir rauskomme riskiere ich damit wie du schon sagtest das letzte was mir momentan noch wichtig ist. und das ist meine familie.
hab schon seit ewigkeiten depressionen, mal weniger (bin die letzten tage arg am grübeln über meine vergangenheit), mal mehr.... aber mittlerweile ist es so bei mir, das mir alles sinnlos vorkommt. du kennst dann sicherlich auch dieses gefühl (dieses zu nichts nutze sein) nichts auf die reihe zu bekommen.