Hallo zusammen! Auch ich bin neu hier. Ich heiße Claudia, bin 43 Jahre alt, habe 2 Kinder (17 und 14 Jahre) und lebe seit 5 Jahren mit meinem Lebensgefährten zusammen. Seit nunmehr 5 Wochen hat sich alles verändert. Aus einem lebenslustigen, liebenswerten Menschen ist ein total kalter, schlecht gelaunter Mensch geworden. Er hat in seiner Vergangenheit eine Menge durchmachen müssen (sehr schlechte Kindheit, von der Mutter schlecht behandelt, Scheidung usw.). Ich weiß nicht mehr weiter. Frage ich ihn, was los ist, so sagt er nur es sei alles in Ordnung. Er läßt keine Nähe mehr zu und schläft unglaublich unruhig. Im Schlaf hat er letztens gesagt: Ich bringe mich um. Ich habe totale Angst. Gestern gab es wieder Streit. Er sagte, er wolle niemanden weh tun, wenn dies allerdings doch so wäre, solle ich ihm Bescheid sagen, dann würde er gehen. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn liebe und immer für ihn da bin, und das meine ich auch so. Dann meinte er, er käme da nicht mehr wieder raus und anschließend hieß es wieder es sei alles in Ordnung und es hätte auf gar keinen Fall mit mir zu tun. Ich krieche auf dem Zahnfleisch! Vielleicht habt ihr ja Tipps für mich.
Achja, was ich fast vergessen hätte, er will keinerlei professionelle Hilfe annehmen. Wenn ich dieses Thema anspreche, reagiert er total sauer und sagt, er wäre doch nicht bekloppt. Was kann ich tun???
Auch ich bin neu hier!
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Liebe Cladie,
herzlich willkommen hier im Forum. Ich wünsche dir, dass deine Erwartungen ein Stück weit erfüllt werden, und du dich hier angenommen fühlst.
Also ich schätze es so ein, dass dein Mann einen burn out hat, oder am Beginn einer Depri steht. Du schreibst, dassm dein Mann früher lebenslustig und liebenswert war. Dann hat er noch viel durchmachen müssen, auch Scheidung usw. Du, das ist eine Gruppe von Menschen, bei denen eine grosse Gefahr besteht, dass sie in eine depressive Phase hineinrutschen.
Ausserdem sind Männer, auch ich, was Krankheit betrifft, recht dumm. Wir kämpfen lioeber bis zum Umfallen, ales uns etwas anmerken zu lassen, geschweige denn zu einem Arzt zu gehn, das ist bei Männern so.
Aber, je länger er es hinausuzögert, um so schlimmer wird es. Es gibt heutzutage sehr viele Möglichkeiten, eine Depri zu behandeln, und niemand muss sich schämen.
Vielleicht versuchst du es einmal auf ihn einzuwirken, wenn du an seine Verantwortung, dir und den Kindern gegenüber appellierst. Bei mir hat das ein Stück weit geholfen...........
Auch vielleicht, indem du die Balance findest, auf ihn einzugehen, versuchen ihn zu verstehen,
ihm aber auf der anderen Seite auch klar machst, dass Er etwas tun muss.
Deine Kinder sind ja jetzt in einem Alter, wo sie nachfragen, was mit Papa los ist, und wie man mit der Situation am besten umgeht.
Ich wünsche dir viel Kraft, Geduld und Ausdauer,
liebe Grüsse,
bär
Hört sich sauschwer an, die Situation. Bei mir (männlich) hat es auch viele Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, daß ich professionelle Hilfe brauche. Vielleicht braucht Dein Lebensgefährte mal etwas gutes und leicht Verständliches zu lesen über das Thema Depressionen? Etwas wo er sich wiederfindet und merkt daß er nicht allein mit dem Problem ist?
Gruß
Ralle


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