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nach aussen scheine ich gar nicht depressiv

ich kann mit niemandem über meine depressionen reden. ich stehe mir sogar selbst im weg. jeden abend, wenn die kinder im bett sind, kriege ich heulattacken, weil ich einfach einsam bin, und niemanden zum reden hab....

in gesellschaft bin ich die selbstbewusste...gut drauf, und niemand denkt, dass ich depressionen habe, obwohl ich so fett bin. ganz im gegenteil: ich werde sogar dafür bewundert, wie gut ich das mit meinen kindern hinkriege...wenn die nur wüssten...

ich weiss nicht, wo ich anfangen soll, wie ich mich beschreiben soll....es fällt mir so verdammt schwer darüber zu schreiben, geschweige denn zu reden, sonst würde ich ja mit meinen zwei besten freundinin darüber reden. ich will andere leute nie nerven, das ist mein problem...ich sage immer, dass es mir gut geht, dabei hatte ich schon oft suizid gedanken.

ich weiss einfach nicht weiter...in letzter zeit betrinke ich mich abends immer, weil ich nicht klarkomme. das allein sein in gesellschaft ist sehr schlimm...

Kommentare

Liebe elayla

Ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum. Schön, das du da bist.Was du da schreibst, erinnert mich an mich selbst. Und ich glaube, es wird hier vielen anderen auch so gehen. In den seltesten Fällen sieht man einem Menschen eine Depression auf den ersten Blick nicht gleich an.Das ist das, was die Krankheit so schlimm sein läßt. Eine körperliche Verletzumg sieht man, aber eine seelische Krankheit nicht. Wie gut, das du deine Einsamkeit schon mal soweit durch brochen hast, das du hier zu uns gekommen bist. O, es kann so grausam sein, wenn man von Menschen umgeben ist, die absolut nicht erkennen können, wie schlecht es einem wirklich geht. Klar, diese Personen meinen das nicht wirklich böse. aber für einen depressiven Menschen ist das vernichtend. Du schreibst, das du in Gesellschaft die Selbstbewusste bist.  Genau so war es auch bei mir. Ich habe auch immer gedacht: Wenn die nur wüßten. Liebe elayla, bitte hab Mut, hier immer wieder vorbei zu schauen. Du findest hier viele Gleichgesinnte. Aber vor allen Dingen rate ich dir, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Am besten einen Facharzt.( Falls du es nicht schon getan hast) Es ist jetzt ganz wichtig,das du eine gute Behandlung bekommst. Damit du nicht noch tiefer in die Depri rutscht, als du jetzt schon bist. Wenn du dazu Fragen hast, melde dich ruhig. Wir helfen einander gerne. Ich bin jetzt nur kurz auf deine Zeilen eingegangen. aber du wirst sehen. Mit der Zeit werden die Beiträge mehr. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit dir.  Für heute LG

Sibbdat 

vielen dank

für deine liebe antwort sibbdat.
ich habe mal wieder sehr schlecht geschlafen, weil mich dieses ganze fett beim schlafen stört, und ich wieder ein paar gläser getrunken hatte.
ich kann nicht die mutter sein, die ich gern wäre...ich würde nicht sagen, dass ich eine schlechte mutter bin, aber die kinder werden grösser, und dann werden sie merken, in was für einem zustand ich bin. manchmal, wenn ich meine  tochter oder meinen sohn umarme, kommen mir die tränen, weil mir die nähe so gut tut. erst durch sie weiss ich, wie es sich anfühlt liebe zu empfangen. schlimm ist es auch, zu wissen, dass mich mein mann - von dem ich mich getrennt habe- nie geliebt hat. er war nur mit mir zusammen, weil er allein nicht klarkommt, und ich war halt da...

ich könnte jetzt immer weiter schreiben, aber ich denke, es interessiert niemanden. ich weiss es nicht...

übrigens...mein hausarzt ist gleichzeitig psychotherapeuth, und ich war im oktober erst auf mutter-kind-kur. diese zeit war in der hinsicht hilfreich, dass mir klar geworden ist, dass ich schon ewigkeiten depris habe, und mir einige ursachen klar geworden sind. aber gleich nach der rückkehr bin ich in ein tiefes loch gefallen...ich traue mich auch nicht alles meinem therapeuthen zu erzählen, genau wie ich es mich nicht traue hier zu tun, weil ich mich schäme...vielleicht schaff ich es mit der zeit.

danke für´s lesen.

Du mußt dich wirklich nicht schämen

liebe Elayla, dazu besteht kein Grund. Wenn du noch Zeit brauchst, um dich mitzuteilen, dann nimm dir diese Zeit.Aber schämen mußt du dich hier wirklich nicht. Wir alle haben hier mit ähnlichen Ängsten und Gefühlen zu kämpfen. Also, wenn es dir irgendwie hilft, schreibe dir bitte alles vom Herzen. Weißt du, dazu ist dieses Forum da. Weil wir uns alle füreinander interessieren. Mir geht es zur Zeit auch gar nicht gut. Ich stecke wieder in so einem Tief, was mir gar nicht gefällt.Aber dann lese ich hier oft im Forum und merke, das ich damit nicht alleine bin. Und so darfst du das auch tun. Bitte, liebe Elayla, nimm deine Erkrankung ernst. Erzähl deinem Psychotherapeuten, wie schlecht es dir geht. Das es dir so schlecht geht, daran bist du doch nicht schuld. Wie du sagst, du bist schon lange depressiv. Du erwähnst kurz deine Trennung von deinem Mann und wie du dich als  Ehefrau empfunden hast. Welch eine Leidensgeschichte versteckt sich in diesem kurzen Absatz. Und du versteckst deinen Kummer, indem du immer wieder trinkst und vielleicht auch viel ißt? Daran erkenne ich, wie groß deine innere Not ist. und wenn du dann dieses schädigende Dinge deinem Körper zu führst, dann ekelst du dich vor dir selbst und klagst dich an, stimmts? Und damit du das aushalten kannst, greifst du wiederum zum Glas und der Kreislauf beginnt von neuem. Liebe Elayla,von ganzem Herzen wünsche ich dir, das du Hilfe bekommst, um diesen elenden Kreislauf zu durchbrechen. Wenn du in deinem jetzigen Therapeuten einen guten Arzt hast, dann vertraue dich ihm an. Darf ich fragen, ob du irgendwie medikamentös eingestellt bist?  Na, wie auch immer, laß dir helfen. Und...bitte erzähl von dir, in dem Maß, wie du es kannst und möchtest. Ich freue mich auf deinen nächsten Beitrag -wann immer du möchtest. LG

Sibbdat 

alles hängt irgendwie zusammen

liebe sibbdat,

nochmals vielen dank, dass du mich ermutigst. irgendwie weiss ich auch gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. wie gesagt, als ich in kur war ist mir einiges bewusst geworden. ich muss da schon in meiner kindheit anfangen.
als ich fünf jahre war, hat sich meine mutter von meinem mittlerweile verstorbenen vater getrennt, weil er sie sehr schlecht behandelt hat. er hat sie und auch meine fünf jahre ältere schwester geschlagen, war alkoholiker und kokser und ist fremdgegangen. meinen ein jahr jüngeren bruder und mich hate er nie geschlagen. ich war sogar sein lieblingskind. ich erzähle davon, weil ich mittlerweile festgestellt habe, dass ich eine art vaterkomplex habe.
meine mutter hat immer viel gearbeitet, und hat versucht ihr bestes zu geben. ich dachte immer, es hätte uns an nichts gefehlt mit ihr. aber dem war wohl nicht so. ich weiss, dass mich meine mutter immer geliebt hat, und es immernoch tut, aber sie hat mich und meine geschwister nie gefragt, wie es uns geht, und hat uns selten einfach mal in den arm genommen...das heisst, sie wusste nie wie es uns im inneren geht. ich habe also seelische höhen und tiefen immer mit mir selbst ausgemacht.
als ich etwa 16 war habe ich angefangen rumzuschlampen (das kann man nicht anders nennen). ich habe fast wahllos mit jedem geschlafen...ich dachte bis heute, ich tat dies weil es mir einfach spass macht. bis vor 5 jahren war ich auch sehr hübsch und hatte nie probleme jemanden willigen zu finden. ich habe im bett auch immer dinge getan, die die männer wollten. meistens waren sie einige jahre älter as ich. ich hatte sogar ein verhältnis zu einem nachbarn mit dessen frau meine mutter befreundet ist...dafür schäme ich mich heute sehr. jedesmal wenn ich die frau sehe, habe ich ein schlechtes gewissen, aber ich kann´s nicht mehr rückgängig machen.
irgendwann habe ich angefangen pep zu ziehen. auf der arbeit habe ich meinen mann kennengelernt. schnell landeten wir im bett und haben immer viel gezogen. so ging das etwa sechs monate, als ich erfuhr, dass ich schwanger bin. ich habe sofort mit dem zeug aufgehört, und auch mit dem rauchen. mein mann sagte, er wird auch aufhören...es führte dazu, dass ich in der schwangerschaft 40 kg zugenommen habe. als ich im dritten monat war, heirateten wir. nach der geburt warf er mir immer vor, so fett zu sein. er selbst hatte wieder angefangen zu ziehen, was mich in verzweiflung brachte. ich habe ihn geliebt, und wollte, dass wir eine ganz normale familie werden. ich habe mal 20kg abgenommen...
zugenommen.. abgenommen...zugenommen...je nach laune. ich wurde wieder schwanger und es wurde ganz schlimm zwischen uns. er beleidigte mich, machte mich fertig, konsumierte immer mehr...ich konnte nicht mehr. am tag der geburt kam er nicht ins krankenhaus, weil er drauf war. an dem tag habe ich mich von ihm getrennt. das war vor 1,5 jahren.
nach der trennung habe ich wieder mit einigen männern geschlafen, wieder alles getan, was sie wollten im bett. trotz meines gewichts habe ich kaum probleme willige leute kennenzulernen, weil ich total selbstbewusst sein kann. mir wurde nur klar, dass ich das nicht tue, weil ich einfach auf sex stehe...sondern weil sex der einfachste weg ist, männer rumzukriegen, und so körperliche nähe zu bekommen. das hört sich total komisch an, aber ich weiss nicht, wie ich das erklären soll...wie gesagt, bewusst ist mir das ganze ja auch erst seit kurzem. mein psychiater weiss nichts davon, weil ich mich schäme das zu erzählen. ich weiss aber, dass ich das tun sollte...
mir ist also klar geworden, dass ich in allem was ich bisher getan habe, einfach nur liebe gesucht habe. jemanden, der mir zuhört...mich in den arm nimmt...
jetzt kommt die schwierigkeit dazu, dass mein arzt eine stationäre therapie geraten hat, aber das kann ich nicht machen, wegen meinen kindern. ich merke aber, dass es so nicht weitergeht...
ich bin einfach verzweifelt.

so...das ist also die kurzfassung...ich weiss, dass ich ein schrecklicher mensch bin, und ich daher auch nicht verdient habe, geliebt zu werden. ich bin nicht gläubig, aber ich glaube trotzdem, dass es so ist.

aja...zu deiner frage: medikamente nehme ich keine.

Hallo elayla

Zuerst einmal danke ch dir ganz herzlichen Dank für dein Vertrauen. Was ich aus alledem, was du schreibst heraus höre ist, das du wirklich dringend Hilfe brauchst. So wie du dein Leben beschreibst, bist du ja ausgetrocknet wie ein Brunnen, der seit Jahrzehnten kein Wasser mehr gesehen hat. Du hast gedacht oder mehr unbewußt gewünscht, das dieser Tank durch deine wechslenden sexuellen Kontakte aufgefüllt wird. aber im Nachinein erkennst du, das es nicht der Fall ist. Im Gegenteil, vielleicht empfindest du deine inneren Leere dardurch nur noch deutlicher. Du, ich kann das sogar verstehen, das du das deinem Psychater nicht erzählen möchtest. Das ist ja so ein sensibles Thema. Da wünschte ich dir eine Psychater(in) an deine Seite. Gut, ich weiß nicht, wieviel Vertrauen du zu deinem Arzt hast. Doch aus dem, was du schreibst, entnehme ich, das du das nicht alleine schaffst. Du schreibst, das dein Arzt dir einen stationären Klinikaufenthalt geraten hat, das du das aber wegen deiner Kinder nicht umsetzen kannst. Darf ich fragen, wie alt deine Kinder sind? Und...wenn du einen Unfall hättest und deswegen in ein Krankenhaus müsstest, würdest du doch auch gehen, oder? Klar, du willst Rücksicht auf deine Kinder nehmen. aber hilfst du ihnen letztendlich nicht mehr,wenn du die Sache offen angehst? Also, egal ob ambulante Behandlung oder Klinikaufenthalt. Du schreibst selbst, das es so nicht weiter gehen kann. Aber nicht, weil du ein schechter Mensch bist und keine Liebe verdient hast. Nein, du bist so wertvoll, das Gott es nicht erträgt, wie du leidest. Und genau das mußt du mit ärtzlicher Hilfe aufarbeiten, das du denkst, du hättest keine Liebe verdienst. Ich bin davon überzeugt, das dir geholfen werden kann. Ich mache dir Mut, darüber nachzudenken. Für heute LG

Sibbdat 

ich habe niemanden

...der auf die kinder aufpassen kann. klar, wenn ich einen unfall hätte, müsste mein ex auf die kinder aufpassen, wovon ich nicht begeistert wär. die gründe sind ja bekannt. ich habe eine 4-jährige tochter, und einen 1,5-jährigen sohn. meine mutter hat 1. keine nerven dafür, und 2. ist sie nur noch selten in deutschland. ausserdem kommt ja noch die schwierigkeit hinzu, familienangehörigen sowie freunden erklären zu müssen, warum man denn jetzt in eine klinik geht...die wissen ja von nix. der einzige dem ich sowas erzählen kann ist mein ex, aber das ist ja auch wie gesagt, nicht gerade die hilfreichste person. dein tip eine psychiaterIN zu suchen, ist gar nicht so schlecht. mein arzt zwar nett und aufmerksam, aber dennoch könnte ich ihm diese dinge nicht erzählen.
mein foto werde ich glaube ich auch wieder löschen, das ist mir doch irgendwie unangenehm...heute geht es mir in relation zu den letzten tagen aber schon besser...vielleicht weil du mir zuhörst, liebe sibbdat. dafür möchte ich mich noch einmal bedanken. darf ich fragen, was dich bedrückt? du scheinst ein herzensguter, gläubiger mensch zu sein. mir ist sowieso aufgefallen, dass hier einige religiöse leute sind. irgendwie hat mich das verwundert, wei ich den naiven glauben hatte, dass gläubige im reinen mit sich wären...oder hat man den weg zum glauben gerade durch die depression gefunden? wenn die frage zu heikel ist, dann lass sie einfach stehen. ich bin nur ziemlich neugierig.
lg

Wer passt auf die Kinder auf?

Liebe Elayla, habe ich dich mit meinem letzten Beitrag bedrängt? Das wollte ich nicht. Das du deine Kinder versorgen mußt, ist doch gar keine Frage.Deswegen meinte ich doch auch, ob nun stationär oder ambulant,Hauptsache,dir wird geholfen. Ich dachte nur, wenn sogar dein Arzt es vorschlägt, muß deine Lage ziemlich ernst sein. Aber ganz klar, du bist in deiner Situation, nicht ich. Ich bin auch nie in einer Klinik gewesen. Habe zwar mehrfach einen Antrag gestellt, wurde aber immer abgelehnt, so nach dem Motto: das lohnt sich nicht mehr, die ist schon so lange krank. Eine ausreichende Wiederherstellung ist nicht mehr möglich und sie steht darum dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung. Meine Botschaft an dich lautet einfach: Paß gut auf dich auf. Vielleicht auch aus eigenenem Erleben, denn ich habe nicht so gut auf mich aufgepasst und bin dann von einem nicht erkannten und darum nicht ausgeheilten Burnout in eine tiefe Depression gerutscht. Die Diagnose Depression bekam ich 2001, aber davor ging es mir schon viele Jahre sehr schlecht, ohne das ich genau wußte, warum. Wenn du magst, kannst du ja mal meine Blogs lesen. Da steht einiges drin. Aber frag ruhig, wenn du dazu noch etwas wissen möchtest.  Ja, ich weiß. Das ist so landläufig die Meinung über uns Christen, das wir mit eine Art seligen Lächeln rum laufen und uns die Schwirigkeiten des Lebens und des Alltags nichts mehr anhaben können. Doch so ist es nicht. Auch Christen werden krank, auch Christen haben Probleme, sie sind davon nicht ausgenommen. Nein, die Frage danach ist gar nicht zu heikel. Ich finde es gut, das du sie stellst. So, jetzt muss ich aber doch wieder ins Bett. Ich konnte nicht schlafen und habe mir jetzt mit dem Schreiben die Zeit überbrückt. Ich freue mich auf guten weiteren Austausch mit dir. Liebe Sylvestergrüße

Sibbdat 

nein nein

du hast mich nicht bedrängt, ist alles in ordnung :) danke auch, für deine antwort. ich werde mal deinen blog durchlesen, hatte schon damit angefangen, daher wusste ich ja auch, dass du religiös bist.
Ich verstehe nicht, wie man meinen kann, dass es für jemanden schon zu spät wäre. Aber du bist doch in therapie, oder? soweit ich weiss, nimmst du medikamente...hilft es dir denn?
ich muss mich auch kurz halten, liebe sibbdat. ich wünsche dir noch einen guten rutsch.
lg

Auch dir ein gutes Jahr 2012

Ja,ich bin in Therapie. In einer sehr guten sogar. Aber trotzdem muß ich mit meiner Depression leben lernen. Leider gehöre ich zu denen, wo es eben schwerpunktmäßig darum geht, das der aktuelle Stand gehalten und minimal verbessert wird. Diese Hoffnung besteht natürlich immer. Wie ich schon sagte, meine Depression war schon zu weit fortgeschritten. Sie wurde zu spät erkannt. Meine Therapeutin hat mir erklärt, das ich es wie eine Behinderung ansehen muß. Je besser ich damit umgehen lerne, umso besser wird meine Lebensqualität. Das wurde übrigens auch von mindestens 2 Gutachtern bestätigt. Gefallen hat mir das absolut nicht. Entscheidend dabei war sicher auch mein Lebensalter. Ich bin jetzt 51 schon Mitte 40 habe ich dem Arbeitsmarkt nur noch teilweise zur Verfügung gestanden. Ab 2007 war ich dann auf Zeit erwerbsgemindert und jetzt bin ich es voll.  Das war auch der Grund, warum keine Reha bewilligt wurde. Keine Chance auf Wiederherstellung-keine unnötigen Kosten.  Das bedeutet aber nicht, das ich mich jetzt resigniert in die Ecke setze und selbst bemitleide. Ich bin immer wieder darum bemüht, meine Kräfte zu stabilisieren. schon alleine durch eine engmaschige Tagesstruktur. Es ist da gar nicht so einfach, das gesunde Gleichmaß zu halten. Ich bin jetzt gerade dabei, in mühsamen kleinen Schritten meinen Haushalt wieder zurück zu erobern und nach und nach meine Kontakte wieder neu aufzubauen. Ein fester Programmpunkt sind zb. auch meine täglichen Spaziergänge und regelmäßiges Schwimmen. Das fällt mir nicht leicht, aber ich mache es.  An manchen Tagen geht aber auch mal gar nichts mehr. Dann stehe ich dazu und mache dann auch mal nichts. Das habe ich  mühsam lernen müssen, das meine Akkus dann eben absolut leer sind. Aber ich freue mich wirklich über jeden noch so kleinen Fortschritt. Jetzt merke ich wenigstens schon, das mir die Ruhe schon ein bißchen gut tut. das war vor einiger Zeit noch nicht so.  Ganz besonders hilft mir auch  das Forum hier. Jahrelang hatte ich das Gefühl, als würde ich allein mit meiner Krankheit da stehen. Mein Umfeld konnte einfach nicht nachvollziehen, was mit mir los war. Wie auch? Ich wußte es doch selbst nicht. Aber durch das Forum merke ich, das ich nicht alleine bin.Allerdings bin ich auch immer wieder darüber erschrocken, wieviele Menschen an Depressionen erkrankt sind. So, jetzt ist aber genug gequatscht. Also dann bis nächstes Jahr LG  
Ach ja, Medikamente. Ja, ich nehme morgens eine Citalopram und auf den ganzen Abend verteilt insgesamt 3 Opipramol. Das stabilisiert mich gut.

Sibbdat 

Hallo Elayla! Wie geht es dir?

Fühl dich bitte nicht bedrängt durch die Frage. Aber mich interessiert es sehr, ob es dir einigermaßen gut geht. LG

Sibbdat