Mein Glaubensblog
ich betrachte meine Lebensgeschichte und auch meine Depression, die zu meiner Lebensgeschichte dazu gehört,aus der Glaubensperspektive heraus. Darum möchte ich hier immer mal wieder von meinen Gedanken, Gefühlen und Ängsten, aber auch von den ermutigungen die ich durch Gottes Wort bekommen habe,schreiben.Mir ist bewußt, das jeder Mensch seine ureigenste und persönliche Geschichte mit Gott hat.Aber manche Begebenheiten erleben wir auch, um sie zu teilen.Ich weiß, das man da nicht immer zu in der Lage ist.Das ist bei mir sehr oft so.Und doch möchte ich versuchen, immer wieder mal einen kleinen Beitrag zu schreiben.Manche von euch haben das ja auch schon getan und tun das immer noch regelmäßig.Für mich sind diese Beiträge immer wieder eine Ermutigung auf diesem oft so schweren Weg.
Als ich im Oktober 1977 mein Leben Jesus Christus übergab, war ich voller Bereitschaft und Begeisterung, ihm zu dienen.Obwohl ich von Hause aus absolut nicht christlich erzogen wurde, fühlte ich mich schon im Kindergottesdienst sehr aufgehoben. Ich kann mich noch gut an die "Fleißkärtchen erinnern, die wir jeden Sonntag bekamen.Mich fazinierten die Geschichten aus der Bibel, obwohl ich sie noch gar nicht richtig verstand. Wenn es mal wieder Schwierigkeiten zu Hause oder in der Schule gab, flüchtete ich mich ins Gebet.Sicher, ich wußte noch nichts davon,das Gott wirklich Gebete erhört.Aber irgendwie habe ich ihm immer wieder von meinen kindlichen Kümmernissen erzählt.
Klar, es gab damals auch sehr viele Jahre, in denen ich nicht an Gott dachte. Aber er hat immer an mich gedacht und mich nie vergessen.!973 wurde ich konfirmiert. Ich erlebte diesen wie alle anderen jungen Menschen auch. Gottesdienst, Feiern, viele Geschenke. Und doch war dieser Tag etwas Besonderes für mich.Der Pastor sagte, das wir, wenn wir wollten, uns unseren Konfirmationspruch selbst aussuchen konnten.Ich wollte das nicht. ich wollte ihn lieber vom Pastor bestimmen lassen.Ich bekam den Vers aus Apostelgeschichte 16,31: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig.Dieser Vers hat damals richtig bei mir eingeschlagen.Was heißt das? An Jesus glauben? Tat ich das nicht schon? Wen konnte ich fragen? Es war niemand da, der mir das erklären konnte.Auch nicht der Pastor.Er wußte es nicht.Aber mich ließ die Frage nicht mehr los.Ich suchte mir den Vers in einer alten Bibel. Aber ich begriff noch nicht, um was es da wirklich ging.Aber ich spürte, das diese Frage von hoher Bedeutung für mich war.Eines Tages, es waren inzwischen zwei oder drei Jahre vergangen, befand ich mich in unserer nächst größten stadt,in der ich auch inzwischen die Schule besuchte.Ich wollte wohl irgendwas besorgen und kam dann an einem Gebäude vorbei,vor dem ein Schaukasten aufgestellt war. "EC für entscheidenes Christentum", stand da geschrieben. "Christlicher Jugendkreis, dann und dann. Jugend EC-Chor, dann und dann." Nie zuvor hatte ich sowas gehört oder gelesen. Was verbarg sich wohl dahinter? Es war Montag, und ich sah, das die Versammlung in wenigen Minuten beginnen würde.Kurzerhand ging ich hinein.Das waren meine ersten bewußten Schritte in ein Leben mit Jesus Christus, obwohl die eigentliche entscheidung etwas später kam.
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