Die Nebenwirkungen :(
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Hallo zusammen
mich würde mal interessieren wie es Euch bei den AD mit den Nebenwirkungen ergangen ist. Habt ihr auf jedes AD reagiert? Ich stehe was die Medikation angeht noch relativ am Anfang, bin gerade allerdings etwas mutlos.
Ich habe angefangen mit Citalopam 20 mg und Opipramol 2x100 mg.
Auf das Cialopam habe ich sehr heftig reagiert. Starke, ständig anhaltende Übelkeit, manchmal Erbrechen, heftiger Blutdruckabfall,appetitlosigkeit, Durchfall, Schweißausbrüche und am persönlich schlimmsten: noch schlimmere Schlafstörungen als ohnehin schon.
Nach 14 Tagen habe ich erneut mit meinem Arzt gesprochen und aufgrund der Nebenwirkungen sollte ich die Citalopam abends nehmen und bekam noch Zopiclodura zum schlafen. Mit Zpoiclodura konnte ich zwar (relativ) einschlafen war aber den ganzen Folgetag so unglaublich müde das ich manchmal dachte ich würde gleich umfallen, konnte manchmal kaum die Augen aufhalten. Dafür war die Sache mit der Übelkeit vom Citalopam gegessen und ich merkte langsam die erste Wirkung davon und war stimmungsmässig gar nicht so schlecht drauf.
Letzte Woche war ich wieder beim Arzt (mein HA betreut mich alle 14 Tage weil ich noch keinen Therapieplatz habe) Da ich nach wie vor superschlecht einschlafen kann (selbst mit Zopiclodura kann es 2-3 Std dauern) und am nächsten Tag so furchtbar gerädert bin hat er meine Medikamente komplett umgestellt. Ich nehme nun
Paroxat 20 mg
Levomepromazin 25 m abends zum Schlafen
bei Bedarf noch Zopiclodura (bisher drauf verzichtet)
Ich reagiere auf das Paroxat mit erheblichen Kreislaufstörungen und Herzrasen. Zugegebenermaßen, weniger Nebenwirkungen als unter Citalopam. Mit dem Levomepromazin zum schlafen ist jedoch so eine Sache...Einschlafen kann ich genauso schlecht, bin ich dann jedoch eingeschlafen werde ich erst ca 12 Std später wach -.- (und bisher hat mich jemand/etwas geweckt ich glaube ich würd sonst noch länger pennen) Das passt mir so gar nicht ich bin immerhin noch berufstätig. Das schlimmste ist aber das ich mich zurückgeworfen fühle weil meine Stimmung wieder viel düsterer ist als unter dem Cialopram.
Ich hab nun etwas Angst das das Paroxat auch nichts für mich ist und ich wieder experementieren muss was wieder neue Nebenwirkungen bedeuten würde und mich zurückwirft. Wie ist es Euch da ergangen??
und sorry für den langen Roman ;-)
Lieb FallenLeaf,
auf der einen Seite sind Medikamente eine wirklich grosse
Hilfe, auf der einen Seite ist es auch nicht einfach, bis
"man richtig eingestellt ist."
Mir ging es am Anfang meiner Depris auch so, es dauerte
fast ein Jahr, bis ich die richtigen Medikamente hatte.
Mit dem Hausarzt hatte ich nicht die besten Erfrahrunge,
erst als ich zu einem Facharzt ging, wurde es besser.
Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente...................,
deshalb ist die Einstellung so schwierig. Oft dauert es
auch so zwei Wochen, bis sie erstmal eine Wirkung zeigen.
Ich selbst habe damals im Publikumsverkehr gearbeitet,
mit entsprechendem Stress. Von daher denke ich, ist es
besser, die Einstellung in einer Phase zu machen, wenn man
mehr Ruhe hat. .........................................................................
wenn dich dein Arzt mal für drei Wochen krankschreibt.......
also Kreislaufprobleme, und morgends beim Aufstehen
total neben sich zu sein, zu lange schlafen............................
das kann sich aber nach einer gewissen Zeit auch wieder
legen.
Mit dem Druck, aber jeden Tag voll fit sein zu müssen,
und das es mir ja niemand anmerkt, ist es sehr schwierig.
Aber wenn du mal gut eingestellt bist, sind Tabletten eine
sehr gute Sachen. Die Tabletten nehmen dir nicht die
Depression auf Dauer, aber sie können uns helfen, einiger-
massen damit zu leben. Ich vergleiche es mit Krücken,
Rollstühlen usw.
Ich wünsche dir von Herzen, dass es nicht mehr lange dauert,
und Medikamente für dich gefunden werden, wo du mit
leben kannst.
viele liebe Grüsse,
hund und bär.
hallo,
ja es ist gut, wenn du deinem Hausarzt vertrauen kannst.
Aber weisst du, am Anfang hast du die Probleme der Depres-
sion, und gleichzeitig noch die Nöte der Tablettenumstellung.
Da meint man zunächst, ohne Medikamente wäre es besser,
kurzfristig gesehen. Aber längerfristing lebt es sich mit
den Tabletten schon besser, und die Forschung geht auch
weiter. Es werden immer bessere Medikamente auf den
Markt kommen, weil ja auch immer mehr Menschen an diesen
Depressionen leiden müssen.
Und liebe FallenLeaf, es muss nicht immer ein Jahr dauern,
wie gesagt, wie Menschen sind ja so was von verschieden,
auch von unserem Gehirn her, unseren Organen, unserem
Innenleben.............................bei manchen geht es schneller,
bei anderen langsamer.
Mein Facharzt hat am Anfang immer gesagt, "da muss ich
halt durch".
Leider ist man versucht, keine Tabletten mehr zu nehmen.
Aber das ist ähnlich, als wenn man einem Behinderten seinen
Rollstuhl wegnimmt. Der muss auch erst einmal üben, mit
so einem Gerät umzugehen, um vorwärts zu kommen.
Und wenn er vorher aufgibt, schränkt er seine Freiheit ein.
Deshalb möchte ich dir jetzt auch einfach Mut machen, da
auch "durchzugehen." Aber irgendwann bist du durch,
und kannst ganz arg stolz auf dich sein.
Sei herzlich gegrüsst,
hund und bär.
gegen das gedankenkarusell am abend hilft bei mir ganz gut lasea, das sind lavendelölkapseln, also rein pflanzlich.
Hallo,
das ist schön, dass dein Hausarzt dich so sehr mit den Tabletten unterstützt. Meine Ärztin erhöht einfach nur weiter die Dosis von Citalopram und ich fühle mich dadurch nicht besser. Und auf den Termin für den Psychater muss ich insgesammt zweieinhalb Monate warten. Zum Glück habe ich wenigstens die Psychotherapie.
Ich dachte auch am Anfang, dass es mit Medikamenten sogar schlimmer ist. Mein Empfinden hat sich irgendwie dadurch verändert. Als ich die Tabletten dann aber absetzte merkte ich sofort, dass es wieder schlimmer wurde. Bin zwar unzufrieden mit meinem Citalophram aber besser als ohne ist es wirklich.
Ich wünsche dir, dass du die richtigen Medikamente findest. :-)
Astrantia




Land
Vielen Dank für Deine Antwort. Einerseits hat es mich ein wenig geschockt zu lesen das es u.U. bis zu einem Jahr dauern kann ehe man passend eingestellt ist andererseits habe ich so etwas schon fast befürchtet
Mit den Medikamenten an sich habe ich kein Problem. Ich sehe sie schon als eine Hilfe an auch wenn es mir an manchem Tag schwer fällt und ich am liebsten alles abbrechen und in die Mülltonne werfen würde.
Ich habe nie auf Medikamente reagiert, Nebenwirkungen waren immer ein Fremdwort für mich vielleicht bin ich da etwas verwöhnt und es hat mich dann umso mehr aus der Bahn geworfen gleich unter sovielen Nebenwirkungen zu leiden.
Mein Hausarzt handelt wohl nach besten Wissen und Gewissen auch wenn er kein Facharzt ist. Seinem Urteil werde ich weiter vertrauen, einen Termin beim Facharzt habe ich leider erst im Dezember ergattert (was mich auch sehr sehr niedergeschlagen hat)
Ich weiß nicht ob es verrückt klingt, aber manchmal habe ich das Gefühl das es mir besser ging als ich zwar depressiv war, aber noch keine Medis genommen habe