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Konkrete Glaubensschritte

Es verging noch einige Zeit. bis ich den Schritt, mich für Jesus zu entscheiden, wirklich wagte.Aber der satz meiner Mitschülerin "Hast du dich schon für Jesus entschieden?" ließ mich nicht mehr los?Ich dachte sehr viel darüber nach. Gottesdienste und Bibelstunden, an denen wir Schüler regelmäßig teilnahmen, hörte ich jetzt mit ganz anderen Ohren.Ich hatte verstanden, das ich Jesus brauchte. Aber wozu? Ich weiß heute gar nicht mehr, ob ich damals jemanden direkt danach gefragt habe.Ich nehme es aber an.Auf jeden Fall wurde mir im Laufe der Zeit klar, das meine Entscheidung, mich für Jesus zu entscheiden, Auswirkungen für mein jetziges Leben haben würde, vor allen Dingen aber darüber, wo ich nach meinem Sterben sein würde.Gut, ich war damals 17 Jahre alt und dachte verständlicherweise noch nicht sehr viel über Tod und Sterben nach.Aber irgendwie spürte ich doch, das es wichtig war, darüber nachzudenken.
Aber es verging nochmal einige Zeit.Durch den Schulalltag, Klassenarbeiten usw. trat es in den Hintergrund. Und dann gab es tatsächlich eine Zeit, wo ich gar nicht mehr darüber nach dachte. Doch das änderte sich spätestens im Herbst 1977. Es waren Herbstferien und ich war zu Hause.Wie schon an anderer Stelle beschrieben, war es nicht einfach. Ich war immer froh, wenn die Ferien oder die Wochenenden vorbei waren. So auch an diesem besagten Tag. Mutter und ich hatten mal wieder gestritten und wir gingen abends unversöhnt auseinander.Meine Gedanken waren noch total aufgewühlt von dem Streit. Es dauerte sehr lange bis ich einschlafen konnte.Aber irgendwann war es dann endlich soweit. Bis ich dann mitten in der Nacht wieder wach wurde.Ich konnte mir zunächst nicht erklären, warum.Mir fiel der Streit mit meiner Mutter wieder ein und ich dachte, das mich das noch umgetrieben hätte.Doch dann merkte ich, wie ich innerlich ganz ruhig wurde.Und dsann stand dieser Satz von meiner Freundin wieder vor mir.Klar und deutlich wie ein Lichtreklame."Hast du dich schon entschieden?" Und gleich danach kamen mir Sätze wie: "Komm folge mir nach. Verlasse alles, was du hast und folge mir nach." Erst viele Wochen später begriff ich, das es Worte Jesu aus der Bibel waren. Und dann fiel mir alles wieder ein. Die Andachten, die gehört hatte, meine Gespräche mit der Freundin und meine inneren Auseinandersetzung mit dem Thema.Und dann kniete ich mich in meinem Bett hin und sagte: "Jesus Christus, ich kenne dich noch nicht. aber wenn es dich wirklich gibt, dann übergebe ich dir hiermit mein Leben." Dann machte ich das Licht aus und schlief weiter.Als ich am nächsten Morgen wach wurde, kam mir sofort der Gedanke: "Ach ja, du bist ja jetzt Christ. Jetzt kannst du nicht mehr leben wie bisher.Als erstes mußt du es weitersagen..." aber wo sollte ich damit anfangen.? Ja, ich war zwar jetzt Christ, aber doch noch sehr feige.Ich hatte angst, es zu Hause zu bekennen.Was tat ich? Durch eine Radiosendung warich auf das Missionswerk Heukelbach aufmerksam geworden. Ich bestellte mir ca. 100 Traktate und verteilte diese in unserem Dorf in Briefkästen und klemmte sie unter die Scheibenwischer der Autos.Dabei betet ich: Herr Jesus, ich habe so was noch nie gemacht. aber bitte segne die Menschen, die das lesen.
Wie es dann weiter ging, dazu mehr beim nächsten Mal.