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Ist es nur ein Tick?

Das, was ich tat, konnte (und sollte) ja nicht verborgen bleiben. Meine Leute zu Hause merkten, das ich irgendwie anders war. Das machte ihnen Angst.Gleichzeitig versuchten sie mir durch Anklagen und Provokationen diesen "neuen Tick" abzugewöhnen. Meine Mutter sagte zum Beispiel immer zu mir, wenn ich nicht ihrer Meinung war: " Und du willst ein guter Christ sein? In der Bibel steht aber, das du deiner Mutter nicht widersprechen sollst." Gut, das ist sicher eine ziemlich eigenwillige Auslegung. Aber da ich ja erst am Anfang meines Glaubenslebens stand, gelang es ihr doch oft, mich da ganz schön durcheinander zu bringen.Doch da ich ein Mensch bin, der den Dingen gerne genau auf den Grund geht, besprach ich sowas, so gut ich damals schon konnte, mit Jesus Christus. Zum Beispiel so:" Jesus, ich kenne mich noch nicht sogut aus.Ich will nicht gegen dein Wort handeln. aber wenn ich es doch getan habe, vergib mir bitte."Und ich stieß dann eines Tages in der Bibel auch auf die Worte von Mose und auch von Paulus, das wir unsere Eltern lieben und ehren sollen, aber auch, das die Eltern ihre Kinder nicht zum Zorn reizen sollten.Mir fehlte damals natürlich noch die nötige Reife. aber Als meine Mutter mir das wieder mal vorhielt, sagte ich, das sie Recht habe, aber das Eltern ihre Kinder auch nicht zum Zorn reizen sollen.Ob sie das verstanden hat, weiß ich nicht.Aber sie hörte auf, mir den "Tick" austreiben zu wollen.Sie wandte sich dann an meinen älteren Bruder.Der sagte dann zu mir: "Hör mal, du hast die Wahl. entweder du hörst mit diesem frommen Quatsch auf, oder du fliegst raus. Dann kannst du hier nicht mehr wohnen. Obwohl mich das damals ganz schön getroffen hat, sagte ich zu ihm, das die Sache mit Jesus kein religiöser Quatsch für mich sei und das ich meinen gerade gefundenen Glauben ganz gewiß nicht aufgeben würde." Er rannte dann wutentbrannt rein und knallte die Tür zu aber rausgeworfen haben sie mich dann doch nicht. Das alles fand in der Zeit  Herbst/Winter 1977 statt. Ich erwähnte ja schon, das ich mich damals in der Ausbildung zur Kinderpflegerin befand. Dardurch, das meine Ausbildungsstätte von Diakonissen geleitet wurde, bekam ich von dort natürlich auch gute geistliche Nahrung. Ganz besonders wertvoll waren mir die Gespräche mit gleichalrigen Schülerinnen, die ebenfalls an Jesus glaubten.Und ich lernte zu der Zeit sehr viele christliche Lieder, die von Herzen gern und zu jeder Zeit sang. Ich hatte inzwischen Gitarre gelernt,so das ich mich auch selbst begleiten konnte.In den Ferien besuchte ich weiterhin den EC für entschiedenes Christentum. Dort gab es auch einen kleinen Bibelkreis.Dorthin konnte ich meine Mutter immer mal wieder mitnehmen. Denn ich wollte so gerne, das auch sie Jesus kennenlernen würde.Die Ausbildungszeit näherte sich dem Ende und ich bekam eine Anstellung als Kinderpflegerin in einem Kinderheim nicht weit von Nienburg entfernt. Damit verbunden war dann auch der entgültige Auszug von zu Hause.Ich bezog eine kleine Mitarbeiterwohnung. Es handelte sich  um lern- und geistig behinderte Kinder und Jugendliche  zwischen fünf und ca. 25 Jahren.Wo ich konnte, erzählte ich diesen Kindern und Jugendlichen von Jesus. Wir lernten viele Lieder von Jesus und wir spielten biblische Szenen nachund führten sie den Angehörigen vor. Ganz besonders gerne erinnere ich mich an eine Zeit, in der wir mit einer Gruppe der Kinder mal in Rinteln zu einer Freizeit waren.Dort lebte eine Frau, die von ihrem Vater mit dem Wohnhaus einen Schafstall vererbt bekommen hatte.Diese Familie war eine gläubige Famile Da sie aber die Schafzucht nicht mehr aufrecht halten konnte, bat sie Gott ihr zu zeigen, was er für sie als nächstes für eine Aufgabe habe. Und dann habe Gott ihr ins Herz gegeben, das sie den Stall für "menschliche Schafe umbauen lassen sollte." Es sollte eine Stätte werden, wo Menschen Jeus kennenlernen konnten.Als wir dort bin der Kindergruppe ankamen, freute sie sich so sehr, als sie hörte, das auch ich an Jesus glaubte und den Kindern davon erzählte.Die Kinder durften sie Tante Anni nennen und ich denke noch oft an Tante Anni zurück. Es war eine sehr schöne Zeit.
Aber zurück zu dem "Tick",den mir meine Angehörigen abgwöhnen wollten. Im Laufe der Zeit merkten sie, das mir dieser "Tick" in keiner Weise schadete.Sie stellten eine Ausgeglichenheit an mir fest, die sie so nicht von mir kannten.Klar gab es auch später noch massive Schwierigkeiten.Aber doch aktzepierten sie mich als eine, die an Gott glaubte, auch wenn sie das so für sich nicht sehen konnten. Die Arbeit im Kinderheim machte mir große Freude.Aber ich hatte irgendwie den eindruck, als wäre jetzt was anderes dran.Da ich das schon in einem anderen Blog beschreiben habe, will ich das hier nur kurz erwähnen und dann gleich einen Sprung in die Zeit der nächsten zwanzig Jahre machen. Aus dieser Zeit gebe ich ein paar Srteiflichter wieder, die meinen weiteren Weg mit Jesus ein bißchen verdeutlichen.