Gedanken zu Matthäus 11, 28
"Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken."
Kommt, die ihr unter der Last des Alltags fast zusammenbrecht, weil die Sorge um euer Auskommen euch umtreibt:
Gebt mir all euer Sorgen und kommt zur Ruhe, denn ich sorge für euch!
Komm, der du diese schmerzende Wunde trägst, weil man dir schon seit deiner Kindheit das Gefühl mitgab, nicht geliebt, nicht gewollt oder nicht in Ordnung zu sein:
Ich liebte dich schon, bevor deine Mutter an dich dachte. Du bist wunderbar gemacht und wertvoll in meinen Augen.
Und du, wie lange schon trägst du deine Verletzungen, die dir Menschen zufügten, nur weil sie dich nicht verstehen konnten oder wollten:
Ich will meine heilenden Hände darauf legen, damit sie nicht immer wieder aufbrechen.
Warum trägst du deinen Groll, deine Bitterkeit und Unversöhnlichkeit wie einen Schutzschild vor dir her, damit nur niemand sieht, wie leer und freudlos dein Leben geworden ist:
Gib das alles mir, ich habe auch dafür mein Leben gelassen, und brich auf in ein neues Leben voller Freude und Frieden.
Komm zu mir, der du allen und jedem zeigen mußt, dass du alles im Griff hast, dass du schon klarkommst, nur keine Schwäche zeigen:
Bei mir darfst du schwach sein, mir mußt du nichts beweisen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Und du, der du mit dieser Schuld lebst, die wie Pech an dir klebt und dich nicht zur Ruhe kommen läßt:
Sprich mit mir darüber, auch dafür habe ich am Kreuz ausgerufen: "Es ist vollbracht!"
Komm zu mir, wenn deine Krankheit dir Angst macht und gerade in der Nacht so bedrohlich erscheint:
Ich bin da, an deinem Bett, du bist nicht allein, mein Frieden will dich umhüllen.
Und ihr alle, die krankt an euch selbst, die ihr unter eurem ständigen Versagen leidet, weil ihr die Maßstäbe viel zu hoch angesetzt habt, die ihr euch nicht mehr ertragen, nicht mehr tragen könnt:
Ich kann und will euch tragen. Ihr werdet euch geborgen fühlen wie ein Kind, das von seiner Mutter auf der Hüfte getragen und auf den Knien gewiegt wird.
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