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Wie ergeht es euch in euren Gemeinden?

14 Antworten [Letzter Beitrag]
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bär
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Beigetreten: 31.07.2010

Hallo,

mich würde es interessieren, in welche Art von Gemeinden ihr geht, und ob euch das inn euren Gemeinden hilft, oder nicht ?

Ich selbst gehe in eine Landeskirchliche Gemeinschaft hier vor Ort.

Über Depressionen gibt es verschiedene Meinungen von:

au, aufpassen.

der oder die braucht nur Tabletten, dann wird es wieder gut.

mit so was gebe ich mich ja gar nicht ab, links liegen lassen.

und auch: wie geht es dir, kann ich dir helfen.

wenn es mir gut geht, gehe ich gerne in die Gemeinde. Wenn nicht, muss ich mich zwingen, und bleibe zuhause. Ich spüre so ein Gemeindedenken, wir sind doch gut,
super Mitarbeiter, wenn bei uns niemand Christ wird, wo denn sonst. Die Starken bestimmen alles, und die anderen.........................................

Aber in der Mehrzahl doch, Depression die grosse Unbekannte. Manche gehen schon gar nicht mehr in Gemeinden, wie geht es euch damit.?

liebe Grüsse
bär

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Glimmender Docht
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Gemeinden....

Hallo Bär,

schön, dass Du dieses Thema angeschoben hast. Auch auf die Gefahr hin, vielleicht als Nestbeschmutzer angesehen zu werden (ich halte übrigens überhaupt nichts davon, gegenüber Kirchenfernen so zu tun, als ob in unseren Gemeinden alles in Ordnung wäre!!!), sage ich hierzu mal folgendes:

Ich gehöre zu einer Baptistengemeinde, die etwa 180 Mitglieder hat. Soweit die Daten!!! Aber ich merke zusehens, dass mir etwas fehlt! Alles ist so verkopft, so anspruchslos im Hinblick auf das Wachstum im Glauben, so geregelt und so festgelegt, eigentlich ohne Leben!! Ich habe Haus- und andere Kreise verlassen, weil ich - so war mein Eindruck - immer die Einzige war, die sich mit frommen Antworten auf alle Fragen nicht abfinden konnte. Ich will, dass nicht nur mein Kopf/Verstand weiss, was Sache ist, sondern auch mein Herz. Aber da bin ich sowieso falsch dort, weil ich ja depressiv bin(!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) und mein Selbstbewußtsein gleich Null ist.
Ich gehe zwar immer noch zum Gottesdienst, schon alleine, weil ich die Hoffnung einfach nicht aufgeben mag, dass mich doch etwas erreicht, was wichtig für mich sein könnte. Und manchmal ist da auch jemand, der einfach ein freundliches Wort oder ein Lächeln braucht, was ich ihm geben darf.
Nicht viel, aber immerhin.........
Ich bin der hundertprozentigen Überzeugung, dass Jesu Wiederkommen echt nicht mehr weit weg ist, wie soll man sonst diese Gleichgültigkeit und Selbstgenügsamkeit in den Gemeinden erklären.....?
Ich habe meine Zukunft bei Jesus......

LG
Ruth

Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind (Jes.8,23)

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
liebe Ruth, vielen vielen

liebe Ruth,

vielen vielen Dank für deine Antwort. Mir geht es ähnlich wie dir, obwohl ich noch voll dabei bin. Aber es geht mir nicht immer gut dabei, und manchmal habe ich Angst, in die Gemeinde zu gehen. Weil ich manchmal anders denke, und schon "Querdenker" genannt werde.

Ich bin gut wenn ich meine Aufgaben mache, nicht mehr und nicht weniger.

Weil ich auch glaube, dass Glaube was mit dem Herzen zu tun hat.

Wir haben tausende von Predigten, Bücher, Musik, Losungen, Schulungen, Bibelschule, die ganzen Medien, alles für den Kopf.

Ich denke, dass unser Herz wichtiger ist, unser ganzer Mensch, mit Verstand, Gefühlen,
Wollen, und auch unser Körper. Ich glaube, Gott will uns mit ganzheitlich ansprechen.

So lese ich es auch in der Bibel, was Herz bedeutet.

Nur Verstand und keine Gefühle zulassen kommt eher von der griechischen Philosophie.

Aber wir Menschen wollen alles selbst in der Hand halten, wir managen gerne alles selber,

organisieren die Gemeinde wie einen modernen Betrieb. Hauptsache es läuft, und es läuft was.

Ein paar haben die Macht...................................................................................................

Nun ja, ich bin auch kein Engel, habe auch meine Macken, aber ich finde es schade, dass es immer so geschäftlich zugeht,      ......................................................................................

Klar, der Rahmen muss stimmen,....................................................................................

aber so ein DU zum DU,   man ist lieber "nüchtern", was könnte denn da alles passieren.

So empfinde ich es manchmal als "Geschäftsbeziehung". Es gibt aber auch viele Probleme,

auch die Menschen die kommen, aber man muss ja wie im Geschäft mehr scheinen als

Sein.

So geht man vielleicht eher zur Telefonseelsorge oder so.........

Vielleicht sehen wir Depris einfach auch tiefer, aber warum will man uns nicht hören??????????????????????????????????????????????

Liebe Ruth, aber so geht es in vielen Gemeinden zu, das sind keine Einzelfälle.

IN eine gute Firma passen vielleicht keine Depris, die kann man ja nicht  so vorzeigen.

Letzten Sonntag habe ich mal eine andere Gemeinde besucht.

Da kam doch echt der Satz, "und wie die Depris schon herkommen, denen sieht man die Depri ja schon im Gesicht an.

Aber ich hatte nicht die Kraft, nachzufragen. Na ja, wenigstens waren die Lieder und das Mittagessen gut..................

Vielleicht können wir füreinander beten, und mit allen, die da ihre Probleme haben.

Ganz liebe Grüsse
bär mit hund.
...............................

nono007
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Hilfe in der Gemeinde?
Also ich habe keine Hilfe in der Gemeinde bekommen, die sind alle sehr zu und eigentlich auch nur mit sich beschäftigt. Ich bin nicht mehr in einer festen Gemeinde. Predigten höre ich öfters im Internet. Zur Zeit suche ich mir Menschen, mit denen ich lachen kann und die finde ich meist außerhalb der Gemeinde.  Das Gemeindeleben wird aus einem System heraus gesteuert, wo die Gemeinde am laufen gehalten werden muß. Menschen sind da nicht an erster Stelle. Ich hatte damals noch nicht einmal die Kraft zu beten. Als ich zum Glauben kam habe ich viele Wunder gesehen. Mein Gott lebt und ich stehe fest im Glauben, aber erst (Name vom Admin entfernt, bis Du erklärst, was Du mit Deiner Werbung hier bezweckst)  hat mir aus dieser Deprikrise geholfen und es geht aufwärts

Nono007

Deine Gedanken haben Macht - du bist was du denkst !

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sibbdat
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Beigetreten: 05.01.2011
Sie stehen hinter mir

Im Gegensatz zu meinen früheren Erfahrungen steht meine Gemeinde total hinter mir. Sie wissen um meine Depression. Und soweit sie es vermögen, tragen sie mich mit. Es ist ja auch sehr schwer, einen Depressiven zu verstehen, wnn man nicht gerade selbst betroffen ist. Und weil sie nicht persönlich betroffen sind, schätze ich ihr "zu mir stehen" um so höher. Ich danke Jesus, das ich sie als Glaubensgeschwister und als Freune habe.

Sibbdat 

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Gemeinde

Hallo liebe Geschwister hier....................................................

mir ist etwas passiert, was ich eigentlich nie wollte. Ich

habe vor ca drei Monaten meine Gemeinde verlassen, weil

ich einfach nicht mehr konnte. Es hat mich sehr viele Kämpfe

und Tränen gekostet, und ich habe es mir nicht leicht ge-

macht.

Ich habe ja mal auf der Kanzel gesagt, dass ich unter Dep-

ressionen leide, und leider ist das nicht gut angekommen.

Habe den Eindruck, dass noch viele denken, man ist selbst

schuld, das ist Sünde, hoffentlich stecke ich mich nicht

an.....................................................................................................

Also ich würde es nie wieder tun, und es auch niemandem raten,
so ein "öffentliches Bekenntnis". Einzelnen, vertrauenswür-

digen Personen schon, aber nie allen.

Dann kam noch hinzu, dass meine Frau ja Krebs bekam.

Weil die erste Chemotherapie nicht half, versuchten wir es

mit einer Antroposophenklinik. Wir sind keine Antroposophen,
und uns wurde versichert, wir kommen da auch wieder als

Christ heraus. Aber sie sehen dort halt noch den ganzen

Menschen, und nicht wie die Wissenschaft nur den Krebs,

sondern den ganzen Menschen. Sie arbeiten auch mit Ma-

schinen usw. , aber viel vorsichtiger eingesetzt.

Das hätte ich aber nie tun dürfen, laut Gemeindeleitung,

in so ein Krankenhaus zu gehen. Das wurde mir und meiner

Frau dann echt zuviel, weil eine positive Einstellung für

die Heilung eines Krebses sehr wichtig ist. Von daher

haben wir uns entswchlossen, die Gemeinde schweren Herzens

zu verlassen. Ich habe da schon viel Herzblut reingehängt....

Jetzt sind wir auf der Suche nach einer neuen Geneinde,

und haben auch schon gute Erfahrungen gemacht.

Es ist sehr schwer, zumal wir noch gute Freunde in der alten

Gemeinde haben, am Montag habe ich meine Schlüssel abgegeben......................

Ich glaube dass Gott hinter uns steht, und uns hilft.

Möchte euch damit jetzt aber keine Angst machen, sondern

auch ermutigen, wenn es sein muss, im Glauben mutige

Schritte zu gehen.

Gottes guter Segen sei mit euch allen,

euer Bär mit Hund.

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Sindegi5
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Lebt sich ein
Beigetreten: 12.02.2011
lauter Egoisten

 Hallo Bär,

mir ging es in meiner Gemeinde nicht gut. Ich wurde wie eine Fremde behandelt. Es war dort eine richtige Vetternwirtschaft. Mich haben sie gemieden wie eine Aussätzige. Ich gehörte einfach nicht dazu. Wegen diesem ganzen Druck bin ich vor ein paar Jahren aus der Gemeinde raus. 
Wenn mir manchmal ein Gemeindemitglied über den Weg läuft, grüßen sie nicht mal. Unter anderem ist es sogar die Frau vom Vorstandsmitglied.
Ich muß sagen...... das sind für mich keine Christen!!!!!
Aus diesem Grund habe ich sogar den Glauben verloren.

lg Heidi

 "Es gibt nur eine Sünde im Leben - und die ist,
  den Mut zu verlieren"

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Heidi, als ich das

Liebe Heidi,

als ich das jetzt gelesen habe, hätte ich am liebsten schreien

oder weinen wollen...................das ist so etwas Schlimmes was

du erleben musstest.

Und ich kenne das auch. ..................................................................

Ich frage mich, warum manchen Christen so etwas. Also ich

bin ja jetzt alles andere als perfekt, und ich fürchte, ich

habe auch schon Menschen enttäuscht, verletzt.

Nur, warum bleiben wir bei dem stehen.

Warum wirst du nicht mehr gegrüsst.

Das ist Stolz, Egoismus, Angst, die Unfähigkeit, eigene

Schuld zuzugeben..................................................................

Selbst bin ich gerade auf dem Weg in die Kirche zurück,

und probiere es nochmal, .................................und möchte,

dass gerade die Schwächeren in der Gesellschaft in der

Kirche eine Annahme, Heimat, Geborgenheit finden.

Aber liebe Heidi, unser guter Vater im Himmel ist so ganz

anders, und er hat dich liebe Heidi ganz arg lieb. Er nimmt

dich an, so wie du bist, legt seine Armeum dich und sagt zu dir,

"liebe Heidi, du bist gut so, so wie du bist."

Du brauchtst keine Leistung zu bringen, nichts dazu beitragen,
du darfst dich vo ihm beschenken lassen.

Und ich würde dir von Herzen wünschen, und ich bete auch

für dich, dass du eine Gemeimnschaft von Christen findest,

die einfach nur gut und lieb zu dir sind.

Es geht viel zu oft um Organisation, Perfektion, ja auch

leider Machtstreben. Aber so hat sich das Gott überhaupt

nicht vorgestellt, in erster Linie soll es um die Menschen gehen,

um heilende Beziehungen untereinander.

Gebe bitte nicht auf liebe Heidi...............

Gott möge dich ganz arg segnen.

viele liebe Grüsse,

Bär und Hund.

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Sindegi5
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Lebt sich ein
Beigetreten: 12.02.2011
Ich bin es gewöhnt, immer getreten zu werden

 Liebe Bär,
es war sogar eine Baptistengemeinde von denen man sagt, daß sie ok sind. Ich habe schon als Kind an Gott gezweifelt, als mein Vater (auch ein Baptist) mich jahrelang mißbraucht hat. 
Ich glaube schon, daß Gott immer an meiner Seite war; da wo ich nicht mehr konnte, hat er mich immer getragen. Ich glaube sogar fest daran, denn sonst hätte ich das Erlebte nie überlebt. Er steht mir immer bei und hilft mir beim kämpfen.
Ich danke Dir für deinen Beistand lieber Bär. Auch Dich möge Gott segnen.

lg Heidi

 "Es gibt nur eine Sünde im Leben - und die ist,
  den Mut zu verlieren"

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Heidi, das tut mir

Liebe Heidi,

das tut mir jetzt echt so leid für dich.........................................

das ist ja schrecklich.

und wie so vieles unter den Teppich gekehrt wird.

Aber liebe Heidi, Gott ist auch ein gerechter Gott, der

mir selbst viel zu viel zulässt..........................................aber am

Ende müssen alle vor seinem Thron bestehen. Und glaube

mir, gerade in der schrecklichsten Zeit deines Lebens war

und ist Gott für dich da, und möchte dich trösten.

Liebe Heidi, da du nach allem diesen Erleben......................

das ist jetzt echt gut nachvollziehbar.

Lass dich bitte nicht mehr treten, jetzt hast du es in der

Hand. Und wer dich liebe Heidi treten will, dem gehe aus

dem Weg.

Sei bitte ganz arg gut und lieb von dir, niemand auf dieser

Welt hat das Recht, dich zu treten.

Der Satz mit dem Mut gefällt mir jetzt so richtig gut..........

Mut, trotz allem weiterzumachen, weiterzugehen, ..................

auch wenn es schwer wird, gerade, wenn die dunklen Gedanken

wieder hochkommen wollen.

Möge dich der gute Vater in deine Hände schliessen, und

dich segnen.

Ganz viele liebe Grüsse an dich,

Bär und Hund

 

 

schmurglditröööt
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Lebt sich ein

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Beigetreten: 04.07.2011
so wie es ist sollte es nicht sein

Moin ihr Lieben,

habe hier mal quergelesen und da kam mir so einiges bekannt vor. Bin selber depressiv, und das hat gar nicht mal so wenig mit den lieben Mitchristen und ihren zuweilen etwas sonderbaren Gemeinden und Grüppchen zu tun (ich vermeide es bewusst, hier von "Schuld" zu sprechen, da ich in vielen Fällen denke, dass manches nicht "böse" gemeint, sondern nur suboptimal - ab und an auch: strunzdumm! - ausgeführt war und ich mir meines eigenen Versagens meinen Geschwistern gegenüber nur allzu bewusst bin!).

Sei es wie es sei, jedenfalls empfand und empfinde ich die meisten christlichen Kirchen und Gemeinden eher als depressionsfördernd als als depressionslindernd! Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die scheinen wohl eher rar gesät zu sein. Komisch, wo Christus selbst davon sprach, dass er zu den "Kranken" gesandt sei, schlicht weil diese ihn brauchen (ich kann da nicht heraushören, dass er sich darüber beklagen würde, es ist eine schlichte Erwähnung einer Tatsache).

Meinen "frommen Start" nahm ich im CVJM bzw. einer evangelikalen Freikirche; ersterer war recht bunt zusammengewürfelt, was ich damals als verwirrend empfand, die freie Gemeinde hat mich durch "Ansehen der Person" vergrätzt (soll heissen: es wurden dort unschöne soziale Klassifizierungen vorgenommen, und was bei den einen schon längst als Sünde gerügt wurde, war bei andern dann wieder nur halb so schlimm).

Später führte mich mein Weg in eine charismatisch orientierte freie Gemeinde, wo es anfänglich auch recht schön war und die "soziale Frage" auch wenig Gewicht hatte. Dies änderte sich schlagartig, als sich der "fromme Erfolg" einstellte und auf einmal honorige Leute Mitglied wurden . . . Umzug in große Gemeinderäume (Top-Adresse auf der innerstädtischen Fu-Zo), ein gewisser Ruf als "Gemeinde, in der sich was tut" und der damit einhergehende Stolz sowie die aus diesem resultierende geistliche Blindheit machten dem ganzen schnell den Garaus. Heute besteht diese Gemeinde bereits seit vielen Jahren nicht mehr . . . und leider sind auch viele der damaligen Weggenossen "auf der Strecke geblieben"!

Nach einer gewissen Abstinenz habe ich versucht, mich in lebendigeren Gemeinden der evang. Landeskirche geistlich niederzulassen, fand dort aber leider wieder recht massiv den vorherrschenden "Standesdünkel" vor, der mich, es sei mir verziehen, nun mal einfach extremst anwidert (zumal er nun wirklich diametral dem Wort Gottes entgegensteht).

Tja, und so hoffe ich also noch heute auf eine Gemeinde, die nicht nur fromme Liedchen singt und mehr oder weniger ethisch korrekte Schäfchen hervorbringt, sondern in der sich zumindest ansatzweise auch DIE Menschen wohlfühlen würden, die Jesus damals angesprochen hat (und an denen die Mehrzahl unserer heutigen Kirchen und Gemeinden genauso versagt wie die Pharisäer dies an den Freunden Jesu damals taten).

Trotz alledem ist mein Gott nicht nur ein Freund der Sünder, sondern auch ein Trost der Betrübten, der Schutz und Schirm der Depressiven, das Licht derer, die im Dunkel sitzen . . . . ER selbst wird sie herausführen und ihnen gute Weide geben, wenn sie sich an ihn halten.

Und das wünsche ich uns allen Betroffenen: dass wir es schaffen, uns an ihm festzuhalten und uns durch nichts, aber auch gar nichts von ihm abbringen zu lassen . . . und dass wir uns gegenseitig darin unterstützen und Mut zusprechen, denn das ist - wenn überhaupt etwas - ein "Dienst", den auch "wir Depris" für unseren Herrn tun können!

Seid gesegnet!

Der Schmurgl

 . . it ain´t no sin to get the blues!!

(Don Francisco)