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Ich möchte Mut machen

5 Antworten [Letzter Beitrag]
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Glimmender Docht
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Beigetreten: 25.06.2010

Hallo Ihr alle,

ich würde gerne ab und an, wenn mir etwas Ermutigendes in den Sinn kommt, hier darüber schreiben. In den 14 Jahren meiner Depression hat es auch immer wieder wunderbare Zeiten gegeben, in denen mir Bibelverse, Liedtexte oder Gedichte geholfen haben, die Dunkelheit zu vertreiben. Ich würde Euch gerne daran teilhaben lassen, vielleicht hilft es ja jemanden.....

Ich bin jetzt mal mutig und fange an mit einem Vers aus dem Alten Testament. Wußtet Ihr, dass wir Depris in der Bibel beschrieben sind und eine gewaltige Zusage von Gott bekommen haben? Nein?

Dann lest mal dies:  Jesaja 57,15 (nach der Elberfelder Übersetzung).

"Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligen wohne ich und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz des Zerschlagenen."

Also, ich stelle mir das so vor: Gott, der Allmächtige, wohnt in der Unendlichkeit - irgendwie rein gefühlsmäßig furchtbar weit weg - aber er wohnt auch in mir, bei mir, der ich mich zerschlagen und niedergedrückt fühle. Er ist sich nicht zu groß, zu gewaltig, zu fern, um mich in meiner Not zu sehen. Er verläßt seine Herrlichkeit, sein Licht, um in meine Dunkelheit zu kommen. Ist das nicht gewaltig? Es zeigt mir, dass mein Gefühl, in meinem Elend ganz allein und einsam zu sein, eine glatte Lüge ist!
Ich lebe sehr aus inneren Bildern, und ich habe einmal ein Bild vor Augen gehabt, das ich wunderschön fand: Gott ist gerade damit beschäftigt, irgendwo auf der Welt etwas zu schaffen, da hört er ein leises Jammern, mein Jammern! Sofort läßt er alles stehen und liegen, gebietet seinen Engeln, stille zu sein und horcht. Dann weist er meinen Engel an, mir beizustehen.
Und dann fühle ich mich nicht mehr allein, denn der "Hohe und Erhabene" ist bei mir.

Ich weiss nicht, in welcher Situation Ihr gerade steckt. Aber bei Gott dürft Ihr immer jammern, weinen, klagen, er ist bei Euch!

Liebe Grüße
Ruth

Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind (Jes.8,23)

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Ruth,das ist ja eine

Liebe Ruth,

das ist ja eine tolle Geschichte, mit der Ermutigung.

Bei mir ist es so, dass ich hin und wieder was geschenkt bekomme,

und das möchte ich aus Gottes guten Vaterhänden auch annehmen,

obwohl es mir manchmal noch schwer fällt.

Seit ich jetzt nicht mehr soviel Geld zur Verfügung habe, kann ich

es auch nicht mehr so ausgeben wie ich möchte...................................

Früher mal ein Buch gekauft, eine CD, usw..........................da habe

ich nicht lange darüber nachgedacht.

Letztens habe ich mir eine CD bestellt, da war ich mir nicht mehr

so sicher........................Leute, und dann hat mir eine Frau in der

Kirche einfach so 20 Euro geschenkt.....................ich war so was von
überrascht und habe mich so was von gefreut.

Oder hier und da mal Schockolade,usw., oder gebrauchte Kleidung.

Oder früher im Geschäft mal eine Extrazahlung..........................

Manchmal schickt mir mein Vater im Himmel Menschen in mein

leben, die ich mir gar nicht gesucht habe, und die mir Hilfe anbieten,

ungefragt........................................................................................

Natürlich, und das kenne ich auch, Zeiten, wo mir mein Vater ganz

arg weg scheint.................................wie bei Hiob.......................

alles schief geht......................................

Und dann plötzlich, wie bei Elia, wendet er sich mir freundlich zu.

Der einfache Psalm 23 hilft mir immer wieder.............................

wie mein Hirte sich um mich kümmert, und wenn es auch durch das

dunkle Höhlental geht, oben die guten saftigen Weiden, wo ich zur

Ruhe kommen darf, in Frieden mein Brot esse. Und dass er alle

anderen Schafe stehenlässt, um mich dummes Schaf , das immer

wieder mal wegläuft, zurückzuholen.

liebe Grüsse,
bär und hund

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
wir suchen das licht, den

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wir suchen das licht,

den blick weit nach oben gerichtet,

wir sehnen uns danach,

dass sich das dunkel der depri wieder lichtet.........................

wir suchen das helle licht,

wir suchen den warmen schein,

wir suchen licht, liebe und wärme,

mitten in unsere depri reim.

wir wünschen uns im dunkeln,

eine schützende hand,

wir wollen unseren weg finden,

in unserem manchmal verirrten depri-land.

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Glimmender Docht
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Beigetreten: 25.06.2010
Gedicht von Ruth

Sorgenkind

"Sie ist unser Sorgenkind"
Ich bin das Kind, das nicht so ist,
wie Vater es sich erwünscht hat.
"Nimm dir ein Beispiel...."
Ich will mir kein Beispiel nehmen.
Ich will nicht sein wie andere,
gehorsam, angepaßt, fromm.
Ich will ich sein,
mit meine Widersprüchen, Sehnsüchten
und dem tiefen Verlangen nach Liebe und Annahme.
Ich will schweigen dürfen,
wenn es nichts zu sagen gibt.
Ich will reden, widersprechen dürfen,
wenn ich etwas anders sehe.
"Ach, du hast ja keine Ahnung!"
Dieser Satz setzt jeder Diskussion ein schnelles Ende.

Sorgenkind, ein Kind, das Sorgen macht,
ist kein gutes Beispiel, kein Vorzeige-Kind.

Sie sagen, es gibt einen Vater,
dem ich keine Sorgen mache,
weil er mich kennt.
Weil ich ihm vertraut bin.

Sie sagen,
er liebt mich so, wie ich bin,
mit all den Ecken und Kanten,
an denen man sich stoßen kann.
Er stößt sich nicht an mir,
weil er mich so gemacht und gewollt hat.

Sie sagen,
für ihn bin ich kein hoffnungsloser Fall,
den man sich zurechtbiegen muss.

Sie sagen,
er hat sich selbst verbogen,
damit ich zu ihm passe.

Sie sagen,
sein Herz ist voller Freude über mich,
er ist begeistert von mir.

Von mir, dem Sorgenkind?!

Ja, mein Vater im Himmel
hat etwas übrig für Sorgenkinder.
Er liebt sie sich zurecht!

Ruth

Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind (Jes.8,23)

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Georgiana
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Schaut öfter vorbei

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Beigetreten: 14.05.2011
Hallo! Diese Verse sind für

Hallo!
Diese Verse sind für mich eine große Hilfe:

(Psalm 72:12-13  Neue-Welt-Übersetzung)
Denn er wird den Armen befreien, der um Hilfe ruft,
Auch den Niedergedrückten und jeden, der keinen Helfer hat.
Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen,
Und die Seelen der Armen wird er retten.

(Römer 8:38-39  Neue-Welt-Übersetzung)
Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte,
noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Aber besonders diese Verse sind mir ein echter Trost :

(Offenbarung 21:3-4  Neue-Welt-Übersetzung)
Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 
Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

Vielleicht ist da auch etwas für euch dabei!

LG
Georgiana

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Ruth, vielen lieben

Liebe Ruth,

vielen lieben Dank für dein Gedicht, indem ich mich irgendwo

wiederfinde, weil ich auch so ein Sorgenkind bin........................

je öfter ich es lese, ist es so was von passend,........................

weil ich auch nicht so angepasst bin, und manchmal anders

reagiere, wie man mich haben möchte,..........................................

mich in eine Schublade stecken möchte, damit man es leichter

mit mir hat.......................................................................................

Aber Gott, der gute Vater im Himmel mag alle seine Kinder,

und das wiederum freut mich wieder. Und wie sind denn

Kinder.....................offen, ehrlich, sagen ihre Meinung, egal

was die anderen gerade denken, sind eben nicht immer ruhig,

wagen es ihren Mund aufzumachen, auch wenn sie irgendeine

Ungerechtigkeit sehen.

Vielen lieben Dank für das Reinstellen........

Liebe Georgiana,

dir auch vielen Dank für das Reinstellen deiner wichtigsten

Bibelverse.............., ja Gott wird alle Tränen abwischen von

unseren Augen..........................das ist doch eine tolle Aussage,

eine Zukunft, eine Perspektive.

Manche Verse hänge ich mir an die Wand, dass ich sie immer

wieder lese.........................und wenn die Verse dann in meinem

Kopf aufgehen wie einen Blume, wenn ich plötzlich einen

Vers begreife.....................wenn Jesus mir nahe ist, das ist

dann wieder wie ein bieschen mehr heil werden.

Ich habe das Glück, oder die Gnade, dass mein Arzt Christ ist,

und mir immer wieder christliche Predigt CD mitgibt. Und ich

merke, wie es mir hilft, immer wieder zu hören, auch Lieder,

diese Gute Nachricht, die Christus für uns hat, diese Gnade,

irgendwie werde ich dann doch etwas froh. Es ist so einfach,


und manchmal doch so schwer.................


vielen lieben Dank,

Bär mit Hund.