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Ein Gott der rettet?

4 Antworten [Letzter Beitrag]
Noam
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Beigetreten: 26.02.2010

Hallo allen,

eben im Chat kam in einem Gespräch eine, oder vielleicht sogar die Frage überhaupt für mich in mir hoch.
Ich habe den Herrn bisher als echt treu erfahren.
In den tiefsten Tiefen, ist Er mir immer wieder begegnet - hat meine Ängste verwandelt, immer und immer wieder, kam wirklich als mein Tröster und mein Beistand...
Ich habe Vertrauen zu Ihm, dass Er mit mir weiter geht, was meine innere Verfassung anbetrifft.
Aber das ist halt ein Prozess der Zeit braucht.
Eigentlich weiß ich, dass ich in Ihm ausruhen kann...

Das sieht anders aus, wenn ich die äußeren Umstände betrachte..

Seit vielen Jahren spricht der Herr zu mir, dass ich still sein soll und sehen soll, wie Er mich rettet.
Das kommt aus dem Kapitel, wo Mose mit dem Volk am Roten Meer steht.
Gott hatte sie aus der Sklaverei befreit und sie bis zum Roten Meer geführt. Jetzt standen sie dort.. hinter ihnen das Heer der Ägypter, vor ihnen das Meer und an der Seiten hohe Klippen.
Es gab kein Entkommen für sie.
Es gab für sie kein Vor und Zurück. Sie standen dort und die Bedrohung nahte.
Das beschreibt ziemlich genau meine Situation...
In mir ist eigentlich nur eine Frage präsent:

Ist der Gott der Bibel ein Gott, der wirklich rettet?
Ist auf Ihn wirklich Verlass, wenn man selber keine Möglichkeiten mehr sieht?
Ist es so, dass der Mensch sich wirklich fallen lassen kann, und darauf vertrauen darf, dass Gott eingreift in der Not?

Vom Kopf her sage ich natürlich ja..
Und ich habe auch schon manche Zeugnisse gehört, die das bestätigen..
Aber es ist mir bis heute nie wirklich in Fleisch und Blut übergegangen, dass der Herr auch in äußerlichen Dingen wirklich zuverlässig ist.
Ich habe soooo viel echten Glauben für soooo viele Dinge, aber wenn ich mich in meiner Situation erlebe... ich wache seit Jahren mit den gleichen Ängsten auf... und das wovor ich Angst habe, rückt immer näher...
Und ich sehe mich bald "vernichtet".

Ich weiß nicht.. ich dachte ich frage euch mal, was ihr so erlebt habt mit dem Herrn, wie Er euch in der Not geholfen hat.
Möglicherweise kann mir das ja für die nächste Zeit ein Stück weit weiter helfen?

Oder dass ihr mich vielleicht mit in eure Gebete nehmt?

ok
danke euch
Noam

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Der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet stille sein.
2. Mose 14,14

phantom
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Lebt sich ein
Beigetreten: 15.03.2010
ein Gott der rettet

Hallo Noam,

ja, Gott rettet nicht nur für die Ewigkeit, sondern auch schon mal in der Zeit. Aber diese Rettung findet nicht immer so statt wie wir sie uns vorstellen.
Es gibt dafür keine Regel. Alles ist abhängig von der Situation und auch von unserem Vermögen in der Situation, welches Gott, Gott sei Dank,  besser einschätzen kann als wir das über uns selbst einschätzen könnten.

Wenn er sagt, dass niemand über sein vermögen belastet wird, heißt dass auch, dass wir selbst unsere Grenzen nicht kennen, dass unsere Grenzen oft nicht da sind wo wir meinen.
Gott erforscht uns durch und durch, und das ist gut so. Es ist ein sehr großes Glück für uns überhaupt, dass dies so ist.
Viel Hilfe bekommen wir immer dann, wenn wir total am Ende sind. Siehnt Gott dass bei uns  noch eigene Möglichkeiten vorhanden sind, hält er sich manchmal noch zurück.
Und manchmal ist es so, dass wir erst deswegen, weil wir Hilfe bekommen haben, wissen können, dass wir wohl keine eigenen Möglichkeiten mehr gehabt haben, am ende unserer Möglichkeiten gewesen sind.
Aber wir sollten schon ausschöpfen was wir können.

Später gerne mehr dazu.

Noam
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Beigetreten: 26.02.2010
Hallo Phantom, danke für

Hallo Phantom,

danke für Deine Antwort.
Deine Worte tun irgendwie gut.
Du hast mich daran erinnert, dass Gott mich nicht über meine Grenzen hinaus belasten wird.
Wenn ich darauf sehe, dann beruhigt mich das ein bisschen.
Und es stimmt, wir kennen unsere Grenzen selber nicht.
Da habe ich bisher auch nur Gutes mit dem Herrn erfahren.
Wenn's zuviel war hat Er geholfen.
Ich wünschte mir, dass ich auch hier tiefes Vertrauen hätte.
Möglichkeiten gäbe es wahrscheinlich für andere Menschen, die gesund und belastbarer sind....
Aber die fallen für mich alle weg, schon allein deswegen, weil ich unter Druck so gut wie unfähig bin, irgendwas anzugehen. Aber eben auch die Kraft, die immer nur für den nächsten Tag reicht fehl.
Ich habe in den letzten Jahren in einem durch nach Lösungen gesucht,
aber hatte den Eindruck, dass ich damit aufhören sollte, weil ich so nicht weiter kam und nur verzweifelter wurde.
Jetzt suche ich nicht mehr nach Lösungen, und fühle mich ziemlich ohnmächtig..

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Der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet stille sein.
2. Mose 14,14

Noam
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Deutschland
Beigetreten: 26.02.2010
Vielleicht sollte ich noch

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich auch ein typischer Fall von, ich muss funktionieren, sonst geht gar nichts bin.
Habe jahrelang unter großer Belastung gestanden, bis ich irgendwann nicht mehr konnte. Da fing es an abwärts zu gehen. Dann haben sich noch eine ganze Reihe Dinge ereignet, die mir zu groß waren.. und mich auch traumatisiert haben.
Seither bin ich eigentlich nur noch in Ängsten - wann wohl die nächste Katastrophe kommt.
Und im Grunde ist in mir immer noch das Denken, dass ich funktionieren muss und alles wieder ins Lot bringen muss.
Und manchmal mein ich, dass mir der Herr eben genau Gegenteiliges sagt - dass ich lernen soll, mich auf Ihn zu verlassen.
Das ist, glaub ich, der eigentliche Kampf.

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Der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet stille sein.
2. Mose 14,14

Bild von bär
bär
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Forenurgestein 3.700 Beiträge

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Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
hallo, ich habe jahrelang

hallo,

ich habe jahrelang auch irgendwo immer funktionieren müssen, durchbeissen, kämpfen.
Leistung bringen, auch im Glauben, bis es nicht mehr ging. Und ich habe mich gefragt, wo bleibt Gott?

Bis ich gemerkt habe, dass ich mir mehr aufgeladen habe, was ich tragen konnte.

Gut ankommen wollte ich, bei den Menschen. Innerlich und äusserlich. Auch meine Leistung bringen, und zeigen, was ich so drauf habe.

Ich habe vom mir mehr gefordert und gegeben, als das ich habe.

Und ich denke, Gott verlangt das nicht von mir. Er möchte, dass ich in meinen Grenzen, ja auch Deprigrenzen lebe, und nur das lebe, was ich habe, so im Gleichgewicht, Balandce sagt man glaube ich heute. Und Vertrauen, das Er mich richtig führt, so wie der gute Hirte seine Schafe so führt, dass sie immer gutes Land zum weiden haben. Auch wenn es manchmal durch ein tiefes Tal geht................................

Aber oft bin ich stur und eigensinnig wie ein Schaf, will mich nicht leiten und führen lassen, versuche mich allein durchzuschlagen..................da muss ich noch viel lernen,

liebe Grüsse,

Bär