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Es geht weiter!

Hey Leute,
mehr und mehr kann ich das verinnerlichen, was ich gelernt habe: Bewußt sein und nach innen schauen.Ich bin an dem Punkt zu sagen: Solange dieses bewußte nach innen schauende nicht regelmäßig stattfindet, komme ich nicht weiter. Ich flüchte nach wie vor immer wieder; mit Rauchen, Essen, Fernsehen und einigen anderen Fluchtstrategien. Etwas was ich auch gelernt habe durch mich selber beobachten, ist, dass bei Depression ich dann sehr viel Angst vor anderen habe, ich gehe dann nicht gern ans Telefon oder raus auf die Straße. Ich erkläre mir das so, daß bei schlechter Stimmung das sich Unterhalten mit Bekannten sich schlecht anfühlt. Ich bin dann zwar ehrlich und sage, dass es mir schlecht geht, spüre aber fast immer, dass ich mit dieser depressiven Stimmung nicht willkommen bin und das macht mir Angst. Angst vor Ablehnung und menschlicher Ignoranz. Das ist der Teufelskreis dann. Wenn ich depressiv bin, macht mir mehr und mehr Angst und immer mehr Möglichkeiten dem zu entkommen, fallen weg auf Grund der Kontaktängste. Auch das ist Depression, wenn mehr und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten wegfallen aus Angst vor Zurückweisung. Deswegen ist es für mich wichtig mich mit meinen Gedanken auseinanderzusetzen und meinen Weg zu finden. Da wo die Angst ist, ist der Weg, das hilft mir immer wieder und ist ein sehr wichtiger Grundbaustein meines Weges. Sich das, was die Depression einem "beschneidet" wieder zurückholen. Wenn ich so ängstlich mein Leben lang war, dann war das das beste Futter für die Depression. Wer sich zurückzieht, kann sich nicht beschäftigen, sich "ausdrücken" und sieht nur noch grau in grau. Wir Depressive schrecken vor dem Leben zurück, besser gesagt nur vor all dem im Leben, was schmerzhaft sein könnte. Wir denken und denken anstatt sich mit dem potentziell Schmerzhaftem auseinanderzusetzen. Statt es zu tun- mit dem Risiko des Scheiterns- bleiben wir sitzen, denken im Kreis oder kultivieren unsere Süchte. Und deswegen braucht unsere Depression einerseits innere Betrachtung bis das Problem gefunden und umgewandelt wurde und zum anderen dann natürlich auch das Handeln um sich Erfüllung zu "erarbeiten". Zu viel bei beiden führt in die Erhaltung der Depression, beim zuviel Denken entsteht der innere Kreisverkehr, beim zu viel Arbeiten flüchten wir vor Bewußtsein und schaffen keine innerliche Entwicklung. So wenig flüchten wie möglich ist mit die unangenehmste Erkenntnis aus der Depression. Die meisten sind sich gar nicht bewußt, dass sie andauernd flüchten...Bei mir auch...Ich habe seit meiner Kindheit diese Un-Festigkeit, sodaß ich sehr oft Angst vor meinen Mitmenschen habe, immer dann wenn ich down bin, habe ich Angst vor Kontakt. Die Lösung dazu ist diese sich Stellen seiner Ängste und Kontemplation nach innen. Gut zu sich selber sein, sich selber verstehen und gute Konsequenzen finden....
Machts gut und einen ereignisreichen Tag wünsche ich Euch
Chuck