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Können Depressive Drogenkranken helfen?

7 Antworten [Letzter Beitrag]
jacky95
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Erfahrener Nutzer
Beigetreten: 27.01.2011

Ich habe diese Überschrift ausgewählt weil ich mich schon länger mit dieser Frage beschäftige.Für mich lässt sie sich weder mit einem Ja noch mit einem Nein beantworten.
Führen Drogen zur Depression oder Depressionen zu Drogen?
Wo müßte eine Therapie ansetzen?
Und für mich ganz wichtig:Wie verhält man sich als Freund?

ich
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Beigetreten: 14.01.2011
hehehe das is ne gute frage - war erst das ei oder die henne?

kommt drauf an, fakt ist - alle die ich kenne und mit drogen jeglicher art kontakt haben, haben entweder eine psychische störung, und versuchen sie damit zu therapieren. ( kann gut gehn- meistens nicht) oder sind schon kaputt weil sie schon viele beschissene erfahrungen machen mussten. dann helfen drogen auch- vermeintlich. oder so wie ich- mir gehts beschissen hab borderliner- jaaaaaa tatts und schnipseln und sich verbrennen is auch ne sucht- also ists wie gesagt- ei oder henne- hmmmm - es gibt vieles beschissenesnauf dieser welt- von leuten über eltern bis keine ahnung. jeder kommt iwie durch- die ganz schwachen eben mit harten drogen. so wie mein bruder. helfen kann man denen nicht - man muss sie einfach lassen- mal da sein, loslassen sollte man auf alle fälle- weil es auf einmal aus sein kann. klingt hart ist so und ja nicht verantwortlichkeiten übernehmen- egal was- du wirst immer beschissen. so siehts- weil die sucht macht jeden zum eigenen urarsch- bis hin zu mord. sonst noch fragen????ach so n ex alki , drogi wie auch immer sind meistens depri- das is die folge der sucht die immer da ist- kämpf mal ein leben lang dagegen- die meisten packens nicht und sind tablettenabhängige alkoholiker .

bin mal eben weg mich suchen, falls mich jmd findett, sagt mir bescheid ich soll auf mich warten.

jacky95
Offline
Erfahrener Nutzer
Beigetreten: 27.01.2011
meine Geschichte

Ich bin schwul.
Vor 3 Jahren lernte ich über das Internet jemanden kennen der sich selbst als depressiv,zurückhaltend und chaotisch beschrieb.
Außerdem bezeichnete er sich als Asperger(ich weiß nicht wer hier was mit dem Begriff anfangen kann).
Das Asperger-Syndrom ist eine leichte Form des Autismus bei dem der Betroffe viele Schwierigkeiten hat mit seinem sozialen Umfeld klar zu kommen.Oftmals stellen ganz banale Dinge für ihn ein unüberwindliches Hindesnis dar(Smaltalk,Berührungen,ein Lächeln).Sie sind nicht dumm,eher auf ganz spezielle Gebiete konzentriert.
Soviel vielleicht nur zum besseren Verständnis.

Wie sollte ich also mit so jemanden umgehen?
Wir schrieben uns nur,haben auch bisher nur selten telefoniert.In unseren Mails wurde mir immer deutlicher das wir uns sehr ähnlich sind und ich wurde neugierig ihn persöhnlich kennenzulernen,zumal er selbst so viele Probleme hatte bei denen ich ihm als Freund zur Seite stehen wollte.
Nach diesem ersten Treffen folgten noch viele weitere.Ich half ihm seine persöhnliche Situation zu verbessern,verliebte mich obwohl ich wußte das wir niemals ein Paar werden konnten.
In einer Situation vollsten Vertrauens sagte er mir das er seit 4 Jahren Medikamenten äbhängig sei.
Ich war geschockt,für mich stand aber auch sofort fest das ich ihm helfen würde.
Er selbst wollte einen Selbstentzug durchführen und mir war klar das ich ihn das nicht allein wagen lassen durfte.Zu groß war meine Angst das irgend etwas schief laufen würde,zu groß war seine Angst das er entdeckt würde.
Niemand sollte etwas erfahren und er nahm mir das Versprechen ab mit niemanden darüber zu reden.Und ich hielt mich daran.
Ich versuchte so viel Informationen wie möglich zu bekommen,recherchierte im Internet,sprach ganz unverbindlich mit meiner Ärztin,suchte Hilfe bei Selbsthilfegruppen,war zur Drogenberatung und schrieb mir mit einem Suchtarzt im Internet.

Wer glaubt sich auf die Dinge vorbereiten zu können die ein Entzug mit sich bringt,der irrt.

Das wurde mir sehr schnell klar.Trotz allem hatten wir es geschafft nach 10 Tagen medikamentenfrei zu sein.Meine größte Angst bewahrheitete sich aber erst danach.Wie mit der nun einsetzenden Depression und Leere umgehen?
Als er selbst merkte das wir an einem Punkt waren an dem wir nicht weiterkommen war er bereit fremde Hilfe anzunehmen,immer noch unter der Voraussetzung das niemand was erfahren sollte.
So fuhren wir zu dem Suchtarzt den ich über die Suchthife kennengelernt hatte.Ich werde ihm immer dafür dankbar sein das er uns so schnell geholfen hat.Er nahm ihn in Behandlung,bis mein Freund selbst in der Lage war für seine weitere Therapie zu sorgen.
Nach einem Rückfall ging mein Freund für 3 Wochen zu einem Entzug in eine Suchtklinik,anschließend für 16 Wochen in psychatrische Therapie.
Mittlerweile ist bei ihm eine soziale Phobie diagnostiziert die auch therapiert wird.Das er wieder rückfällig wurde weiß seine Therapeutin nicht.

Uns trennen 300 km und ich kann ihn nicht regelmäßig sehen.
Zu groß ist bei mir der Schmerz und die Erinnerung an eine Zeit die ich nicht noch einmal erleben will(und doch würde ich es wieder tun,wenn es notwendig wäre).Und auch obwohl ich mich bemühe einen gewissen Abstand zwischen uns zu bringen ist meine Sehnsucht mitunter so groß das ich ihn wieder besuche.
Kleine Bemerkungen lösen bei mir sehr schwere Depressionen aus,in manche werden Wünsche hinein interpretiert die niemals zu verwirklichen sind,andere sind so verletzend das ich mich vollkommen zurück ziehe.
Jeden Tag denke ich daran und jeden Tag frage ich mich wo das enden wird.

...und doch werde ich dafür kämpfen das unsere Freundschaft Bestand hat!!!

ich
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oh oh sehr schwierig

ja das kenn ich lieben und helfen wollen- bis hin zur selbstzerstörung- ich weiss durch thera das ich ein helfersyndrom habe. mittlerweile kann ich mich da so gut raushalten das ich so hart es für mich war sämtliche beziehungen zu suchtkranken menschen abgebrochen habe. ich sag nicht wenn man liebt sollte es möglich sein da dran zubleiben, aber sich nicht selbst auflösen- so wie du schreibst bist du dabei. und im übrigen mein sohn ist ein aspereger- aber nett und anerkannt und kommt ganz gut zurecht. hoff ich mal- und die sind so unterwegs das sie am liebsten sich selber brauchen, andere menschen , neue menschen usw wirft die erst mal aus der bahn- die brauchen ruhe und sich selbst und ihren flow- und nicht dran rütteln das macht die wahnsinnig!!!! und wenn dein freund so darauf bedacht ist das nix nach aussen kommt usw. wird er auch nie wirklich therapiert und thera geht nicht von jetzt auf nacher und so lang er sich selbst nicht reflektiert wird das eh nix. also lass die zügel locker, auch andere mütter haben schöne söhne und mach dich nicht irre wegen ihm. schau nach dir und deinen bedürfnissen- mach die augen auf , werd wach, so bist du ihm am ehesten ne hilfe. und manch. ist gar keine hilfe die beste hilfe. hart klar aber ich erzähl dir kein scheiss- hab genug durch

bin mal eben weg mich suchen, falls mich jmd findett, sagt mir bescheid ich soll auf mich warten.

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Lieber Jacky 95, ich finde es

Lieber Jacky 95,

ich finde es ja schön, dass du deinem Freund helfen möchtest,

und auch schon viel für ihn getan hast.

Depris können noch ganz schon viel tun, aber sie dürfen sich

nicht überfordern, nicht ihre Grenzen überschreiten.

Für mich ist so der Maßstab, den Menschen so wie mich selbst

zu lieben. Liebe ich ihn mehr als mich selbst, liebe ich ihn

eigentlich weniger, weil es mich selbst fertig macht, und ich

dann gar nichts mehr ausrichten kann. Natürlich kannst du

kurz powern, aber danach braucht du wieder für dich Zeit,

um zu Kräften zu kommen. Du, und das hat mit Egoismus wenig

zu tun.............................................

liebe Grüsse,

Bär mit Hund

jacky95
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Beigetreten: 27.01.2011
wieder ein Rückschlag

Ich habe gerade erfahren das mein Freund wieder auf dem Weg in eine Entzugsklinik ist.Habe gerade noch mit ihm telefoniert um mir noch ein paar Informationen zu holen.
Und nun sitze ich wieder einmal hier und mache mir genau so viel Gedanken wie er,wie es jetzt wohl weitergeht.
Er denkt nun eher daran ob er wohl seine Arbeit verliert,eventuell einen Betreuer bekommt u.ä.
Ich frage mich wie lange das nun noch so gehen soll.Alle guten Ratschläge und Vorsätze scheinen an ihm abzuprallen.
Wenn ich jetzt hier lese das es für MICH besser wäre den Kontakt abzubrechen dann sage ich :Ja,ihr habt Recht.
Auf der anderen Seite gibt es aber noch immer einen Menschen der dringend Hilfe braucht und nicht weiß wo er sie herbekommen soll.Sein Vertrauen in sich selbst ist vollkommen erloschen,Vertrauen in andere müssen sie sich erst verdienen.Wie mir scheint bin ich der Einzige der noch ein wenig Zugang findet.
Ja,ich mache mich daran kaputt.Und doch kann auch ich nicht gegen mein Naturell ankämpfen,gegen meine Überzeugungen handeln und ihn im Stich lassen.

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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
Oh lieber jacky, es ist

Oh lieber jacky,

es ist brutal schwer, du möchtest das beste für deinen Freund,

und alles prallt immer wieder an dieser Mauer ab. Und doch

scheint es, wie noch ein kleiner Zugang da wäre.

Ich meine, es darf halt nicht über deine persönliche Kraft

gehen, wenn du dich jetzt so voll für ihn einsetzt, liegst dann

am Boden, und dein Freund braucht dich dann doch noch.......

Vielleicht kannst du ihm so helfen, dass du dich selbst nicht

überforderst, es bringt euch beiden nichts................................

Ich musste das auch schon am eigenen Leibe erfahren. Bin

auch so ein Mensch, der sich gerne reinhängt, bis es nicht

mehr geht, und ich am Ende selbst durchhänge.........................

Vielleicht machts du es so, wie du es nach deinen Kräften am

besten kannst......

liebe Grüsse,

Bär und Hund

 

ich
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@jacky

viell. solltest du ihn erst einmal in seine klinik ziehen lassen. mein ex war auch so - und der hamma ist gewesen das ich von hier aus alles für ihn gemanagt habe- oke die beziehung war zu dem zeitpunkt auch nicht mehr so - sex usw lief schon lange nicht mehr- aber dann in der klinik kam er auf sein ego, weil er auf tabletten eingestellt wurde usw. er sollte auch ins betreute wohnen ziehen- is ja auch nix schlimmes. ach ja er wusste alles besser, verliebte sich dort, zieht jetzt die neue mit rein in sein kaputtes leben- aber ich bin froh so froh das sie es ist die er jetzt zerstören kann mit seiner krankheit. manche menschen brauchen sehr lange zum sich selbst erkennen. manche könnens nie. hm ich kann dir echt nix raten oder sagen nur das du iwie von ihm abhängig bist und das musst du herausfinden warum du das so möchtest.
ich weiss es nicht was da läuft, aber er ist mal safe , das ist die hauptsache. schau das du auch in deinen flow kommst- der rest wird werden- egal wie es wird.

bin mal eben weg mich suchen, falls mich jmd findett, sagt mir bescheid ich soll auf mich warten.