Eine Depression gehört zu den potentiell tödlichsten Krankheiten die es gibt!
Nicht wegen der Schwere der körperlichen Erkrankungen, sondern wegen des extrem hohen Selbstmordrisikos, dass mit der Erkrankung einhergeht.
Dieses ist unbedingt ernst zu nehmen!
Jeden Tag sterben acht junge Menschen durch Selbstmord, etwa 150 versuchen es.
Das sind mehr Tote als durch Drogen, Verkehrsunfälle und AIDS zusammen.
Um das Thema Selbstmord ranken sich verschiedene Märchen und Mythen, mit denen es aufzuräumen gilt.
Allgemein wird noch immer die These hochgehalten, „Wer von Selbstmord spricht, tut es nicht!“
Das stimmt nicht.
Das genaue Gegenteil ist der Fall. Wer von Selbstmord spricht, tut es auch.
Ebenso falsch ist es, dass man einem Suizidgefährdeten mit dem Sprechen über das Thema überhaupt erst auf die Idee bringt.
Haben sie den Verdacht, dass der Kranke mit Selbstmordgedanken spielt, sprechen sie das Thema taktvoll aber doch klar an.
Viele Kranke empfinden dies als enorme Erleichterung und Befreiung. Der Gedanke an Suizid ängstigt und quält sie. Mit einem offenen Ansprechen des Sachverhaltes, helfen sie ihm aus seinen falschen Vorstellungen und Gedankengebäuden auszubrechen.
Ebenso unrichtig ist es, das Suizide ohne Vorwarnung geschehen. Der Kranke äußert sich in den meisten Fällen über seine schreckliche Situation.
Aussprüche wie: „Hat ja doch alles keinen Sinn mehr“ oder „...besser man macht Schluss“ sind Warnsignale die an Brisanz kaum zu überbieten sind.
Nehmen Sie solche Aussprüche unbedingt ernst! Holen sie sich gegebenenfalls Hilfe!
Ins Reich der Märchen gehört auch die Annahme, dass man einen Selbstmörder mit der konfrontativen Aufforderung „...dann mach es doch“ von seinen Plänen abbringen kann.
Jemand der offen oder versteckt von Selbstmord spricht, ist völlig verzweifelt.
Eine derartig herzlose Äußerung kann dramatische Folgen haben und unter Umständen Auslöser für eine Handlung des Kranken sein, die von größter Tragweite ist.
Die Sichtweise des Kranken ist durch die Depression so dramatisch verändert, dass selbst der schreckliche Gedanke an den Freitod angenehm erscheint.
Falls Sie selbst mit dem Gedanken spielen Ihrem Leben ein Ende zu setzen, bedenken Sie die Endgültig dieses äußerst drastischen Schrittes.
In der Regel will man nicht sterben, sondern der Leidensdruck hat eine Intensität erreicht, die man nicht mehr ertragen kann. Selbst der Tod erscheint angenehm gemessen an dem gerade erlebten Leiden.
Das Gute an der Situation ist, dass es Hilfe bei Depressionen gibt. Keine andere Erkrankung des Gehirns ist so leicht heilbar wie Depressionen.
Links oben in der Navigation finden Sie den Punkt „Erste Hilfe“. Dort haben wir nach Postleitzahlen sortiert Adressen zusammengestellt, die Ihnen in akuten Phasen der Depression eine Hilfe sein können.
Geben Sie sich und Ihren Angehörigen die Chance es wenigstens noch ein Mal zu versuchen.
Bedenken Sie auch, dass Sie mit einem Selbstmord nicht nur Ihr Leben zerstören sondern auch das Ihrer Lieben und Angehörigen.
Haben Sie schon Mal mit jemandem gesprochen, dessen Ehepartner, Kind oder Elternteil sich das Leben genommen hat?


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