Skip to Content

Kann man eine Depression beschreiben?

12 Antworten [Letzter Beitrag]
Bild von Don Limpio
Don Limpio
Offline
Einfach glänzend...

Land

Spanien
Beigetreten: 07.01.2010

Ich habe es schon einige Male versucht und es ist mir nur unzureichend gelungen.

Kann man eine Depression beschreiben?

Welche Bilder und Worte würdet Ihr verwenden?


Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
Noam
Offline
Schaut öfter vorbei

Land

Deutschland
Beigetreten: 26.02.2010
Ich kann es auch nicht

Ich kann es auch nicht beschreiben. Ich kann nur einzelne Begriffe verwenden.. aber die muss man auch erstmal beschreiben können.

Wie beschreibt man das Gefühl von Sinnlosigkeit?
Oder Hoffnungslosigkeit?

Treffender wie König David kann man es fast nicht sagen:

Denn der Feind verfolgt meine Seele; er hat mein Leben zu Boden getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die längst Verstorbenen. Und mein Geist ist verzagt in mir, mein Herz ist erstarrt in meinem Innern.
Psalm 143

~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~
Der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet stille sein.
2. Mose 14,14

Bild von Purzel
Purzel
Offline
Forenurgestein 300 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 20.02.2010
mein Bild ist ein dunkler

mein Bild ist ein dunkler Tunnel an vielen stellen ohne licht,so das ich net vorwärts komme,weil die dunkelheit in diesem Tunnel mir angst macht.also zöger ich schritt für schritt weiter zu laufen.
Meine Worte:Einsamkeit,Hoffnungslosigkeit,Traurigkeit,Schuldigkeit,Sinnlosigkeit und Angst.

 

Bild von Matzi
Matzi
Offline
Forenurgestein 150 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 17.11.2010
Viele beschreiben die

Viele beschreiben die Depression als die Dame in  Schwarz, oder als ein Schatten der einem ständig im Nacken sitzt.
Ich beschreibe sie als meinen ständigen Begleiterin, ich habe sie auch so jetzt aktzeptiert, sie ist ein Teil meines Lebens geworden.
Doch ich halte sie mehr oder weniger in Schach, so dass sie nie mehr als gleich auf ist, sie soll mich nie mehr überrenne, auch wenn sie das manchmal versucht.
Aber man merkt dass auch sie müde geworden ist, sie kommt nicht mehr so mit, sie hinkt mir jetzt öfters hinter her, aber sie eine kleine eiserne Begleitung.
Aber ich bin mir sicher, sie wird nicht mehr größer wie ich, ich lasse sie verhungern, sie bekommt nicht mehr viel Futter von  mir und irgendwann wird sie nur noch ein kleiner Zwerg sein, die nicht mehr gegen mich kämpfen kann.
Ich kämpe schon lange nicht mehr gegen sie, denn das ist ihr Futter dass sie brauch, um stärker zu sein als ich.

Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen

Bild von bär
bär
Offline
Forenurgestein 4.100 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
hallo, für mich ist eine

hallo,

für mich ist eine Depression etwas Schweres, das an mir hängt,

ich nicht abschütteln kann, obwohl ich es möchte. Es hindert mich

an vielen Dingen, die ich gerne tun würde, es aber nicht kann,

weil die "Schwere" der Depri mich daran hindert. Und dieses

Schwere, geht mit, zuhause, beim einkaufen, unter Menschen.....

und ich möchte leichter sein..........................................................

aber vielleicht wäre ich dann zu abgehoben, und schwebte über den

Dingen, insoweit hilft mir die Depri, "bodenfest" zu bleiben".

liebe Grüsse,

bär mit hund

Bild von Matzi
Matzi
Offline
Forenurgestein 150 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 17.11.2010
Hallo lieber Bär, für mich

Hallo lieber Bär, für mich war sie auch eine rießige schwerer Begleiterin, ein Riesin, die mich immer überagte und niederdrückte, 
die ich lange Zeit versucht habe zu bekämpfen, den Kampf aber immer wieder verloren habe.
Bis ich erkannte sie gehört zu mir, sie ist ein Teil meines Lebens, wahrscheinlich schon sehr viel länger, als ich sie als Diagnose vom Arzt hatte.
Von da ab bröckelte ihre Statue, sie wurde in ganz kleinen Schritten immer etwas kleiner, manchmal kaum merklich, aber nach einer gewissen Zeit, stellte ich wieder fest, he sie ist wieder etwas geschrumpft und ich bin ein wenig stärker geworden, aber es war noch ein langer Weg bis zu dem Stand wo ich heute stehe, denn sie schaffte es manchmal wieder größer zu werden.

Vielleicht bist du noch nicht so weit, um zu sagen, sie wird mich nicht mehr ganz bezwingen, aber du bist ganz bestimmt auf dem bestenWeg dorthin.
Und glaub mir du wirst nicht abheben, denn du wirst nie vergessen, wie schlecht es dir ging, aber du wirst es immer mehr schätzen, wenn dir wieder was gelingt, was du dir bis jetzt nicht vorstellen konntest.
Ich ziehe bis jetzt  immer noch Vergleiche, wenn ich wieder mal in Situationen komme, wo ich was gemeistert habe, wobei ich früher total ausgerastet wäre und bin dann unheimlich stolz drauf.

Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen

Bild von Liu
Liu
Offline
Forenurgestein

Land

Deutschland
Beigetreten: 27.11.2010
Ich denke, Depressionen

Ich denke, Depressionen jemandem zu beschreiben, der sie nie durchgemacht hat, ist fast unmöglich.

Das ist ähnlich wie bei körperlichen Schmerzen. Man kann zwar sagen, dass es im Bauch, im Kopf, im Arm, im Bein ... wehtut. Man kann auch beschreiben, dass die Schmerzen ziehend, stechend, pochend oder wie auch immer sind. Und jemand, der solche Schmerzen schon mal erlebt hat, wird sich auch durchaus dran erinnern, dass das ziemlich weh getan hat. Aber der Schmerz ansich - den kann man sich nicht (mehr) vorstellen.

Drum ist es auch so schwer, Depressionen zu beschreiben. Wie soll man Menschen etwas beschreiben, dass sie in der Dimension nie erlebt haben?

Ich habe schlimme körperliche Krankheiten, viele Operationen,  Bestrahlungen, durchgestanden.
Aber die furchtbarste Krankheit war meine Depression.
Ich hab einmal versucht, das einem Freund, der von meiner Depression wusste, zu erklären. Es war nicht möglich, obwohl das ein sehr empathischer Mensch ist.
Körperliche Krankheiten haben wenigstens noch einen "Stellenwert".
Aber hey, Depressionen? Schließlich ist jeder mal "schlecht drauf". Da muss man sich doch nicht so anstellen.

Ich habe immer einen Block dabei, da mir oft ganz spontan ein Gedicht einfällt. Meine Gedichte sind wohl die einzige Art, in der ich zumindest ein paar Menschen ein bisschen anschaulich machen konnte, was ich da fühle wenn ich depressiv bin.  
(Ich schreib auch über meine guten Gefühle Gedichte. Ich bin zwar keine Manikerin. Aber ich kann mich über vieles sehr intensiv freuen.:-)

Grad drum, weil es so schwer ist, den Menschen, die (Gott sei Dank!) nicht von Depressionen betroffen sind, zu erkären, wie man sich dabei fühlt, hoffe ich so sehr, von Betroffenen verstanden zu werden (was in einem anderen Depressionsforum voll daneben gegangen ist). (Upps, und jetzt komm ich in die Selbstmitleidsphase. Drum Schluss an der Stelle!).

 

Es gibt keinen Mangel an Wundern,
aber am Sich-Wundern-Können

Bild von bär
bär
Offline
Forenurgestein 4.100 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Liu,ich komme mehr und

Liebe Liu,

ich komme mehr und mehr dazu, die Depression als eine ganz

normale Krankheit, Störung anzusehen. Weil letztendlich wird

durch die Depri, egal welche Ursache sie hat, körperlich etwas

in unserem Gehirn verändert.

Und gestern habe ich gelesen, dass gerade in den letzten Jahren

sehr zunehmen, und die grössten Kosten in unserem Gesundheits

wesen sind.

Leider ist es oft so, dass man die Depris oft niemandem anfühlt,

ausser den Menschen, die einem nahe stehen. Von daher werden

wir oft nicht ernst genommen.

Nachvollziehen kann es nur der, der selber mal unter Depris gelitten

hat, oder immere noch leidet.

Ich selbst habe durch dieses Forum hier, viel Mit bekommen, zu

meiner Depri zu stehen, und mich nicht mehr so schäme, es auch

zu sagen. Und, es tut mir gut, sie nicht nur zu verstecken.

viele liebe grüsse an dich,

bär mit hund

sibbdat
Offline
Forenurgestein 500 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 05.01.2011
Depression beschreiben

Ich habe eure Beiträge zu diesem Thema mit großen Interesse gelesen. Ganz egal, was ihr da geschrieben habt, ich kann mich in allen Beiträgen wieder finden. Allerdings bin ich wohl noch nicht soweit, das ich die Depression als zu mir gehörig aktzeptiere. Klar, sie ist da, aber mehr wie ein lästiges Tier, wie eine Würgeschlange, die ich nicht abstreifen kann. Egal was ich mache. Sie ist da. Sie begleitet mich unablässig, ungebeten. Ich kann sie nicht abschüttel. Sie klebt an mir,als wäre sie eine zweite Haut von mir. Verwebt mit meinem ganzen Sein, mit meinem existensiellen Leben. Die Sache erschwert sich dardurch, das meine sozialen umstände schwierig sind. Ja, ich sage das hier so offen und vielleicht geht es dem einen oder anderen ähnlich. Da ich nur ein sehr geringes Einkommen habe, sitze ich sozusagen an der Kante des sozialen Abrutschens. Die letzten 10 Jahre habe ich vor allen Dingen damit zugebracht, mein wirtschaftliches und soziales Leben aufrecht zu erhalten. Oja, ich habe dabei immer und immer wieder die Hilfe Gottes durch Freunde erlebt. Und dafür gebe ich meinem Herrn die Ehre. Aber dennoch waren es sehr schlimme Zeiten. Einfach, weil ich mich zu den einfachsten Dingen nicht in der Lage fühlte. Ja, und das habe ich auch erfahren und, das gebe ich zu, auch sehr darunter gelitten. Dieses" sich nicht erklären können." Dieses sich nicht ausdrücken zu können, dieses Erkennen, das man noch nicht mal selbst weiß, was da los ist. Darum bin ich so froh, hier sein zu können. Ich habe wohl noch einen Weg vor mir, denn noch ist die Depression für mich ein überaus lästiges Anhängsel. Doch mir ist auch klar, das ein sich dagegen auflehnen alles nur noch schlimmer macht. Darum weil ich alle meine hoffnung weiter auf Jesus setzen, der mir hilft," den Feuerball zu umschlingen", Leider fällt mir jetzt nicht der Titel des Buches ein, wo dieses Zitat drin steht. Gott segen euch     sibbdat

Sibbdat 

Bild von bär
bär
Offline
Forenurgestein 4.100 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Sibbdat, jeder Mensch

Liebe Sibbdat,

jeder Mensch erlebt die Depression irgendwo anders, individuell.

Gut, es gibt Gemeinsamkeiten, aber Gott hat uns Menschen so

verschieden geschaffen.

Ich meine in letzter Zeit zu merken, dass wenn ich mich anneheme,

so wie ich bin bin, mein ganzes Sein, dann geht es mir in der Dep-

ression besser.  Das hat viel mit Selbstvertrauen zu tun, aber wenn

uns Gott so annimmt wie wir sind, dürfen wir uns selbst mit Respekt

behandeln, müssen uns nicht mit anderen vergleichen.

Das mit anderen vergleichen ist eines der grössten Übel, und kann

uns ganz tief runterziehen, bis hin zu Selbstmitleid. Als Christen

müssten wir die Köpfe nach oben, eher Richtung Himmel, anstatt

nach unten zu strecken. Aber da bin ich auch noch ganz feste am

Lernen, liebe Sibbdat.

viele liebe Grüsse aus demSüden der Republik,

Bär mit Hund

ich
Offline
Lebt hier

Land

Deutschland
Beigetreten: 14.01.2011
ach ja so bös es klingt - ich

ach ja so bös es klingt - ich kann mit meinen depris gut leben- nur andere lassen einen damit nicht leben. die medis sind gut aber keine wunderwaffe. und ich möchte entscheiden wann ich bereit bin für menschen und aufgaben. wenn ich meinen flow hab dann kann ich ganz gut damit umgehen. ich weiss ich werd die krankheit nie mehr los, also möcht ich damit das beste machen und ich finde dann hab ich doch ein recht darauf mich auszuprobieren wie ich damit leben kann. hab ja noch die fibro und athritis im rücken- ich weiss nie wie soll ich das menschen beschreiben- also sag ich nix gibt auch nichts zu drehen an der sache. und beschreiben???? is nicht jeder anders? für mich ists einfach die sehnsucht nach zukunft, nach normalität- manchmal eben so stumpfsinnig wie möglich zu sein und dann ein sonnenstrahl aufs gesicht das is für mich so n wohlfühlgrad.

bin mal eben weg mich suchen, falls mich jmd findett, sagt mir bescheid ich soll auf mich warten.