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hochsensibel und depressiv...........

28 Antworten [Letzter Beitrag]
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bär
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Beigetreten: 31.07.2010

hallo,

ich weiss noch nicht, ob ihr schon mal was von dem Begriff

"hochsenibel" gelesen und gehört habt.

Hochsensibel sein, falsch gelebt, kann auch in der Depression

münden, weil unsere Gesellschaft, unsere Norm, eben nicht

so für Hochsensible geeignet ist.............................................

Man muss trotzdem mithalten, einigermassen versuchen,

der Norm zu entsprechen, wir müssen hier ja auch leben

und unser Brot verdienen.

Hochsensibel sind in der Regel so Künstler, Musiker, Dichter,

Mathematiker.........................................

also positive Aspekte wären:

feinfühlig, intensives Empfinden, tiefes Wahrnehmen und Er-

leben, angesprochen von der Schönheit in Natur, Dichtung,

Kunst, Film, Musik............

intuitive Wahrnehmung, nicht unberührt vom Leid anderer

Menschen, empfänglich für das Übernatürliche.

Negativ: überempfindlich, verletzlich, liest und spürt zwischen

den Zeilen, denkt zuviel nach, introvetiert und schüchtern,

ängstlich, nicht so belastbar, keine Reserven, schnell an den

eigenen Grenzen, es kommt einem alles so nah, man kann

sich nicht so gut wehren, Neigung zu Überreaktionen, rasch

gereizt, verstimmt, Gefühle schlagen auf den Magen............

wer kennt auch so was????????????????????

liebe Grüsse,

Bär mit Hund...................

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Don Limpio
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Einfach glänzend...

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Beigetreten: 07.01.2010
Ich bin so ein....

...Hochsensibler.

Ich habe eine Hochbegabung und die geht sehr oft mit einer sehr starken Sensität und Empathie einher.
Ich habe ein starkes Gefühl für Recht und Unrecht und habe mich eigentlich immer für Schwächere eingesetzt.

Das begann schon früh in der Kindheit.

Bis vor wenigen Jahren dachte ich, dass es allen so geht und wunderte mich darüber, wie gut die Leute damit umgehen können...

Bis ich eines Tage merkte, dass ich von allem einfach zu viel emfinde. Deutlich mehr als die Masse.

Ein schönes Bild oder Musikstück, kann mich zu Tränen rühren oder Abendlicht auf einer Berglandschaft oder das Lächeln eines Kindes.

Diese Hypersensität hat Vor-und Nachteile.

Einerseits habe ich mir schon als Kind autodidaktisch Instrumente beigebracht und hatte noch viele andere Begabungen.
Aber als Kind auf dem Land in den 70ern auf dem Land, war ich einfach nur vorlaut oder neunmalklug.

Heute hilft mir diese Begabung in meinem Job.
Sie gibt mir die Kreativität, die ich täglich brauche.

Andererseits ist es auch eine große Last. Besonders in den Depressionen.

Es wäre auch ohne die Krankheit schon mehr als genug, durch die Depression kam dann noch der Grübelzwang und die Unfähigkeit zu denken dazu.
Das war eine elende Qual.

Andererseits versetzt mich diese Begabung auch in die Lage mich sehr intensiv in andere Leute hineinversetzen zu können.
Und so auch oft helfen zu können.
Manchmal verstehe ich die emotionale Lage Anderer so stark, dass ich Sie fühlen kann.
Ebenso Stimmungen von Massen.
Ich kann das nicht richtig erklären.... Ich spüre das richtig körperlich.

Du hast in Deinem Post auch das Übernatürliche angesprochen.
Ich hatte da einige Erlebnisse, über die ich so öffentlich aber nicht sprechen möchte.
Wenn Du willst aber gern per Telefon oder PN....

Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann lieber wie alle anderen ohne diese hohe Sensiblität....


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Purzel
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Beigetreten: 20.02.2010
Hallo Don das was du

Hallo Don
das was du beschreibst kenn ich. ich seh das oft als bestrafung.
da ich mich in der kindheit nicht ausleben durfte,
ist es heute schwer mit umzugehen.
weil es ist für mich schwer in mein alter sich zu entfalten,es steckt zu tief in mir.
manchmal wünschte ich das es aufhört,weil vieles
mich verwirrt. mein grübelzwang den ich auch
hab ,bekomm ich oft kopfweh oder ich versuche mir die ohren zuzuhalten wenn es ganz arg ist.
                       

                                                       lg purzel

 

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Liu
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Beigetreten: 27.11.2010
Lieber Don, ich danke dir für

Lieber Don, ich danke dir für diese Beschreibung deiner Empfindungen.

Darf ich dich dazu etwas fragen?

Wenn du spürst, dass es jemandem nicht gut geht, wie gehst du damit um? Sprichst du diese Menschen darauf an? Fragst du nach?

Mir ist klar, diese Frage kann man nicht allgemein beantworten. Schließlich ist jeder Mensch individuell. Aber trotzdem wäre ich dir dankbar, wenn du mir hier weiterhelfen könntest.
Ich möchte einfach nichts mehr falsch machen, wenn ich merke, ein Mensch braucht Hilfe.

Ich wünsche euch alles Gute.

 

 

Es gibt keinen Mangel an Wundern,
aber am Sich-Wundern-Können

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Don Limpio
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Beigetreten: 07.01.2010
Hallo Liu, dass kann ich

Hallo Liu,

dass kann ich nicht pauschal sagen.

Die meisten Leute spreche ich nicht an.
Diese sind zwar extrem verhaltensauffällig, aber Leidensdruck ist bei den meisten noch nicht so hoch, dass ein ehrliches und offenes Gespräch möglich wäre.

Die Reaktionen darauf wären Ablehnung, weil man ja schließlich keinen an der Waffel hat...

Es gibt aber auch andere Leute, denen man förmlich ansieht, das Sie darauf warten, dass jemand kommt und das Thema anspricht.

Ich mache dass dann meistens so, dass ich nur von mir und meinen Depressionen erzähle.
Wenn ein Interesse meines Gegenübers besteht, steigt er darauf ein.

Dann sollte man mit aller Höflichkeit und Respekt aber doch klar und deutlich darüber reden.
Ein Herumeiern um den heißen Brei, bringt niemandem etwas.

Man kann nicht allen Menschen helfen und manche Menschen wollen sich auch nicht helfen lassen. Jedenfalls für den Moment nicht.......

Man muss das immer fallweise entscheiden.


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bär
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Beigetreten: 31.07.2010
hallo, ja, manchmal wünschte

hallo,

ja, manchmal wünschte ich mir auch, ich wäre nicht so sensibel.

Dafür lebe ich einfach im falschen Land.........................................

Heutzutage sind eher die Machtmenschen gefragt, die auch mal

"über Leichen" gehen können. Oder in meinem früheren Job, das

hat oft nicht gepasst.

Für mich war es oft eine Überforderung, und ich vermute, daraus

sind meine Depris entstanden.

Auf der anderen Seite hatte ich Arbeit..............................................

Heute würde ich mir aber eine andere Arbeit raussuchen..............

Dann denke ich auch wieder, Gott hat das doch in mich hinein-

gelegt, und wenn ich das nicht so lebe, lebe ich doch gegen meine

Bestimmung.

Ich muss die Balance finden zwischen zuviel tun, und Ruhe.......

die Grenzen meiner Sensibilität so gut es geht einhalten......

ich darf nicht alles gleich so persönlich nehmen, gelassener sein

ich darf mir nicht zuviel Verantwortung aufladen....................

ich bin nicht besser oder schlechter wie andere, nur irgendwo

anders. 

Ja, gerade, dass ich vieles gleich zu persönlich nehme, daran muss

ich noch arbeiten................................................................

liebe Grüsse,

Bär

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Don Limpio
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Beigetreten: 07.01.2010
Hallo Bär, Dafür lebe ich

Hallo Bär,

Dafür lebe ich einfach im falschen Land.

das ist wirklich so.
In anderen Kulturen zum Beispiel in Asien oder bei vielen Völkern, die noch sehr natürlich leben, sind Menschen wie wir, hochgeachtete Persönlichkeiten.

Im Westen sind wir die Weicheier die nichts ab können.

Ich glaube auch, dass meine Sensibilität sehr viel zu meinen Depressionen beigetragen hat.
Als Kind konnte ich, wenn mein Vater nach Hause kam, schon am Klang der Gartentür hören ob es gleich wieder Stress gibt oder ob es ruhig bleibt.

Dann denke ich auch wieder, Gott hat das doch in mich hinein gelegt, und wenn ich das nicht so lebe, lebe ich doch gegen meine Bestimmung.

Also, Deinen Bestimmung ist es sicher nicht depressiv zu sein!
Andererseits hat Jesus auch gesagt: "Wer mir nachfolgen will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich".

Kreuztragen ist etwas sehr schweres.
Ich habe auch so ein riesiges Ding auf dem Buckel.

Vielleicht ist es aber ein Trost für Dich, dass alle großen Persönlichkeiten der Bibel auch so ein Kreuz tragen mussten.

- Salomo war höchstwahrscheinlich depressiv. Lies mal die Sprüche
- Paulus mit seinem Pfahl im Fleisch
- Elia
- Die Psalmenschreiber
- Die Propheten des AT

Ich glaube aber auch, dass diese Sensibilität, unter der wir auch sehr leiden können, einfach die andere Seite der Münze ist.

Einerseits kann unsere Sensibilität sehr hilfreich für andere sein, andererseits ist sie für uns selbst manchmal kaum zu tragen.

Das Positive für mich ist, dass ich weiß, dass ich meiner Bestimmung gemäß lebe und auch noch auf dem schmalen Pfad bin.
Mit Bestimmung meine ich, den Nächsten zu lieben, wie mich selbst.

In der Bibel steht auch, dass die Leidenden über alle Maßen reich gesegnet werden.
Ich finde, dass ist eine Klasse Aussicht....!

Don


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Beigetreten: 31.07.2010
hallo, auf der einen Seite

hallo,

auf der einen Seite bin ich mehr der Ruhige, der stille Sensible.

Dann aber kann ich auch überaktiv sein, pusche mich mit Cola auf,

um voll dabei zu sein, um den Starken zu spielen, was auf die

Füsse zu bringen.

Doch irgendwann macht auch der Körper nicht mehr mit, kann

nicht mehr abschalten,  es dreht sich weiter, kann nicht mehr

schlafen, und dann kommt die Depri.

Nein, meine Berufung ist nicht die Depri, aber vielleicht die

Sensibilität. 

Und die Welt braucht diese sensiblen Menschen.

Ich merke das in meiner Kirche, wo ich immer wieder versuche den

eher Schwachen zu helfen, und auch meinen Mund aufzumachen,

was mir aber eher Nachteile bringt.

Es fällt mir nicht immer leicht so als Sensibler zu leben, aber es

ist mein Leben, mit meinen Grenzen. 

Dazu möchte ich stehen...................................

liebe Grüsse

Bär mit Hund

 

 

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Don Limpio
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Beigetreten: 07.01.2010
Das kannte ich auch, bevor

Das kannte ich auch, bevor ich meine neuen Medikamente und neue Diagnose bekam.

Entweder ging übernaupt nichts oder ich habe 20 Stunden am Stück gearbeitet.
Auch immer bis ich körperlich richtig fertig war.

Inzwischen bin ich in der Lage auch schon um 17.00 vom Computer wegzugehen.
Auch wenn noch viel an Arbeit da ist...

Vielleicht ändern sich die gesellschaftlichen Paradigmen in Bezug auf Depressionen hoher Sensibilität ja doch noch eines Tages.
Mit Hilfe der Medien ist Vieles möglich.

Doch auch Dein mutiges Outing vor der Gemeinde und auch dieses Forum tragen dazu bei, dass die Gesellschaft versteht, das wir trotz unserer Krnakheit ganz nette und brauchbare Menschen sind.

Auch wenn man bei Leuten wie mir, fast immer erst zwei Mal hinschauen muss.
Das ist so meine stille Hoffnung.

Lass uns weiter das Beste aus unserer Sensibilität machen und für den Nächsten da sein.
Da freut sich unser Schöpfer richtig drüber...


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Matzi
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Das mit der hohen

Das mit der hohen Sensibilität kann schon sehr stark  belastent sein.
 Ich habe mich immer sehr oft  in die Probleme anderen Leidensgenossen reingesteigert, habe gefühlt wie es ihnen jetzt grad gehen mußte.
Ich war der Meinung, da muß man doch unbedingt helfen, wobei ich oft über  meine Belastunggrenze gegangen bin und ich wieder dadurch in ein Loch fiel, zumal ich dann immer wieder sah, ich konnte doch nicht helfen und gab mir auch dann noch die Schuld, weil ich nicht  alles dafür getan habe.
Es hat sehr lange gedauert bis ich begriff, ich kann nicht jedem helfen und viel wollen sich auch nicht helfen lassen.
Wobei die Menschen, die sich nicht helfen lassen wollten mich fast zum Wahnsinn gebracht haben, ich konnte und wollte einfach nicht verstehen, dass man sich so lange der Hilfe verschließt.
Dabei war ich ja auch lange verschlossen, ich begriff, ich sehe mich da selbst teilweise und das tat oft wieder sehr weh, ich spüre wieder wie sie leiden.
Es war ein harter Weg bis zur Einsicht und erkannte,  ich gehe dabei zu Grunde wenn ich das nicht ändere, wenn ich nicht versuche für mich ein Weg zu finden, um mich abzugrenzen.
Zu sehen, hier kann ich nicht helfen, das geht einfach zu tief, es reist mich runter, und dem anderen geht es deswegen aber immer noch schlecht, oder noch schlechter, weil er sieht er belastet mich zu sehr, es kann sich zu einem Teufelskreis entwickeln.
Heute kann ich es absehen jetzt ist meine Grenze erreicht, ich muß mich selbst schützen, das mag vielleicht für manche etwas egoistisch klingen, aber niemand hilft es, wenn ich wieder da lande wo der Mensch ist, der bei mir verzweifelt Hilfe sucht, ich kann nur raten sich professionelle Hilfe zu suchen und erklären wie ich es gemacht habe.
Lieben Gruß Matzi

Auf leisen Tätzchen schleichen sich die Kätzchen in unsere Herzen

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bär
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dankeschön

Liebe Matzi,

das hast du jetzt aber echt toll geschrieben, und hat mich richtig

ermutigt. Ich bin so froh dass du in diesem Forum gelandet bist,

und mit deiner Reife und Erfahrung soviel Gutes beiträgst.

Ich muss auch immer wieder an den Vers denken,

"Liebe deinen Nächsten wie dich slebst"

wenn du ihn mehr liebst, liebst du ihn weniger,

wenn du dich selbst dabei fertig machst, hilft das weder dir,

noch dem anderen.

viele liebe Grüsse nach Hessen,

Bär und Hund vom Schwabenland