Wie verhält sich euer Partner?
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Hallo ihr Lieben,
mich würde mal interessieren,wie euer Partner mit der Situation umgeht!?
Mein Freund zieht sich immer mehr zurück,er arbeitet länger,und am Wochenende,ist er auch kaum da.
Er lebt quasi sein Leben weiter,macht seine Termine und ich habe immer den Eindruck,ihm ist es relativ egal,wie ich mich dabei fühle.
Ich überlege sogar,mich von ihm zu trennen,auf das bisschen käme es dann bei mir auch nicht mehr an!
Ich meine,schlechter als jetzt kann ich mich eh nicht mehr fühlen!
Hallo Wuestenmaus,
schön, dass Du Dich hier angemeldet hast! Erst mal herzlich Willkommen!!
Bei uns ist es so, dass nur mein Mann (Don Limpio) unter Depressionen leidet. Er hatte da wohl auch schon etwas zu geschrieben.
Für einen Außenstehenden ohne Depressionen ist es sehr schwer nachzuvollziehen, warum der depressive Partner in manchmal scheinbar einfachen Situationen so "komisch" reagiert.
Ich hatte da am Anfang unserer Beziehung auch so meine Schwierigkeiten, zumal ich mich vorher nicht großartig mit Depressionen auseinander gesetzt hatte.
Im Laufe der Zeit haben wir gelernt, einigermaßen damit umzugehen (was natürlich nicht immer klappt).
Besonders in sehr schlimmen depressiven Phasen ist es einfach nicht möglich, es dem Partner recht zu machen.
Ich finde es immer sehr schade, wenn Beziehungen daran zerbrechen. Ich hatte gerade gelesen, dass Du und Dein Partner einmal sehr glücklich miteinander ward.
Ich denke, dass Dein Partner mit der Situation einfach überfordert ist und sich deswegen zurückzieht.
Vielleicht mag er sich auch hier anmelden?
Hier sind einige Nicht-Depressive, die auch Deinem Freund mit Ratschlägen weiterhelfen können. Frag ihn doch einfach.
Was hast Du selber für einen Eindruck, zieht Dein Freund sich immer dann zurück, wenn es Dir besonders schlecht geht? Oder ist es eher ein grundsätzliches Problem?
Sprech das Thema ganz offen mit ihm an und wie gesagt, es wäre toll, wenn er sich hier mal umschauen würde.
Natürlich ist es gut, wenn sich Dein Freund auch mal eine kleine Auszeit gönnt. Das mache ich zwischendurch auch mal, einfach um einen klaren Kopf zu bekommen und um wieder etwas entspannter mit meinem Mann umgehen zu können. Man kann aber nicht immer weglaufen und sich nur um seinen eigenen Kram kümmern.
Dass Du Dich im Stich gelassen fühlst, ist nicht der richtige Weg. Und vor allem, sag Deinem Freund, dass Du ihn jetzt am meisten brauchst!
Ich wünsche mir für Dich, dass Du bald die für Dich richtigen Medikamente bekommst und Dir eine Therapie weiterhilft und hoffe, dass es Dir bald besser geht.
Auch wenn es jetzt aus Deiner Sicht für Eure Beziehung nicht so gut aussieht, gib nicht auf und versuche Deinen Partner mit einzubeziehen. Vielleicht lernt und versteht er Dich dann besser.
Liebe Grüße
Marsella
Hallo Wuestenmaus!
Ich kann mir gut vorstellen, dass Du sehr enttäuscht von Deinem Freund bist. Wer wäre das nicht?
Natürlich fühlt man sich total im Stich gelassen, vor allem in Deiner Situation, in der es Dir alles andere als gut geht.
Wenn sich der Partner zurückzieht, fragt man sich natürlich, warum derjenige sich nicht mehr Mühe mit einem gibt und ob man ihm womöglich völlig egal ist.
Zumal Dein Freund auch die Hilfe Eurer Freunde nicht in Anspruch nehmen wollte.
Es ist allerdings sehr schwer, Dir einen Rat zu geben.
Wie denkst Du denn selber über Eure Beziehung?
Ist sie es Wert zu retten oder hast Du sowieso schon damit abgeschlossen?
Ich würde auf jeden Fall noch einmal versuchen herauszufinden, warum sich Dein Freund überhaupt nicht mit Deiner Erkrankung auseinandersetzen möchte.
Ich tippe darauf, dass er einfach Angst davor hat und sich deshalb gar nicht erst damit beschäftigen will.
Dazu kommt vermutlich Unsicherheit, weil der Umgang mit Depressiven in einer schlimmen Phase ausgesprochen schwierig sein kann.
Über kurz oder lang wird er das aber wohl tun müssen, sonst hat die Beziehung tatsächlich wenig Sinn.
Versuch doch noch einmal mit ihm darüber zu reden und mach ihm klar, dass Du ihn gerade jetzt brauchst.
Wenn er auch Interesse an Eurer Beziehung hat, müsste man das im offenen Gespräch auch bemerken.
Und selbst wenn die nächsten 14 Tage wegen seiner Arbeit sehr stressig für ihn sind, vielleicht kann er Dir dann anschließend wieder mehr Zeit widmen.
Erkläre ihm auch, dass Depressionen behandelt werden können (und das ganz gut, kann ich nur aus eigener Erfahrung mit meinem Mann berichten). Dein jetziger Zustand ist schließlich kein Dauer-Zustand.
Such einfach das Gespräch und warte dafür einen ruhigen Moment ab.
Ich hoffe für Euch, dass Ihr eine Lösung findet!
Liebe Grüße
Marsella
Liebe Wüstenmaus,
es ist nicht einfach, mit uns Depris zu leben. Vor allen Dingen,
wenn ein Partner nicht mitziehen möchte.
Ich möchte dir es mal anhand eines Mobiles erklären.
Ein Mobile lebt ja durch die Balance, ....................................
erst wenn sich etwas verschiebt, keine Balance mehr da ist...
beginnt eine einseitige Verschiebung, oder fällt in sich
zusammen.
Nehmen wir jetzt an, am Anfang war zwischen dir und
deinem Partnerwar eine Balance, eine Harmonie, ihr habt euer
gemeinsames Leben so aufgebaut, der eine macht dieses,
der andere jenes.
Jetzt wirst du krank, und kannst nicht mehr. Durch die
Depri wirst du schwerer, müsstest etwas an deinen Mann
abgeben, damit die Balance bleibt.
Also, liebe Wüstenmaus, es müssen sich beide Partner
bewegen, sonst kommt euer Mobile, eure Partnerschaft in
eine Schieflage, oder bricht zusammen.
Ihr müsst offen darüber reden, es könnte ja auch mal
umgekehrt sein, dass du für deinen Partner mehr tragen
musst.
Gib ihm die Chance da reinzuwachsen......................................die
Zeit dafür.
Wenn er aber absolut nicht möchte........................................
und erst dann, muss man eine Trennung erwägen, obwohl ich
das wirklich als letzte Lösung sehen würde.
Als Mobile gesehen rutscht du dann in die Mitte, und
hängst nicht mehr in Schieflage.
Das tut dir letztendlich besser gut...............................
liebe Grüsse
Bär und HUnd
also es war immer sehr einfach als mann die depris zu verbergen unter einer masse an überstunden und wochenend arbeit.nach etwa 7jahren verstecken wurde unsere erste tochter geboren und in sachen sex war auf einmal ebbe im kanal.keine anstalten mich als mann zu begehren mehr und dann nach weiteren 2jahren in denen wir nur drei bis viermal sex im jahr hatten wurde ich arbeitslos und um meinen baulohn betrogen.das war der anfang des ausbruchs meiner depressionen welche dann nach drei monaten mit dem medikament"fluctin"behandelt wurde.da ich mich mehr und mehr zurück zog und auch natürlich dann im haushalt gefordert gewünscht war(der papa bringt ja keine kohle mehr),welches mir so schwer gefallen ist das sie mich mit sex erpresste.keine hausarbeit-kein sex.das ist schlecht das auch die wenigen male dann auch der vergangenheit angehören sollten.aber nachdem in den folge monaten meine medikamente dreimal umgestellt wurden und das auch auf die potenz ging war es irgendwann egal für den papa.in einem jahr habe ich 3klinik aufenthalte und vier medikamenten umstellungen erlebt.dann im dezember letzten jahres zur jahreswende blieb sie nach einem spaziergang mit den kindern ganz weg und in ein frauenhaus.panik!!!!!meine kids sind mein herzschlag und die waren weg.ich schluckte alles was im haus war an medis und lief in den junkieparkund kaufte alles was zu kriegen war egal ob ich es kannte oder nicht.darauf soff ich in einer woche in der ich das alles verteilte noch 6flaschen klaren und vodka.durch zufall wollte meine mam mal reinschauen und da ich etwas schlecht aussah wurde ich zum artzt befördert und da der verdacht auf multiples organversagen.naja ich habe es wie schon vieles im leben davor überlebt.ihr denkt jetzt wie ging es weiter?ok,also wir haben uns wieder zusammen gerauft und sind umgezogen in ein anderes haus zusammen mit meiner mam.sex gibts nach wie vor nicht obwohl,das habe ich vergessen zu sagen,ich seit januar 2011 einen neuen artzt habe der mir dann auch ads mit prognostizierte.seitdem werde ich mit dem richtigen medikament behandelt und es geht mir ehrlich sehr viel besser.elontril 300mg-valproat 2400mg pro tag,wobei ich das valproat bis zu 300mg nehmen kann.also ich sage zum schluss nur eines:wenn der partner jahrelang in guten zeiten das gute hinnahm,so muss er auch wie vom pastor gesagt die schlechten zeiten mit erleben und sich dann für den anderen stark machen.mit sexentzug liebe damen oder mit den kindern weglaufen macht alles nur noch schlimmer und die situation explosiv und lebensgefährlich je nach mentaler verfassung des kranken.ein depressiver fühlt sich eh schon minderwertig und nutzlos,wenn einem dann noch die bestätigung seines partners entzogen wird auf welche art auch immer dann ist das sehr traurig.ja ich denke es ist schwer mit einem partner zusammen zu leben der diese krankheit hat.nein ich weiß es und habe respekt vor denen die es gemeinsam angehen und sich stützen.danke,kai
Hallo eifelkai, das liest sich ganz schön heftig, was du da alles durchstehen musstest.
Allerdings fällt mir sehr ins Auge, dass du immer wieder den Sexentzug deiner Frau erwähnst. Du hast Recht, Sex gehört zu einer funktionierenden Beziehung. Aber so wie du darüber schreibst, liest es sich für mich (vielleicht weil ich eine Frau bin?), als wäre deine Frau zum Sex dir gegenüber verpflichtet.
Du schreibst, deine Frau hat dich mit Sex erpresst, damit du im Haushalt mithilfst.
Also verstehe ich das richtig? Nur wenn du geholfen hast, durftest du Sex mit ihr haben?
Ehrlich gesagt, wenn ich das so lese, hab ich das Gefühl, ihr habt beide die Vorstellung, als wäre Sex eine Ware.
also es war immer sehr einfach als mann die depris zu verbergen unter einer masse an überstunden und wochenend arbeit.
Das ist ja mal eine interessante Erkenntnis, dass die Depri für einen Mann scheinbar einfacher zu verbergen ist unter einer Masse an Arbeit.
Ich verstehe das so, dass du mit niemandem darüber geredet hast, auch mit deiner Frau nicht?
Aber es kann doch unmöglich sein, dass Sex euer einziges Kommunikationsinstrument war?
Was ist vorgefallen, dass deine Frau samt eurer Kinder ins Frauenhaus geflüchtet ist?
Ihr Wegbleiben hat dich in eine noch tiefere Verzweiflung gestürzt, sogar in einen (beabsichtigten?) Suizdversuch.
Dass du 6 Flaschen Wodka und Klare samt Tabletten überlebt hast grenzt an ein Wunder. Solch eine Menge überleben sonst nur Gewohnheitstrinker.
Da hattest du Glück, dass deine Mutter noch rechtzeitig gekommen ist.
Inzwischen lebst du mit deiner Frau und deinen Kindern wieder zusammen.
Konntet ihr euch nach dieser Tragödie endlich aussprechen?
Du machst deiner Frau (und allen anderen gleich mit) Vorwürfe, dass sie mit Sexentzug und Weglaufen alles noch schlimmer gemacht hat.
Aber was genau erwartest du von deiner Frau?
Wie soll sie auf deine Depression reagieren? Wie soll sie sich verhalten?
Erwartest du, dass sie dir sexuell zur Verfügung steht, wenn du das willst?
Würde dir das in deiner Depression helfen?
Habt ihr Außenstehende, die euch helfen?
Machst du Therapie gegen deine Depression?
Aus deiner Erzählung geht hervor, dass du deine Kinder liebst. (Wie viele hast du denn?)
Aber liebst du auch deine Frau noch?
Deine Schilderung hört sich so an, als bräuchtet ihr dringend jemanden, der euch unterstützt (z.B. Eheberatung).
Wie stellst du dir ein harmonisches Leben im Kreise deiner Familie vor?
Und wie stellt sich deine Frau das vor?
Wie können wir dir helfen?
hallo,
wollte nur hinzufügen, dass es einen Unterschied zwischen
Sex und Sexualität gibt. Sex ist die reine körperliche Lust,
jeder möchte, dass es da zur schnellstmöglichen Befriedigung
kommt.
Sexualität ist etwas anderes, da ist auch das Herz, das
Gefühl und der Verstand beteiligt, ganzheitlich, einfach
der Mensch.
Bei Sexualität ist es auch nicht egal, um welchen Menschen
es geht, es geht mir um den Menschen, den ich liebe, und
der mir wichtig ist.
Sex ist austauschbar, beliebig, Sexualität nicht, Sex kann
man verweigern, 'Sexualität nicht.
Ja, wenn man Tabletten gegen die Depris schluckt, hat man
vielleicht auch gerade nicht immer Lust. Aber es gibt doch
noch so viele andere Möglichkeiten, seine Liebe zu zeigen.
Lieber Eifelkai, natürlich hast du in deinem Leben schon
viel Böses erlebt, und es ist verständlich, dass mit Alk
und so auszugleichen. Weil der Alk auf Dauer noch mehr
kaputtmacht, dich noch schlechter aussehen lässt, als dass
du jetzt schon aussiehst.
Jetzt habt ihr aber schon Kinder, und die brauchen euch
ganz arg.
Lasst euch helfen und schaut, ob ihr micht miteinander reden
könnt, ganz offen, über eure Bedürfnisse, auch über Sexua-
lität.
Es ist nicht einfach, und jeder von euch muss sich bewegen.
Ich habe so ein Mobile in meinem Zimmer. Da hat die
ganze Familie ihren Platz, aber jeder muss mal zu oder
nachgeben, je nach Situation, ansonsten kracht das Ganze
in sich zusammen.
Es gibt immer wieder Lösungen und neue Wege........................
auch wenn die manchmal brutal hart und schwierig sind,
und man es nicht wagt...................................................................
Aber wenn man es wagt, und da durchgeht, kann etwas Neues
entstehen..............................
Liebe Grüsse,
Bär und Hund.
Sex und Sexualität sind zwei verschiedene Dinge?
Bisher war mir zwar bekannt, dass man Sex durchaus auch ohne Zuneigung haben kann. Nicht umsonst ist Prostitution das älteste Gewerbe der Welt.
Aber das der Unterschied im Zusatz "ualität" steckt ist mir echt neu.
Vielen Dank für diesen Hinweis bär.
Sex kannman verweigern,
'Sexualität nicht.
Wie meist du das bär?
Hallo,
ich denke einfach, dass wir Menschen keine Maschinen oder
Roboter sind..................................................................................
sondern Wesen aus Fleisch, mit Gefühlen, Verstand Herz.
Und Sex nur zur schnellen Befriedigung, ohne dass mehr
dabei ist, das ist für mich nicht menschlich, und maschinell.
Sexualität ist wie schon gesagt ganzheitlich und hat für
mich was mit Liebe zu tun, und Liebe kann auch sein, zu
kochen, den Tísch zu decken, etwas schenken.........................
etwas gemeinsam tun, .................................................................
dem sollten wir uns nicht verweigern, ausser der Partner
ist wirklich krank, und kann im Moment nichts bringen,
das kann beiden passieren.
Gut, unsere Gesellschaft ist gerade sehr sexgeprägt.............
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch nicht ein, alles
mitzumachen, was die Medien mir vorgeben, vorspielen.
viele liebe Grüsse,
Bär und Hund.



Hallo Marsella,
ich denke mittlerweile,dass mein Partner gar nicht wirklich interessiert ist,wie es mir geht.
Ich muss dazu sagen,dass er selbständig ist und in den nächsten zwei Wochen einen großen Auftrag hat,bei dem er abends spät nach Hause kommen wird.Das allein ist ja schon schwer für mich,weil mir allein wirklich die Decke auf den Kopf fällt.
Nächstes Wochenende wird er auch arbeiten müssen.
Gestern hatte ich wieder einen ganz schlimmen Tag,an dem gar nix ging,ich hab nur auf der Couch gelegen und vor mich hingestarrt.
Und er ging um zwei auf den Sportplatz um Fussball zu schauen.Das allein hätte ich ja noch verkraftet,ich dachte dann,naja,um fünf ist er ja wieder hier,wenn das Spiel rum ist!
Um sechs war er immer noch nicht da.Da hab ich angerufen und er meinte,er hätte nicht auf die Uhr geschaut,er käme jetzt gleich.
Um sieben war er immer noch nicht da,da hab ich wieder angerufen,da war er mittlerweile sturzbesoffen und hat nur noch gelallt.
Er kam dann heim und hat besoffen hier rum gehangen und nur gemeint,er bräuchte eben auch seinen Freiraum!
Du kannst dir sicher denken,wie es mir dabei ging!
Solche Touren macht er aber nicht erst jetzt,dass hat er früher schon gemacht,als es mir noch besser ging.
Freunde von mir haben uns für heute abend eingeladen,die Frau litt auch an Depressionen und ihr Mann wollte meinem Partner Tipps geben,wie er damit umgehen soll.
Mein Freund meinte aber,er sieht da keinen Sinn drin,dieses Gespräch zu führen!
Der will gar keine Tipps meiner Meinung nach,weil er dann wirklich auf mich eingehen müßte und das ist ihm zu anstrengend,denn dann müßte er einen Gang zurückschalten!
Lg,Wüstenmaus