Wie kann ich meinem Freund helfen?
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Hmmm...wo fange ich bloß an?
Ich bin erst seit kurzem mit meinem Freund zusammen. Und vor drei Wochen hatte er einen Herzinfakt. Seitdem hat er viele gesundheitliche Probleme die wirklich ernst zu nehmen sind. Der Sport war bis zu diesem Zeitpunkt ein wichtiger Teil seines Lebens. Nun darf er nicht mehr. Er hat mir vor ein paar Tagen gesagt, dass er früher schon öfter Depressionen hatte. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.
Ich möchte für Ihn dasein und ihn unterstützen wo ich kann. Aber ich habe immer das Gefühl von einem Fettnapf ins nächste zu treten. Schon mehrfach hat er zu mir gesagt, dass ich ihn nicht verstehen würde.
Aber wie sollte ich auch? Ich kann mir nicht vorstellen wie schrecklich die Situation für ihn ist. Ich kann ja kaum in Worte fassen wie mir zu Mute ist, wenn ich daran denken muss das er sterben könnte.
Wenn er mir erzählt wie es ihm den Tag über ergangen ist bin ich oft einfach nur überfordert und weiß nicht was ich sagen soll.
Ich meine Sätze wie das wird schon wieder oder ähnliches kommen mir einfach nur verkehrt vor. Er ist erst 25 und braucht ein neues Herz.
Leider können wir uns zudem auch nicht täglich sehen, weil wir etwas weiter von einander entfernt wohnen.
Vielleicht kann mir ja jemand da weiter helfen? Ich bin dankbar für jeden Ratschlag!!!
Liebe Sarah (schöner Name)
ein recht herzliches willkommen hier, und dass du hier gute
Infos bekommst. Ja, wir Depris sind oft nicht einfach.........,
es ist schwer mit uns umzugehen, und wir können auch sehr
launisch sein.
Was wir am meisten brauchen ist, Liebe , Annahme und
Verständnis. Liebe ohne Leistung.................................................
einfach Zuwendung.....................................Verständnis, weil
wir uns oft selbst nicht verstehen können, einfühlsames
Zuhören.............................................................................................
aber man kann von uns auch was fordern, brauchen Aufmunterung
Hoffnung, und dann geht bei uns schon auch was.
Ich weiss, da wird ganz schön viel verlangt, und manche
Beziehung ist schon daran zerbrochen. ................................
Eigentlich wollen wir auch gar nicht so brummig und jammerig
sein, aber die Depri zwingt uns dazu.
Aber es gibt Hoffnung, durch Medikamente, Kliniken
und Therapien, dann können wir aufatmen, und können
leben, kann aber auch ganz schön lange dauern.
Jetzt liebe Sarah musst du wissen, ob du dir das zutraust
oder nicht, und du musst ganz arg aufpassen, dass du nicht
zu kurz kommt, und dich dein Freund mit seinen Depris
nicht auffrisst, dann ist niemandem geholfen.
Lese einfach hier weiter, dann bekommst du viele Anregungen
und vielleicht ein bieschen mehr Verständnis für deinen
Freund. Aber überschlage dich nicht selbst, überschlage das,
was auf dich zukommen könnte.
viele liebe Grüsse,
hund und bär.
Hallo Sarah,
da habt Ihr in Euren jungen Jahren schon solche Probleme zu meistern... Das ist viel!
Viele Ältere Menschen könnten damit nicht umgehen.
Du kannst nicht viel tun für Deinen Freund außer für Ihn da sein. Sei mit ihm traurig, depressiv oder wütend.
Nimm ihn in den Arm und manchmal ist es besser zu schweigen.
Weisst Du ich bin Christ.
In der Bibel steht die Geschichte von Hiob.
Als Hiob ein schweres Unglück nach dem anderen ereilte bei dem er alles verlor und er auch krank wurde, kamen ein paar Freunde von ihm vorbei, setzten sich 7 Tage zu ihm und weinten mit ihm.
Ohne ein Wort zu sprechen...
Was Du für Plattheiten und billigen Trost hälst, kann Deinem Freund helfen.
Es zeigt ihm dass Du Anteil an seinem Schicksal nimmst.
Aber pass auf Dich auf, dass es nicht zu viel wird!!!!
Kranke können sehr fordernd sein, auch ich selbst.
Wenn Dein Freund sagt, Du verstehst ihn nicht, dann bitte doch um eine Erklärung um besser zu verstehen.
Nimm ihn in den Arm, gib ihm einen Kuss und frag....
Wenn ich darf, würde ich gern für Eure Situation beten...?
LG
Don
Liebe Sarah,
erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum! Ich hoffe, dass Du Dich wohl fühlst und ein bisschen Rat findest.
Deine Geschichte hat mich ordentlich berührt und ich weiß gar nicht so recht, was ich schreiben könnte, das Dir ein wenig hilft. Aber ich versuchs mal.
Ich bin beeindruckt von Deiner Stärke und das in Deinem jungen Alter. Ich finde es toll, dass Du zu Deinem Freund hälst und versuchst, ihm eine Stütze zu sein. Das ist heute längst nicht mehr selbstverständlich (besonders, weil Du schreibst, dass Ihr noch nicht lange zusammen seid). Schön, dass Dein Freund in dieser schweren Zeit nicht alleine ist.
Grundsätzlich glaube ich auch nicht, dass Du irgendetwas falsch machst. Auch wenn Dein Freund manchmal sagt, dass Du seine Situation überhaupt nicht nachvollziehen kannst. Du hast schon Recht, wie solltest Du auch?
Als Angehörige ist es nicht immer leicht, den Partner zu verstehen. Ich bin die Frau von Don Limpio und trete auch immer mal in den bekannten Fettnapf oder weiß einfach nichts zu sagen. Mach Dir da nicht allzu viele Sorgen um das, was Du sagst oder meinst, sagen zu müssen. Wie Don schon schrieb, manchmal ist Schweigen einfach besser. Das Wichtigste aber ist, dass Du für ihn da bist.
Fühl Dich nicht persönlich angegriffen, wenn Dein Freund Dir mal zu verstehen gibt, dass Du nicht wissen kannst, wie es ihm geht. Wenn man versucht, sich in seine Lage zu versetzen, kann man gut nachvollziehen, wenn er mal etwas forsch reagiert. Bei der Schwere seiner Erkrankungen würde wohl keiner von uns anders reagieren.
Pass auf jeden Fall gut auf Dich auf und versuch auch zwischendurch etwas Abstand zu gewinnen, um selber wieder Kraft zu schöpfen. Du kannst es jetzt auch brauchen.
Ich wünsche Euch, dass Deinem Freund geholfen werden kann und Ihr beide einen gemeinsamen Weg habt.
Wenn ich darf, würde ich auch gerne für Euch beten?
Liebe Grüße und alles Gute für Euch
Marsella
ich bin im Moment auch etwas unsicher und hilflos. Mein Freund hat seit kurzem Depressionen, bedingt durch die Trennung seiner Frau, das ganze bekommt er, lt. seinen Worten, irgendwie net so richtig "gebacken"..für ihn ist es nun die zweite Scheidung. Ich fass mich mal kurz: er zieht sich seit Tagen zurück, ist teilweise unereichbar, ich mache mir dann natürlich Sorgen., wenn ich nichts von ihm höre. Schickte ihm gestern Abend eine sms, daß ich ihm eine gute Nacht wünsche und hoffe, daß es ihm etwas besser gehe und dass ich immer für ihn da bin. Reagiert hat er nicht darauf. Heute nachmittag rief er mich an, leider konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht reden und sagte, daß ich zurückrufe. Der Rückruf war erfolglos. Heut abend schickte ich ihm wieder eine sms: gute nacht, schlaf gut, ich drück dich..ist so ein Rückzug normal? wie verhalte ich mich am besten ihm gegenüber?
Nehme gerne Ratschläge entgegen, danke
Liebe Sarah,
ich habe heute Morgen einen doppelten Beitrag gelöscht. An dem Beitrag hing auch der Kommentar von Dir, den ich aus Versehen mit gelöscht habe.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Du ihn noch einmal schreiben könntest. Ich habe es leider zu spät bemerkt und kann den Vorgang nicht mehr rückgängig machen.
Sorry!!!
Liebe Grüße
Marsella
nachdem mein freund nicht erreichbar war, hatte ich große Sorge um ihn. Ich fuhr dann zu ihm nach hause, traf in dann unterwegs, da mit dem Hund Gassi war. Er sieht sehr niedergeschlagen aus. Wir redeten u.a. auch über sein Problem. Er wisse grad net was er wolle, er wolle mich auch net belasten, es sei doch alles Käse. Er wolle aber nochmal zum Arzt gehen diese Woche. Soweit ich weiß, hat der Arzt Urlaub. Wennich es richtig deute, dann brauch der Mann sofort ärztliche Hilfe, denn er hat grad ein tiefes loch und stöhst mich weg..ich fühle mich unbrauchbar..ich weiß nun net wie es mit uns weiter geht, ich laß ihn jetzt mal besser wohl in ruhe um ihn net noch mehr zu belasten..oder was meint ihr?
liebe grüße


