Wenn es beide betrifft
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Hallo Ihr!
Die Depression betrifft meine Frau und mich. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Geht es jemanden noch so, mit dem man sich darüber austauschen kann?
Gruß Lee!
Nicht direkt.
Meine Frau ist mit mir, einem Depressiven verheiratet.
Vielleicht kann sie ja was dazu sagen. ich werde sie mal auf diesen Thread hinweisen.
Welche Frage mich intressieren würde ist wenn einer in der Beziehung depressiv ist,
zieht er den anderen nicht auch irgendwie runter ???
mfg
Tizza
Hallo zusammen!
Mein Mann hatte ja bereits angekündigt, dass ich zu diesem Thema bestimmt etwas schreiben kann. Wie er schon erwähnt hat, ist in unserer Beziehung "nur" einer erkrankt (mein Mann). Ich selber hatte glücklicher Weise bislang keine Depressionen und hoffe, dass das auch in der Zukunft so bleibt. Ich kann deshalb nur auf die Frage von Tizzia eingehen.
Wenn in einer Beziehung ein Partner depressiv ist und der andere nicht, ist das tatsächlich nicht immer leicht. Ob sich der Gesunde von der Gemütsverfassung seines erkrankten Partners runterziehen lässt, liegt sicher auch an der Persönlichkeitsstruktur des Gesunden. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich zu der Zeit, in der es meinem Partner besonders schlecht geht, mir selber auch desöfteren eine kleine Auszeit gönne.
Einerseits bin ich natürlich für meinen Partner da, wenn er mich braucht.
Auf der anderen Seite nehme ich mir zwischendurch die Freiheit, das zu tun, was mir selber gut tut. Ich glaube, dass dieser Mechanismus bei mir automatisch einsetzt und mich sozusagen davor bewahrt, dass ich meine eigene Grenze überschreite. Schließlich ist keinem von uns geholfen, wenn auch ich an Depressionen erkranken würde.
Mir reicht es dann schon, wenn ich z.B. einfach eine Stunde mit den Hunden spazieren gehe und mich an der Natur erfreue. Oder einfach mal durchs Dorf laufe, um mal andere Gesichter zu sehen.
Man muss zwischendurch einfach mal abschalten und den Kopf wieder frei bekommen.
Ich denke auch, dass es einfacher ist, mit einem depressiven Partner zu leben, wenn man ihn schon längere Zeit kennt und die, mit den depressiven Phasen verbundenen Stimmungsschwankungen, nicht persönlich nimmt.
Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich mich in den ersten ca. zwei Jahren unserer Beziehung desöfteren persönlich angegriffen fühlte und das Gefühl hatte, der letzte Idiot zu sein. Dies war insbesondere bei eigentlich belanglosen Streiteren der Fall. Danach fühlte ich mich meist schlecht und für den Zwischenfall verantwortlich.
Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, mit den Stimmungsschwankungen meines Mannes umzugehen und ich denke, dass unsere Beziehung trotz der Depressionen sehr gut funktioniert und wir beide glücklich miteinander sind.
Völlig fehl am Platze ist auf jeden Fall eine erhöhte Sensibilität. Ein "dickes Fell" kann nicht schaden. Und in depressiven Phasen sollte man immer ein offenes Ohr für den Partner haben und viel für ihn da sein.
Man muss sich einfach immer wieder daran erinnern, dass nach den schwierigen Zeiten auch wieder richtig schöne Zeiten kommen, die meist viel länger und intensiver andauern.
Und zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass die Last viel leichter zu tragen ist, wenn man Christ ist. Ich weiß jedenfalls, dass ich auch in schwierigen Zeiten niemals allein bin (und mein Mann genauso wenig!).
Liebe Grüße
Marsella73
hallo,
es ist nicht immer einfach mit einem Menschen zusammen zu leben,
der depressiv ist........................Aber es ist möglich. Ohne meine
liebe Frau wäre ich nicht der, der heute bin., ..................................
Wie bei anderen Beziehungen ist gegenseitiger Respekt und Achtung
notwendig.
Und ich muss meiner Frau auch Zeiten für sich alleine gönnen, ich
weiss, dass man als Depri oft "klammert"
Und in den Phasen, wo es mir etwas besser geht, versuche ich,
etwas meiner Frau zurückzugeben. Weil wenn mein Deprileben
Grenzen hat, hat auch das Leben meiner Frau Grenzen.
Ja, Geduld ist auch wichtig, Depri ist öfters ein Marathonlauf,
und keines Sprintstrecke.
Liebe ist das wichtigste, und das meine ich jetzt nicht gefühlsduselig.
Wenn man vielleicht sagt, wir halten fest zueinander. Gute Freunde
fände ich da auch wichtig, die auch mal vermitteln können, bei
schwierigen Lebenssituationen.
Es tut gut, wenn der Partner zu einem steht..................................
Und wenn der Parrtner auch Depri ist..................auf der einen Seite
vielleicht mehr Verständnis, auf der anderen Seite sich gegenseitig
runterziehen. Das ist sicher nicht einfach, .....................................
Wichtig wäre vielleicht, echt gute Freunde zu haben, die auch mal
vermitteln können.......................................
liebe Grüsse,
bär mit hund
Hallo,
ich weiss nicht, ob ihr das in eurer Depri auch kennt...........
man möchte etwas tun, und schafft es einfach nicht.......................
hat es aber schon jemand versprochen, und von heute auf morgen
geht gar nichts mehr. Und unsere Partner müssen das aushalten........
Auf der einen Seite sehnen wir uns nach Nähe und Wärme, und
in der Depriphase ziehen wir uns gerne zurück, möchten unsere
Ruhe haben......................................................................................
Für mich ist das immer schwierig..................................oder eines von
dem Schlimmsten, zu "wollen und nicht zu können".
Gerade auch, wenn man Kinder hat, die in einem Alter sind, wo sie
das gar nicht so nachvollziehen können.
liebe Grüsse,
bär mit hund
Ja, das ist ein großes Problem.
Zur Zeit sind die Kinder sehr anstrengend (1xVorpubertät, 1xexplosive Art, 1xTrotzphase-aber richtig mit ständigem Dauergeschrei). Dazu noch die ganzen Arztbesuche: veränderte Hautstellen rausschneiden, Ergotherapie, Botox für unseren kleinen Spastiker, Förderung hier - Überforderung bei mir.
Diesen Psychoterror zuhause hält keiner aus und wir schaffen es einfach nicht mehr, wenn der Eine zusammenklappt, dass der andere dann übernimmt. Der Andere klappt dann mit und schon bricht alles zusammen. Oftmals möchte ich am liebsten die Erziehung der Kinder jemandem übergeben, der nicht alles kaputt macht. Mein Gott, was richten wir für Schäden an, nur weil wir nicht auf die Füsse kommen?
Dann gehts mal wieder etwas besser und ich frage mich: "Wo ist das Problem?" Aber viel zu schnell holt einen der schwarze Kleister wieder ein.
Es ist einfach soviel zuviel und nichts lässt sich verschieben oder ändern. Zeit für mich? Zeit zum Ausgleich? Hilft nicht, denn es geht ja gleich wieder los und sofort wird die Luft wieder eng.
Oft denke ich, Gott muss sich geirrt haben, als er mir das alles aufgeladen hat. Ich weiß nicht, wie ich das alles er-tragen soll.
Danke, dass ihr immer da seit 
anni
Liebe Anni,
das tut mir jetzt so leid für dich, diese Überforderung. Aber
glaube mir, nirgends sind die Kinder besser aufgehoben, als
bei dir in deiner Familie.
Und ich weiss, Leben mit Kindern kann sehr sehr anstrendgend
sein, und man kann sich da voll verausgaben.......und es kostet
unheimlich viel Kraft. Jetzt weiss ich nicht, ob dir das jetzt
hilft, auch diese Lebensphase geht wie alle einmal vorüber...
Wichtig liebe Anni ist für dich, dass du mal wieder aufatmen
kannst. Vielleicht gibt es Freunde, zu denen ihr mal eure
Kinder für ein paar Stunden hinschicken könnt, damit ihr
mal Ruhe habt.
Meine Frau und ich machen das jetzt ab und zu, dass wir
KInder zu uns nehmen, damit die Eltern einmal ausruhen
können.
Kinder sind die Hoffnung unserer Erde, und wir alle sollten
dabei helfen, den Kindern auch ihren Lebensraum zu geben.
Anni, du tust eine sehr wichtige Arbeit, und das auch noch
unbezahlt...............................................................................................
du bist eine Heldin des Alltages, ...............................................
aber versuche bitte mehr Zeiten der Ruhe in dein Leben
einzubauen, auch wenn es schwierig ist.
Du richtest überhaupt keine Schäden an, du gibst dein Bestes,
und der Rest übernimmt dein guter Vater im Himmel.!!!!!!!!!!
Ich wünsche dir von Herzen die Kraft und die Balance, deine
Kinder lieb zu haben, aber wenn sie mal was angestgellt haben,
darf man sie auch ruhig mal strafen, das gehört zur Liebe
auch dazu.
Aber du darfst ruhig einmal auch Schwäche zeigen, weinen,
schreien.....................................................................
viele liebe Grüsse,
Bär mit Hund. Hund muss ich ab und zu auch
noch erziehen.
Ich danke Dir Bär, für Deine aufmunternden Worte. Letzte Nacht hat Gott mir gezeigt, dass er mich hört - war ich froh, ich dachte schon alles wäre nur Einbildung.
Und heute vormittag hat er mir eine liebe Freundin per telefon geschickt und die hat mir sehr geholfen. Mit der Lehrerin sprechen und ehrlich sein, das es zur Zeit zu viel ist - ganz schön schwer. Ich bin ziemlich gut darin vor Fremden zu verbergen, wie es mir geht. Die denken immer alle: Ein Wahnsinn, was die alles schafft - wenn die meisten wüssten, wie es in mir aussieht...
Aber schwer ist es, dieses abzulegen und sich einzugestehen - ich schaffe nicht alles. Ich möchte doch meine Kinder in allem unterstützen, aber ich kann nicht mehr leisten...
So wollte ich das nicht, aber das muss ich wohl akzeptieren...
Ich liebe das Lied "Auge im Sturm"
anni
Liebe Anni,
du musst nicht mehr leisten, und du musst auch nicht perfekt
sein. Mache es so wie du es am besten kannst, das ist für dich
und deine Familie gut.
Weisst du, vor dem himmlischen Vater musst du auch keine
Leistung bringen, er möchte dich beschenken, mit seinem
da sein. Jesus lebt in dir, und du darfst dich den Strahlen
seiner Liebe aussetzen. Es kommt eigentlich nur auf die Liebe
an, und wenn du deine Familie lieb haben kannst, ist es das
Beste was du für sie tun kannst. Du brauchst keine perfekte
Wohnung, mit Kindern geht das schon mal gar nicht.................
Schäme dich ja nicht liebe anni..................................................
und schau, bei dem Lied "Auge im Sturm, habe ich echt an
dich gedacht.
Entspanne dich so gut es geht liebe anni.......................................
möge dir der gute Vater Ruhe und Frieden, Geborgenheit
schenken.
viele liebe Grüsse,
Bär mit Hund.



Land
Hallo Marsella73
Danke für deinen Beitrag ich antworte morgen.
Gruß Lee