:( Ich weiß nicht wie ich ihm helfen soll...Halo
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Hallo!
Ich stehe noch ganz am anfang meiner Therapie. Wurde jetzt auf venlafaxin eingestellt.
Nun zu meinen Problem.
Ich bin seit fast 2,5 Jahren mit meinen Freund zusammen, wir sind jetzt auch in eine größere Wohnung gezogen.
Und jetzt sitze ich seit 2 Monaten in einem Loch :(
Ich mache gar nichts mehr im haushalt und er dachte zunächst ich wäre zu faul, doch seit dem ich seit letzten freitag so ausgelaugt bin, dass ich nach arbeit nur noch weine, schlafe oder vor dem Laptop sitze , hat er es erst bemerkt, dass etwas nicht mit mir stimmt. Er weiß, dass ich depression habe, den im Sommer war ich 6 wochen lang in einer Klinik gewesen.
Jedoch weiß ich nicht wie ich ihm bei bringen soll wie es mir geht, er tut manchmal so als ob ich zu faul wäre.... also so kommt es mir vor...
Ich hab schon versucht irgendwie mit ihm zu reden doch ich kann es irgendwie noch nicht so richtig sagen was eigentlich in mir vor geht.
Ich hab ihn schon Seiten im Internet geschickt, damit er weiß wie er sich verhalten soll:(
Ich würde ihn so gerne helfen, dass er mich versteht und mich mehr unterstützt doch ich glaube dadurch, dass er alleine den Haushalt immer schmeißen muss ist er ziemlich kaputt davon.
Was soll ich nun tun??
Ich hab angst, dass unsere Beziehung daran zerbricht weil wir über das Thema nicht so richtig reden können......
Liebe kaitlyn,
erstmal herzlich willkommen hier im Forum. Schön dass du da
bist, aber vielleicht wärst du lieber nicht da, und du hättest
keine Depressionen. Die kommen oft leider ohne Anmeldung,
sind einfach da, und dann geht oft gar nichts mehr. Das ist
so schwer verständlich für uns selbst, und wie sollen das
erst andere Menschen verstehen..........................................
Dann kommt es auch noch darauf an, was für ein Typ dein
Freund ist. Also ich bin mehr der gefühlsmässige, manchmal
auch chaotische Typ, eher wie ein Backofen, und meine Frau
ist irgendwie organisierter, so wie ein Kühlschrank. Sie nimmt
sich nicht soviel zu Herzen wie ich. Aber wiederum passt es,
man braucht ja auch nicht zwei Köhlschränke oder zwei Back-
öfen in der Küche, man kann sich gegenseitig ausgleichen, er-
gänzen.
Verdrängt dein Freund das mit deiner Depression, was nicht
sein darf, darf nicht sein, geht er cool wie ein Kühlschrank
darüber hinweg.................................................................
und DU, du schämst dich für deine Depression, getraust es
nicht zuzugeben, nicht zu sagen.............................................
Ihr funktioniert noch beide, aber wer weiss, wie lange es noch
funktioniert.
Ihr müsst über das Thema reden, ihr dürft es nicht unter den
Teppich kehren.
Mögt ihr euch noch, habt ihr euch noch lieb, über was unter-
haltet ihr euch sonst. Kommunikation ist in Beziehungen ganz
arg wichtig, gerade für das Verständnis, und für das mit-
einander auskommen.
Ihr müsstet es wagen, euch dem Thema zu stellen, ganz offen,
und vor allen Dingen ehrlich.
Lade ihn doch eimnmal zum Essen ein, geht gemeinsam spa-
zieren, sage ihm, dass du über das Thema unbedingt mit ihm
reden möchtest.
Sage ihm die Ursache deiner Depressionen, wenn du es weisst,
von deinen Behandlungen, erkläre ihm, warum du immer so
müde bist, warum du etwas im Haushalt mithelfen möchtest,
du es aber wegen der Depression gerade nicht so kannst.
Sage ihm, wie wichtig es für dich ist, dass du trotz allem von
ihm Liebe, Verstgändnis, Bestätigung, Anerkennung brauchst.
Liebe ist eigentlich die allerbeste Therapie in der Depression,
und dann bin ich jetzt mal ganz offen, auch die körperliche
Liebe.
Und dann schau mal, wie dein Freund reagiert. Ist eure Liebe
so stark zueinander, dass er dich mittragen kann. Ein doppeltes
Seil ist stärker wie ein einfaches Seil, und hält viel besser und
länger.
Oder musst du damit rechnen, dass er sagt, er packt das
nicht.
Trotzdem müsst ihr miteinander reden. Dein Freund könnte
auch einmal mit zu deinem Arzt gehen, das ist nicht ungewöhnlich.
Oder du lässt ihn einfach hier mitlesen.
Wenn er vom Typ her ganz anders ist wie du, kann das sehr
gut sein.
Aber nur durch immer wieder miteinander reden erfährt ihr
mehr voneinander. Auch streiten gehört dazu, da lernt man
den anderen auch viel näher kennen, als allem nur auszuweichen.
So habe ich mich schon ändern müssen, als auch meine liebe
Frau.
Redet miteinander, tauscht euch aus, was euch bewegt.............
beides gehört dazu, miteinander Spass und Freude haben, als
auch über tiefere Themen wie jetzt deine Depression zu reden.
Das kann euch ganz tief verbinden, eure Liebe zueinander
hat die Chance, viel tiefer zu werden. Weisst du, dein Freund
könnte ja auch mal eine schwere Krankheit bekommen.........
Wage es liebe kaitlyn, offen und ehrlich darüber zu reden.
Wenn es gar nicht gehen sollte, vielleicht könnte ein gemeinsamer Freund/Freundin,
euch dabei helfen. Aber fangt damit an, je früher, je besser,
bevor es explodiert, bevor gar kein Verständnis, gar keine
Liebe mehr füreinander da ist..........
viele liebe Grüsse,
hund und bär.........................na ja, wir müsen auch mit-
einander kommunizieren, damit
wir gute Freunde bleiben.
auch wenn wir anderer Meinung
sind.................................
Hallo,
das Gefühl kenne ich. Als ich vor ca. 3 Jahren wieder mal in so einem Loch saß, meinte mein Mann auch, dass ich mich "nicht so anstellen" solle - das wäre Einstellungssache und ich müsse mich einfach zusammenreissen.
Ganz toll.
Mittlerweile weiß er es besser - er hat es auf den schwersten aller Wege herausgefunden: er sitzt seit gut einem Jahr selbst in diesem Loch.
Ganz ehrlich das wünsche ich weder dir noch deinem Freund.
Aber was ich damit eigentlich sagen wollte, ist das mein Mann heute zu seinem damaligen Verhalten sagt, dass man sich das als "gesunder" einfach nicht vorstellen kann. Dieses nichtkönnen ist für gesunde Menschen einfach nicht greifbar.
Ich kann dir nur raten, versuch mit ihm darüber zu reden - vielleicht könnte er ja mal danach googeln .... oder nimm ihn mit zu deinem Arzt.
Erst wenn er dich versteht (zumindest Ansatzweise) kann er dir helfen.


