den depressiven Patner zu verstehen ist fast unmöglich

Hy liebe Frau vom Bär,
ich finde es sehr gut dass du dich hier angemldest hast.
Vielleicht findest du so manche Antwort auf die Krankheit, wo du dann so einiges nachvollziehen kannst.
Ich war in meiner heftigen Depriphase sehr verschieden, entweder sehr trauig oder dem Tobsuchtanfall nahe und das meistens nachts, wo auch mal der Arzt des öffteren kommen mußte.
Wenn mir dann wieder mal nichts gelang, bekam ich eine heftige Heulatacke und habe mich verkrochen, oder ich habe fürchterlich getobt und dann ging gar nichts mehr, mein Mann hat mich dann öfter mal einfach in den Arm genommen, ich habe mich dann zwar etwas beruhigt, aber ich habe es nicht fertig gebracht, mein Werk zu
Ende zu bringen, es ist ging meistens ums Kochen.
Oft gab es dann nur Brot mit Wurst oder Käse, denn ich war nicht fähig zu ein Essen zu kochen, ich wußte nicht wie und mit was fange ich an.
Und so wie mit dem Kochen ging es mit vielen Dingen und dann habe resigniert und fast gar nichts mehr gemacht.
Das war für meinen Mann auch sehr schwer, denn am Anfang dachte er ja, ich hätte dazu keine Lußt und würde alles ihm überlassen.
Irgendwann war er dann auch zu erschöpft den Haushalt nach der Arbeit auf Vordermann zu bringen und dementsprechend sah es dann auch aus.
Ich bin zwar heute keine perfekte Hausfrau (wer ist das schon), aber ich muß mich nicht mehr schämen wenn mal unverhofft jemand klingelt.
Und mein Mann hat es sich beibehalten mich im Haushalt oft zu unterstützen, hat verschiedene Aufgaben ganz übernommen und mir hilft das sehr viel.
Ich bin seit Jahren sehr stabil und wieder glücklich, hin und wieder mit einigen Rückfällen, die aber nicht so schlimm sind dass sie Monate andauern und ich kann gut damit leben.
Aber es war ein langer und sehr harter Weg.
Lieben Gruß von Matzi


