Burnout-Gruppe
Die moderne, sehr schnelle, Zeit hat sehr viele Vorteile aber auch wie alles im Leben, einen zweite Seite.
Sie lässt völlig ausgelaugte und verbrauchte Menschen hinter sich zurück.
Bei diesen Menschen handelt es sich in der Regel nicht um die Schwachen der Gesellschaft, wie der erste Blick vermuten lässt, sondern meist um die Besten.
Diejenigen die immer mehr geleistet haben und denen einfach immer mehr aufgebürdet wurde.
Betroffene und deren Angehörige können sich hier versammeln und einander mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Burnout
Hallo zusammen,
ich find es sehr schön daß "burnout und depression" hier wirklich als etiketten für dieselbe sache behandelt werden. Oft geht ja mit "burnout" eine viele höhere anerkennung einher, wie ein verwundetenabzeichen für besonders tapfere kämpfer, während depression stigmatisiert wird, obwohl bald die mehrheit drunter leidet. Zu diesem thema möchte ich kostenlose beratung anbieten, wie man am besten damit umgehen kann. Ich bin coach, und merke wie sehr dieses thema immer mehr zu einem schwerpunkt wird. Ich würde gerne wissen, ob beratung auch über chat oder skype gut funktioniert. Kurze info zu mir gibts im forum.
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Burnout und die Depressionen danach
in den beiträgen von euch habe ich mich gleich wieder erkannt. ich bin 32 und hatte meinen "persönlichen" burnout vor zweieinhalb jahren. ich hätte nie gedacht, dass man mit ende 20 so am boden sein kann.angefangen hat es mit leichten panikattacken, die ich aber nicht ernst genommen habe. hätte ich´s mal getan. hätte ich doch nur meinen mann davon überzeugen könn, dass ich nicht simuliere. es ist nunmal kein gebrochenes bein, was man sehen kann. als ich angefangen habe, meine attacken immer mehr mit alkohol zu kompensieren, nicht mehr in der lage war, vernünftig zu arbeiten, mich ständig in lügen verstrickt habe und mein mann mich schließlich aus der gemeinsam aufgebauten tankstelle warf, da merkte ich, ich muß was tun. acht wochen stationäre therapie waren nicht genug. ich fühlte mich wieder fit und merkte nicht, dass ich immer mehr in die depression verfiel. wo ich auch jetzt tief drin hänge, denn eingestellt hatte mein mann mich nicht wieder und ich habe mich wieder in den alkohol geflüchtet. das kann nun auch mein mann nicht mehr ertragen. er hat mich am mittwoch aus der wohnung geworfen und will mich erstmal nicht mehr sehen. ich merke, er hat auch keine kraft mehr, um unsere beziehung zu kämpfen.

Endlich wieder frei
Ihr Lieben, ich hatte bereits in 2008 das erste burnout. Habe dann statt in eine Reha zu gehen den neuen Arbeitsplatz angenommen. Bin 51 Jahre und dachte, dass ich sonst keine Arbeit mehr bekomme. Dass das falsch wahr, habe ich erst gemerkt, als mein Mann und meine Tochter mir sagten du musst da raus. Ein Jahr haben sie mit mir geredt wie mit einem kranken Gaul. Ich habe nicht gehört und so kam der totale Zusammenbruch. Dann kam die große Stille, ich habe nicht mehr geredt, nicht mehr gegessen usw.
Irgendwann in dieser Zeit habe ich gemerkt, dass ich Fachhilfe brauche. Bin zur amb. psych. Behandlung gegangen, zwei Monate verschenkt und jetzt endlich (einsichtig) in der Tagesklinik. Die Behandlung, die Gruppe und die Therapeuten tun mir einfach nur gut. Von den ersten 14 Tagen weiss ich nicht mehr viel. Jetzt nach 5 Wochen, fühle, schmecke, rieche und sehe ich wieder. Ich kann wieder lachen und was das wichtigste ist: ich kann über mich selbst nachdenken. Jetzt muss ich noch lernen meine Bedürfnisse kennen zu lernen. Bin auf dem besten Weg, sagen meine Therapeuten.
Alles gute für Euch, Bella13

Frollein vom Amt
Ich habe fast 30 Jahre in einem Callcenter gearbeitet.
Früher bei Auslandsauskunft und Vermittlung war alles noch "gemütlicher", der Anruf war bei uns kostenlos, man konnte sogar noch mit dem Kunden reden. Allerdings hatten wir auch Schichtdienst, früh, spät und nacht.
Dann wurde die Technik immer schneller, es kostete Geld und wurde immer teurer bei uns anzurufen. Der Zeittakt kürzer, immer schneller, immer freundlicher, besser, genauer usw.
Wir galten als "beste" Auskunft Deutschlands- dann verlagerte man das Ganze in den Osten.- Wir sollten plötzlich Aufträge bearbeiten, was uns mühselig beigebracht wurde. Es herrschte eine große Unruhe im Großraumbüro.
Nachdem ich gecoacht wurde und auch alles konnte, hatte ich plötzlich rechts Hörverlust und es war mir schwindlig. Seit über 10 Jahre schon Tinnitus, den ich aber ignorierte, weil man Mann schwer krank wurde und dann starb.
Kurz drauf folgten noch 3 weitere Hörstürze.
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Mein Leben bis zum Burnout
Es fing eigentlich sehr früh an, ich denke es war vorprogrammiert.
Ich bin so erzogen wurden, immer 100% zu geben darunter ging garnicht.Was in meinen Augen aber normal war.
Nach meiner Heirat hat sich dies aber verschlimmert,denn ich dachte, wenn ich mehr schaffe vielleicht bekomme ich etwas liebe.Was natürlich totaler Quatsch war. Nach meiner Ehe kam der Zusammbruch und sie wollten mich auf EU Rente setzen, doch ich werte mich mit Händen und Füßen. Nach meiner Entlassung suchte ich mir sofort wieder Arbeit.
Die Arbeit machte mir sehr viel Spaß doch ich bemerkte nicht wie körperlich anstrengend sie war. In meinem Kopf gab es nur noch mein Soh und meine Arbeit. Früh 5 Uhr autstehen und am Abend 23 Uhr ins Bett,doch schlafen konnte ich nicht. Ich konnte nicht mehr essen und nicht mehr richtig schlafen, es gab nur noch arbeit. Es dauerte nicht lange, dann kam die Angst dazu, die Leistung nicht mehr zu bringen und zu VERSAGEN.Dies hielt ich genau 6 Monate durch, dann fiel ich auf Arbeit einfach um. Floh

Das kann runterziehen aber helfen
Dann erzähle ich mal meine Geschichte.
Im Jahr 1998 hörte ich nach langen Jahren mit dem trinken auf.
Ich hatte alle Stationen eines Trinkers hinter mir, bis zu einem Leben ohne Obdach.
Gleich nachdem ich mit der Sauferei Schluss gemach hatte, begann ich zu arbeiten.
Erst begann es damit, dass ich morgens im berliner Berufsverkehr Tageszeitungen verkaufte.
Um 7.00 begann ich einen Job auf einer Baustelle bis zum Abend.
Ich war sparsam mit meinem Geld und konnte mir schnell wieder eine Wohnung einrichten und ein Auto kaufen.
Dann las ich ein Annonce zu einem Jobangebot.
Es stellte sich heraus, dass es darum ging Staubsauger zu verkaufen.
Ich dachte mir, Du musst nicht mehr so schwer arbeiten, trägst einen Anzug und verdienst gutes Geld. Warum denn nicht?
Entgegen den Erfahrungen Vieler lag mir das Verkaufen sehr gut und ich hatte großen Erfolg.
Schon im dritten Monat stand auf meinem gehaltscheck der stolze Betrag von 12.000 DM!
Ein paar Monate vorher hatte ich noch auf der Straße gelebt....
Das machte mir Spaß.
Mit dem Verkaufen von Staubsaugern hörte ich bald auf, als ich merkte, dass die meisten Leute sich so ein Ding überhaupt nicht leisten konnten und in harte Finanzierungen gedrängt werden sollten.
Es kostete mich bei einem Kunden mal 2 Stunden, ihm den Kauf wieder auszureden.
Beim Ausfüllen des Kreditantrages, stellte sich heraus, dass der arme Kerl schon von verschiedenen andren Stellen schwer abgezockt worden war.
Am nächsten Tag kündigte ich.
Hier wurde auch extreme Leistung abverlangt.
Da geht es mir sofort wieder schlecht
Eine Burnout - Gruppe, ja dachte ich, da fühle ich mich gleich Zuhause und wolllte Euch von meinem Strudel ins Dunkel erzählen. Während ich so darüber sitze und mich sehe , wie ich war und wie es immer noch oft ist, zieht sich alles in mir zusammen und mir fallen die Mundwinkel runter.Ganz schön nah , ich schreib ein anderes Mal was dazu.
Die Gruppe finde ich gut.
Danke dafür


