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Burnout-Erschöpfungs-Depression

Das Bett zu verlassen kostet unglaublich viel Kraft und ist fast nicht zu bewältigen. Der Gedanke an den kommenden Arbeitstag lässt einen jeden Mut verlieren.

So oder so ähnlich beginnt für Leute mit einer Erschöpfungsdepression der Tag.
In der modernen Zeit auch Burnout-Syndrom genannt.

Schon im Alten Testament ist diese Depressionsform als die Elias Müdigkeit erwähnt. Viele Geistesgrössen der Vergangenheit wussten von den Symptomen dieser Depressionsform zu berichten.
So klagte der junge Goethe, dass die Verwaltungsarbeit ihm das „Dichten vertrockne“.
Doch erkranken nicht nur Denkarbeiter sondern auch Hausfrauen an ihr.

Die Gründe dafür sind vielfältig.
Grundlegend ist zu sagen, dass permanente Überforderung ohne Aussicht auf Erholung diese Erkrankung hervorrufen. Aber auch schwere körperliche Erkrankungen, die mit körperlichen Schmerzen und Beeinträchtigungen einhergehen, können Auslöser sein.

Der Vergleich mit dem Hamster im Laufrad ist nicht zu weit hergeholt.
Damit ist einerseits die andauernde berufliche Überforderung gemeint, aber auch junge Mütter oder alte Menschen sind betroffen.

Für beide Geschlechter gibt es unterschiedliche, typische Auslöser.
Bei Männern überwiegen berufliche Ursachen. Angst vor Versagen, ständige Zeitnot, fortdauernde Stresssituationen, das Treffen weitreichender Entscheidungen, ein lauter und gehetzter Arbeitsplatz, Übergangenwerden bei Beförderungen, aber auch eine Beförderung, die entsprechende berufliche Mehrbelastungen mit sich bringt. Seltener werden partnerschaftliche oder Familien Probleme als Ursache genannt, die jedoch bei der genannten Gruppe meist eine ausserordentliche Intensität erreicht haben müssen.

Bei den Frauen sind die Gründe zwar anders gelagert, aber mindestens genau so vielschichtig.
Ständige Doppelbelastung durch Beruf und Haushalt, finanzielle Sorgen, Vereinsamung und Entwurzelung, fehlende Möglichkeiten sich über private Probleme auszutauschen aber auch zwischenmenschliche Probleme, sind bei Frauen Auslöser für die Krankheit.

Die Folgen sind Reizbarkeit und Schwäche, die sich oft über mehrere Jahre langsam aber sicher verstärken. Verbunden mit innerer Unruhe, Anspannung, Nervosität, Einschlafstörungen, unruhigem Schlaf, Missstimmungen, Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, schnelle Ermüdbarkeit und Reizbarkeit.
Oft bemerken nahestehende Menschen einen „neuen Wesenzug“ von Reizbarkeit und Unbeherrschtheit am Kranken.

Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es zu psychosomatischen Symptomen wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Magenproblemen, aber auch Problemen der Wirbelsäule und der Gelenke.
Ganz am Ende der Erkrankung zeigt der Patient typische Depressionsmerkmale.
Helfen kann in diesem Fall ein Gespräch mit einem Arzt.