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Gelesen und für gut befunden!

Manfred Lütz: Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen.

"Bücher lesen mit NDR 2" heißt es am Sonntag im NDR 2 Wochenende! Um 8.40 Uhr stellen wir Ihnen populäre Neuerscheinungen vor - unsere Reporter haben die Bestseller-Listen im Blick und und suchen aktuelle Hardcover-Bücher heraus. Der Schwerpunkt liegt auf Belletristik, aber auch Sachbücher lernen Sie bei NDR 2 kennen. Aktuelle Folge: NDR 2 Moderatorin Anke Harnack stellt Ihnen Manfred Lütz - "Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen." vor.
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Neue Therapie soll gegen das Grübeln helfen

Ruhr-Universität Bochum.
Zermürbendes Grübeln ist häufig Symptom von Depressionen und begünstigt Rückfälle, wenn die Depression überwunden schien. Eine neue Therapie gegen das Grübeln, die am Zentrum für Psychotherapie der RUB geprüft wird, hilft: 80 Prozent der bislang behandelten Patientinnen und Patienten grübeln auch sechs Monate nach der Therapie weniger, gewinnen Kontrolle über ihr Grübeln und gaben an, sehr zufrieden zu sein. Weitere Teilnehmer werden noch gesucht:
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Vitamin B12 gegen Depressionen

Neue Wege im Kampf gegen Depressionen erstrecken sich auch auf die Welt der Vitamine. So konnten Wissenschaftler des finnischen Kuopio University Hospitals feststellen, dass sich Vitamin-B-Gaben positiv auf den Behandlungserfolg bei Depressionen auswirken. Hier wurde erstmals nachgewiesen, dass Patienten mit hohen Vitamin-B12-Werten besser auf eine Behandlung reagieren.
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Ein An/Aus - Schalter für Depression?

Interessanter Bericht in der "FAZ" über eine neue Methode der Neurochirurgischen Therapie.

Es ist offenbar möglich, eine Depression im Gehirn gezielt an- oder abzuschalten. Zumindest ist dies bei einer 64 Jahre alten Patientin gelungen, über die Forscher vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim in der Zeitschrift "Biological Psychiatry", Bd. 67, S. e9) berichten. Den Schalthebel haben Alexander Sartorius und seine Kollegen bei Vorexperimenten in den sogenannten Habenulae identifiziert. Dabei handelt es sich um Strukturen des Hirnstamms, die symmetrisch rechts und links in der Wand der dritten Hirnkammer, also tief in der Hirnmitte liegen und deshalb für Neurochirurgen schwer zu erreichen sind.
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Was hat Dr. Gott Herrn Elia in seiner Erschöpfungsdepression verordnet?

Autor: Café in meiner Straße Nach einem beeindruckenden Sieg in seinem Leben fühlt sich Elia plötzlich ausgebrannt. Er hat für seinen Gott geeifert und jetzt sieht alles so sinnlos aus. Er kann nicht mehr und die auf ihn einstürmenden Ereignisse werden ihm einfach zu viel.

Anstatt die Früchte seiner Taten geniessen zu können, wird er durch Isebel und Ahab nur noch mehr angefeindet. Sie wollen ihn sogar töten lassen. Eins kommt zum anderen wie das oft so ist. Elia kann nicht mehr und lässt sich innerlich fallen. Er ist mitten in einer Erschöpfungsdepression und fängt an, im Gebet zu jammern (1. Könige 19).
Dabei hatte alles so gut angefangen. In der Konfrontation mit den Baalspriester hat Elia sich furchtlos präsentiert, die Stimmung im Volk richtig eingeschätzt, die Konfrontation geschickt zugespitzt und Gott hat sein Handeln mit übernatürlichen Zeichen bestätigt. Am Ende hat Elia mit dem Volk an seiner Seite die Baalspriester komplett erledigt. Er war der Sieger des Tages.

Medikamente als Auslöser von Depression

Man sollte nicht unbedingt jeden Beipackzettel seiner Medikamente allzu aufmersam studieren, vor allem wenn man zu Panik und Angststörungen oder hypochondrischem Verhalten neigt.

Möglicherweise ticken wir Deutsche auch als "Normalo" immer noch anders als andere Nationen. Nicht umsonst gibt es im englischsprachigen Ausland das Idiom von der "German Angst". :-)

Was es da an Neben- und Wechselwirkungen mit anderern Medikamenten zu lesen gibt veranlasst viele Leute ihre angebrochenen Packungen sofort in die Tonne zu treten.

Und falls man chronisch krank ist, sollte man seine Pillen lieber regelmäßig einnehmen. In der Regel macht man sich nur verrückt mit dieser Angst vor Nebenwirkungen, aber in zumeist seltenen Fällen treffen sie leider eben auch ein.

 Als Mr. Droge 1972 (Scherz), ehemaliger Krankenpfleger und Patient, der jeden Tag 16 Pillen schlucken muß, sei mir ein wenig Erfahrung mit der Sache zugetraut.

 Auf schon einigen meiner Beipackzettel las ich unter Nebenwirkungen auch das Wort Depressionen aufgelistet, maß dem aber wenig Bedeutung zu. Was würde es auch für einen Sinn haben, zwar glücklich aber durch die Auswirkungen seiner Grunderkrankung vorzeitig das Zeitliche zu segnen?

Über die Angst vor der Psychiatrie

Eine der schlimmsten Schmähungen die es in meiner Kindheit gab war der Satz: "Du gehörst doch nach Ilten!"

Ilten bei Hannover war das berühmt berüchtigte "Irrenhaus", ein Wort bei dem jeder innerlich erschauerte und zusammenzuckte.

Das "Irrenhaus" war wohl der größte soziale Abstieg, den ein Mensch erleben konnte, schlimmer noch als Gefängnis oder Zuchthaus.

Wenn irgend jemand in Kontakt mit der Psychiartrie kam hieß es bei ansonsten respektabelen und angesehenen Menschen: "Er oder Sie hatte einen Nervenzusammenbruch und musste nach Ilten oder Wunstorf." Der sogenannte "Nervenzusammenbruch" war zwar etwas weniger schlimm, als komplett bekloppt zu sein, aber man redete trotzdem nur sehr leise und hinter vorgehaltener Hand davon.

Schließlich konnte so ein "Nervenzusammenbruch" eventuell noch geheilt werden, wenn auch sehr schwierig.

Das ganze Thema psychische Krankheit war von einem Schleier des Mysteriums umgeben und man gruselte sich einfach nur total davor.

In den letzten Jahrzehnten hat sich einiges in der Wahrnehmung psychischer Krankheit geändert, es gab viel Aufklärung durch die Medien, aber ein Tabuthema ist es trotzdem bei vielen (den Meisten?) Menschen immer noch. Vielen ist es überaus peinlich über seelische Schwierigkeiten und Störungen zu sprechen und vielen ist es peinlich solche Krankheitsgeschichten anzuhören. Es wird sehr schnell rationalisiert, verdrängt oder abgebügelt.

 

Möchte mich hier mal vorstellen

ich bin selbst depressiv und das eigentlich schon sehr lange . bei mir war es so wenns mir schlecht ging sagte ich zu mir(oder sagten andere) reiss dich zusammen. das klappte auch bis 2007 da bekam ich ein zusammenbruch und in der klinik wurde mir klar das ich krank bin.es dauert aber noch 2jahre bis ich mich behandeln lies. es ist für mich heute noch sehr schwer mit schlechten tagen umzugehen,da ich noch keine medikamente gefunden habe die mir helfen. habe zum glück aber ein notfall medikament was für den augenblick auch gut hilft.

Eine kurze Zusammenfassung meiner Geschichte

Wenn ich die ganze Sache heute rückblickend betrachte, wurde der Grundstein zu meiner Depression schon in frühester Kindheit gelegt.

Ich hatte einen trinkenden Vater, dem man nichts recht machen konnte. Was heute gut und richtig war, war am nächsten Tag grundfalsch und am übernächsten wieder erwünscht und richtig.
Die Strafen für falsche Handlungen waren in der Regel Schläge oder Verachtung und Häme.
Auf jeden Fall war ein Lob die krasse Ausnahme.
Während meiner gesamten Kindheit begleitete mich eine tiefe Angst vor meinem Vater. Man muss sich das so vorstellen, als wenn man mit einem unberechenbaren, wilden Tier in einem Käfig sitzt. Jahrelang!

Schon als kleiner Junge musste ich hart und viel auf unserem Bauernhof arbeiten. Viele Jahre meiner Kindheit rutschte ich auf Knien über große Felder, musste Steine schleppen und permanent auf unserer Dauerbaustelle arbeiten oder das Vieh versorgen. Oftmals schon morgens vor der Schule.
Andere durften zum Spielen ich nur sehr selten.

Als ich mit 16 Jahren die Schule beendete, suchte ich mir eine Lehrstelle in einer weit entfernten Stadt. Ich wollte dem Terror Zuhause entkommen.
In meinem letzten Schuljahr konnte man mich fragen wann man wollte, ich wusste stundengenau wie lange ich es noch Daheim aushalten musste.

Schon am ersten Tag in der Fremde, begann ich Alkohol zu trinken.
Nicht weil ich das Zeug besonders gemocht habe, sondern weil es mir nach ein paar Glas Bier einfach besser ging. Damals wusste ich jedoch noch nichts von Depressionen. Aber wie ich heute weiß, war ich schon krank.

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