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Diagnose "BORDERLINE"

4 Antworten [Letzter Beitrag]
Jule1206
Offline
Lebt sich ein
Beigetreten: 12.02.2011

Hallo ihr Lieben!
Ich war jetzt einige Zeit nicht mehr hier und habe mich intensiv um eine Stationäre Aufnahme für mich gekümmert.
Letzten Dienstag kam dann der ersehnte Anruf von einer Klinik, das ich am nächsten morgen sofort kommen könnte und mich aufnehmen lassen kann für eine Stationäre Behandlung.
Am nächsten Tag fuhr ich zur Klinik mit gepackten Koffer, als ich dann mit einer Therapeutin das Aufnahme Gespräch hatte ,fragte sie mich am Ende des 30 Minütigen Gesprächs,ob ich mir schon mal Gedanken gemacht hätte darüber was ich haben könnte, als ich ihr darauf antwortete: "das ich seid ca.4wochen mich mit dem Thema Bordeline beschäftige und auch denke mittlerweile das ich Borderline habe". Darauf hin sagte die Therapeutin zu mir das es auch so ist das ich Borderline habe und das ich hier in der Klinik total falsch bin,weil ich  in eine Spezial DBT Klinik in Neuss oder Aachen rein muss um das Behandeln zu lassen.
In dem Moment wo die Therapeutin mir das sagte war ich irgendwie ein wenig erleichtert weil ich endlich von einem Facharzt gesagt bekommen habe was wirklich los ist mit mir.
Ich habe mir immer wieder Jahre lang diese Frage gestellt warum ich so bin???Was mit mir los ist???
Die Therpeutin sagte mir das ich deswegen nicht Aufgenommen werden kann bei ihr in der Klinik .
Wenn ich aber Hilfe bräuchte oder wenn es mir sehr schlecht gehen sollte und ich im Gefühl habe das ich die Übergangszeit (Wartezeit) nicht schaffe bis ich in der DBT Klinik aufgenommen werden kann, könnte ich jeder Zeit sie anrufen.
Als ich danach wieder zuhause angekommen bin,habe ich mich natürlich sofort mit den beiden Kliniken telefonisch in Kontakt gesetzt.
Beide Kliniken gaben mir eine Auflage die ich erfüllen muss damit ich überhaupt aufgenommen werde dort.

Meine Auflagen sind:
1. Drogen Beratung
2. Kurz vor der Aufnahme in die Klinik soll ich ein Drogenscreening beim Hausarzt machen lassen, der Negativ sein muss (ist natürlich ganz klar,das man einen freien Kopf  und bei sinnen sein muss für die Therapie)
3.Ich muss eine Überweisung oder Einweisung haben die nur von einem Psychologen ausgestellt werden darf

Mein Problem ist jetzt, wo bekomme ich schnell einen Psychologen her??? die Wartezeiten bei einem Psychologen sind ja noch länger als die für eine Aufnahme in einer Psychologischen Klinik.
Ich brauche jetzt bald Hilfe und nicht erst in einem Jahr oder so,kann mir da eventuell jemand weiter Helfen oder Tipps geben??

Ich bin ganz ehrlich , zu der ganzen sache kommt noch hinzu das ich ein Drogen Problem seid ca.einem Jahr habe, ich konsumiere immer nur dann wenn ich Druck ablassen muss weil ich sonst durch drehen würde oder Agressiv werde bestimmte Personen gegenüber.
Ich fühle mich ein ganzes Stück besser und befreiter wenn ich konsumiert habe.
Es ist mir klar das es keine dauerhafte Lösung ist und das es auch nicht meine Probleme löst und deswegen will ich an mir,meine Vergangenheit und meiner Zukunft arbeiten.

Ich nehme jeden Ratschlag dankend an!!

Lieben Gruß Jule

Bild von bär
bär
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Forenurgestein 4.100 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Jule, hey, ich finde es

Liebe Jule,

hey, ich finde es toll, wie du dich gerade um dich kümmerst,

und auch bereit bist, dir helfen zu lassen.

Aber jetzt bräuchtest du natürlich schnell einen Psychologen,

der dich einweisen kann. Vielleicht kannst du mal deinen

Hausarzt fragen, ob der nicht da was arrangieren kann.????

Schau in die gelben Seiten, im Internet, rufe alle Psychologen

in deiner Umgebung an. Ein kleiner Tipp, sage einfach du

bist Privatpatient, .................da hast du schnell einen Termin.

Und wenn du dann in der Praxis bist, hat du das mit Privat-

patient wieder vergessen. Aber wenn du schon mal da ist,

Zeit für dich eingeplant wurde.............................dann könnte

man sich jetzt da die Zeit für dich nehmen................wenn gar

nichts anderes mehr geht......................................................

Du und liebe Jule versuche echt, von diesen Drogen wegzu-

kommen, du weisst ja selbst, dass sie nicht gut für dich sein.

Natürlich schaffen die mal schnell Befreiung, sie kännen

aber auch die Borderline auf Dauer negativ beeinflussen.

Ich weiss, es ist brutal schwer, von Drogen wegzukommen,

egal welcher Art, Spielsucht ist ja auch eine Droge, halt

ohne Stoff, aber doch eine Sucht. Da hing ich auch mal

drin............................

Aber die Klinik, wo du mit deinem Koffer schon warst, die

müssten doch auch Psychologen und Ärzte haben, und die

Frau hat dir ja das Angebot gemacht, sich wieder an die

zu wenden. Vielleicht können die dir helfen, und dir auch

die nötigen Papiere geben............................................................

Lass dich nicht entmutigen, da du gerade auf einem guten

Weg bist.

liebe Grüsse

Bär mit HUnd

Bild von Don Limpio
Don Limpio
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Einfach glänzend...

Land

Spanien
Beigetreten: 07.01.2010
Hallo Jule, das Problem mit

Hallo Jule,

das Problem mit dem Borderline hatte ich auch mal, konnte es aber ganz gut mit einer Verhaltenstherapie in den Griff bekommen.

Da hast Du aber schon Einiges durch in Deinem Leben.
Das ist als Borderliner echt schwer.
Wenn man aber erst mal erkannt hat, wo der Hase im Pfeffer liegt, kann man schnell damit umgehen lernen.

Jetzt zu Deinen praktischen Problemen.

Grundsätzlich kann ich Dir schon mal sagen, dass es als Borderliner echt schwer werden kann einen Therapieplatz zu bekommen.
Borderliner will niemand behandeln, die machen zu viel Stress.

Wegen der Überweisung in die Fachklinik, kann Dir doch Deine Therapeutin behilflich sein.
Frag sie doch mal danach.....

Schwieriger könnte sich da die Drogengeschichte gestalten.
Was nimmst Du denn?
Und könntest Du so clean werden, dass Du das Screening schaffst und auch die Zeit in der Klink überstehst?

Das mit den Drogen ist immer so eine Sache...
Ich habe mich selbst jahrelang mit Alkohol therapiert und bin schwer abhängig geworden. Das endete in der Obdachlosigkeit und in einem akut lebensbedrohlichen Zustand.

Aber dass weisst Du ja selbst, was Drogen aus einem Menschen machen.

Als Sofort-Maßnahmen würde ich Dir Sport und ein Buch empfehlen.
Beides hat mir sehr geholfen.
Genauer gesagt, war das Buch meine Therapie.

Ich habe es gelesen, habe die falschen Verhaltensmuster an mir entdeckt und habe mit viel Übung und vielen Rückschlägen, gelernt mein Verhalten zu ändern.
Im Grunde bin ich da heute noch dran, doch die Sachen an denen ich heute herumdocktere, sind im Vergleich zu damals ein Klacks.

Ich habe verstanden, dass es nichts gibt was mich zwingt so zu sein und dass ich nicht so sein muss.
Und wie man als Borderliner extrem viele Masken auf Lager hat, habe ich erstmal begonnen die Maske eines Nicht-Borderliners zu tragen.

Diese anfängliche Maske, habe ich immer wieder korrigiert und irgendwann, war es mein wirkliches Gesicht.

Man muss nur erstmal die Verhaltensmuster der Borderline-Störung kennen, dieses permanente Leben in Extremen, dann kann man auch richtige Entscheidung treffen.

Man findet plötzlich zwischen Links und Rechts die Mitte.

Hier ein Link zu diesem Buch:

Was mir noch sehr geholfen hat, vor allem vor diesem Überkochen, ist Sport.

Da Du im Moment noch Borderliner bist, brauchst Du auch Sport für Borderliner.
Gibt es in der Nähe von Dir evtl. eine Kampfkunst-Schule oder einen Boxclub?

Falls nicht, hier ein Link zu einer Webseite, auf der Dir diese Art zu trainieren näher gebracht wird.
Die Texte stammen von mir.

Aber aufpassen! Endorphine können auch süchtig machen!
Ganz im Ernst!

Wir haben sicher noch eine Menge zu bereden, aber ich mache hier erst Mal Schluß.
Ich muss mich noch um die Aufträge meiner Kunden kümmern.
Sonst gibts da wieder Mecker...

LG

Don



Telefon 0034-928-183391
Skype: DeralteSchwede1
Jule1206
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Lebt sich ein
Beigetreten: 12.02.2011
hallo ihr zwei

Hallo ihr Zwei!
Erst einmal möchte ich mich bei euch bedanken das ihr mir so zur Seite steht, es ist schön zu spüren das es doch noch Menschen gibt die sich für jemanden interessieren  und keine Probleme damit haben darüber zu sprechen.
Mir laufen gerade deswegen auch ein paar Trännchen über die Wange.
Ich hoffe das es euch beiden soweit gut geht??!!
Ich werde alles versuchen was in meiner Macht steht um einen Therapieplatz zu bekommen beim Psychologen.
Aber mal ganz ehrlich, es kann doch nicht sein das die jemanden so im duncklen stehen lassen,oder?
Um deine Frage zu beantworten Don...
... Ich nehme immer dann wenn es mir schlecht geht und ich nicht mehr weiter weiß Amphitamine,nur dann konsumiere ich.
Ich habe Zwei mal bis jetzt versucht ohne das Zeug aus zu kommen, das erste mal habe ich Zwei Monate und das Zweite mal Vier Wochen ohne geschafft, immer dann wenn zu viel Stress war habe ich wieder angefangen mit dem drecks Zeug.
Von meinem 16-21 Lebensjahr habe ich jedes Wochenende in großen mengen Alkohl getrunken,als ich dann 20 1/2 jahre alt war kam es min. einmal in der Woche mitten in der Woche vor das ich getrunken habe bis nichts mehr ging.
Seid ca. 1 1/2 Jahren habe ich mit Alkohol keine Probleme mehr,wenn ich Heute trinke dann nur noch in geringen Mengen wenn überhaupt.
Leider sieht es aber so aus das ich mit Alkohol aufgehört habe und mit Drogen angefangen habe.
Mittlerweile kam es oft vor das ich mich äuserlich Selbstverletzt habe mit einer Glasscherbe oder mit meinen eigenen Fingernägel wenn wieder alles zu viel ist/war.
Mit meinen Eltern habe ich den Kontakt Momentan abgebrochen, da es immer wieder zu Streit kommt,ich keine unterstützung bekomme und von denen noch mehr unterdruck gesetzt werde.
Ich werde sehr schnell Agressiv und Implusiv gegenüber meiner Mutter und meinem Vater und um das nicht weiter bei mir auszureitzen, habe ich den Kontakt erst einmal auf Eis gelegt, anstatt mir eine Hilfe zu sein machen sie oft alles noch viel schlimmer als es eh schon ist.
Ich hoffe wenigstens das ich diesmal das richtige mache, was mit meinen Eltern zutun hat.
Man... wäre das alles mal nicht so schwer...wenn ich meine Freundin mit ihrer Mutter sehe oder mit anderen Familienmitgliedern von ihr wie die  miteinander umgehen, könnte ich heulen weil ich mir immer so ein gutes verhältniss zu meinen Eltern gewünscht habe und zu meiner ganzen Familie.

Mein Vater hat vor ein paar Wochen am Telefon zu mir gesagt: " Entweder Gewinnt oder Verliert man im Leben und ich habe ganz eindeutig verloren im Leben". sagte er.
Der Satz hatte gesessen bei mir, ich wurde total wütend und Agressiv.
Ich wollte zu meinem Vater fahren der aber 60 km von mir weg wohnt und wollte tachelis mit ihm reden,weil ich das alles nicht mehr ertragen wollte und konnte.
Mein Freund hinderte mich daran zu meinem Vater zu fahren und versuchte eine Stunde lang mich zu beruhigen.
Nachdem ich mich so weit wie es ging beruhigt hatte,fing es ganz plötzlich an das mir übel wurde und ich auch kurze Zeit darauf mich andauernt übergeben musste, ich habe nichts drin behalten nicht einmal Leitungswasser.
Das ging dann den halben Tag noch so das ich mich immer wieder übergeben musste, bis Abends mein Vater plötzlich wieder anrief und ich das aller erste mal komplett ihm gegenüber total ausgetickt bin am Telefon.
Nach dem Telefonat musste ich mich auch nicht mehr übergeben komischer weiße,mein Freund sagte sofort zu mir das dass etwas mit meiner Psyche bestimmt zutun hat.
Kann das wirklich damit zusammen hängen das mein Körper mittlerweile so angreifbahr ist und sofort darauf reagiert um so den innerlichen Druck ab bauen zu können??

Ganz, ganz, ganz Lieben Gruss Jule

Bild von bär
bär
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Forenurgestein 4.100 Beiträge

Land

Deutschland
Beigetreten: 31.07.2010
Liebe Jule, also dein Vater

Liebe Jule,

also dein Vater hat jetzt einen richtigen Mist an dich hin-

gelabert, "entweder man verliert oder gewinnt". Hey, schrei

es heraus, dass es nicht stimmt.................................................

Stehe auf Jule, für dein nicht so gutes Elternhaus kannst

du nichts, aber du kannst jetzt selbst für dein Leben Ver-

antwortung übernehmen.

Versuche zu vergessen oder zu verarbeiten, was man dir in

deiner Familie nicht angetan hat, vielleicht konnten die nicht

besser, was weiss ich..................................................................

Aber du lebst, du sollst, du darfst leben.....................................

Ja, das mit den Drogen ist auf der einen Seite verständlich,

auf der anderen Seite wieder nicht so gut. Weil die Drogen

nur kurzfristig helfen, uns auf Dauer aber kaputt und

fertig machen, die sind so fies, so schlecht, dieses Zeugs.

Vielleicht könntest du in eine Tagesklinik gehen, wenn es

in deiner Näher so was geben sollte. ..........................................

Es muss doch irgendwie Möglichkeiten geben, dir zu helfen...

Aber gebe bitte nicht auf, auch wenn dich deine Familie

schon aufgegeben hat.

Natürlich kann die Psyche auf den Körper schlagen..................

Vielleicht kannst du schauen, dass du immer irgendwie

aus seiner Wohnung rauskommst, ..................manche Tierheime

suchen jemand, der die Hunde dort ausführt...............................

die Katzen füttert.....................................................................

Schäme dich nicht für dein Leben...................................................

mache das Beste daraus, lasse dir helfen, nimm es in Anspruch,

soviel du kannst, kämpfe für dich........................................

viele liebe Grüsse

Bär mit Hund