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Was ist eine Altersdepression?

Die Menschen der älteren Generation haben in ihrem Leben eine Unzahl an Schicksalsschlägen hinnehmen müssen. Oft haben sie liebe Verwandte und Freunde verloren sowie die Auswirkungen von Krieg und Hunger kennenlernen müssen.

Man sollte annehmen das alte Menschen überdurchschnittlich häufig an Depressionen leiden. Doch die Annahme trügt. Alte Menschen leiden nicht häufiger an Depressionen als junge, doch kommen im Alter alle Arten von Depressionen vor. Es ist deshalb treffender, von der Depression im Alter als von dem Krankheitsbild der Altersdepression zu sprechen.

Allerdings ist die Altersdepression die mit Abstand häufigste psychische Erkrankung im Alter. Die Depression nimmt im Alter allerdings oft einen ganz anderen Verlauf als in jungen Jahren. So klagen alte Menschen sehr häufig über körperlich Symptome und weniger über depressiv bedingte Traurigkeit und Abgeschlagenheit.

Es gibt auch immer wieder Fälle in denen Depressionssymptome wie Schlafstörungen oder nachlassende Vitalität, nur dem Alter angelastet und als Kennzeichen schwerer Lebensumstände angesehen werden. Auch müssen bei der Diagnostizierung altersbedingte, neurologische sowie internistische Erkrankungen mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Eventuelle Medikamentennebenwirkungen können ebenfalls eine Rolle spielen.

Zu beachten ist auch das ältere Menschen eine deutlich höhere Suizidrate haben als junge Kranke und Depressionen viel länger andauern.

Als beste Therapiemöglichkeit wird eine Kombination aus medikamentöser Behandlung, Psychotherapie und eventuell der Lichtherapie angesehen.

Zu beachten ist, das eine Behandlung von Depressionen bei alten Menschen viel länger dauert. Auch in der Nachsorge sollte den besonderen Anforderungen alter Menschen Rechnung getragen werden.