Aktion gegen Depressionen: Beim Tönen Tabus bekämpfen
Depressionen können jeden treffen. Und: Die Krankheit ist behandelbar. Das sind die Botschaften, die Friseure in der Eifel ihren Kunden vermittleln wollen. Sie wollen das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Coiffeur und Kunden für diesen guten Zweck nutzen.
Bitburg/Prüm. "Zwischen Waschen, Legen und Fönen wird beim Friseur so manch persönliches Thema besprochen. Da liegt es nahe, hier eine wichtige Botschaft zu verbreiten", beschreibt Guido Wirtz, Obermeister der Friseur-Innung Westeifel das Kernproblem.
Die Botschaft lautet: Eine Depression hat viele Gesichter, sie kann jeden treffen, aber sie ist behandelbar.
Das Thema Depression aus der Grauzone in die öffentliche Diskussion zu bringen, das ist Sinn und Zweck einer Aktion, deren Schirmherrin Malu Dreyer ist, die rheinland-pfälzische Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie. Die Resonanz bei den Friseurbetrieben sei ebenso groß wie bei den Kunden, sagt Wirtz.
Wie funktioniert die Aktion? Um die Wartezeit beim Friseur zu überbrücken, bieten die Coiffeure den Kunden eine Tasse Kaffee an.
Wenn der serviert wird, greifen die Kunden nach dem kleinen Keks, der wie gewöhnlich auf dem Rand der Untertasse liegt. Der Keks in leuchtend gelber Verpackung trägt die Aufschrift: "Ich will Dein Glückskeks sein." Darüber komme man problemlos mit den Menschen ins Gespräch", sagt Wirtz.
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